Definition
Ein Zyklus steuert den Ablauf einer Umlage oder indirekten Leistungsverrechnung und enthält in
Segmenten alle relevanten Steuerungsinformationen zu Sendern, Empfängern, Senderregeln, Empfängerregeln und Bezugsgrößen.Der Name und das Anfangsdatum bilden den eindeutigen Schlüssel eines Zyklus.
Verwendung
In der Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (CO-PA) verwenden Sie einen Zyklus bei der Verrechnung von Kostenstellenkosten oder Prozeßkosten über die Umlage oder die indirekte Leistungsverrechnung in das Ergebnis.
Struktur
Ein Zyklus enthält ein oder mehrere Segmente, also Sender-/Empfängerkombinationen, die mit einer gemeinsamen Logik in die Ergebnisrechnung übernommen werden.
Die für die Ausführung eines Zyklus benötigte Zeit und das entstehende Datenvolumen hängt im wesentlichen von folgenden Faktoren ab:

Ein Zyklus besteht aus 100 Segmenten. Pro Segment werden 2 Kostenstellen auf der Basis variabler Anteile auf die unabhängigen Merkmale Kunde (10.000 Merkmalswerte) und Artikel (1.000 Merkmalswerte) verteilt. Ein Kunde kauft pro Periode 5 Artikel. Somit gibt es 50.000 Ergebnisobjekte, auf die jeder Sender verteilt wird.
Für den Zyklus würden also pro Periode 100 x 2 x 50.000 = 10 Mio. Einzelposten entstehen. Bei einer Satzlänge von 1150 Bytes (etwa 50 Wertfelder) entstünde ein Datenvolumen von etwa 10 Gbytes.
Dieser Zyklus ist nicht ausführbar!
Beachten Sie folgende Empfehlungen:
Das heißt, daß bei den Segmenten eines Zyklus, der mit zyklusweiser Selektion ausgeführt werden soll, sich die Merkmale der Empfängerobjekte möglichst stark überdecken sollten. Sie sollten z.B. auf keinen Fall einen Zyklus definieren, bei dem in einem Segment auf Sparte, im anderen Segment auf Artikel verrechnet wird. Außerdem sollte ein solcher Zyklus aus maximal 100 Segmenten bestehen.
Bei den Segmenten eines Zyklus, der mit segmentweiser Selektion ausgeführt werden soll, sollten sich die Merkmale der Empfängerobjekte möglichst wenig überdecken.

Bei der Verrechnung in die Ergebnisrechnung hat die Reihenfolge der Segmente innerhalb eines Zyklus keine Auswirkung auf das Ergebnis der Zyklusausführung.
Beispiel:
Ein Zyklus enthält zwei Segmente, in denen dieselbe Kostenstelle in Segment 1 mit festen Beträgen ("Senderregel 2") und im zweiten Segment mit gebuchten Beträgen "Senderregel 1" entlastet wird.
Diese Umlage liefert das folgende Ergebnis: Die Kostenstelle wird um den auf sie gebuchten Betrag und zusätzlich um den festen Betrag entlastet. Um lediglich eine Entlastung der Kostenstelle um den Restbetrag zu erhalten, müssen zwei Zyklen angelegt und hintereinander ausgeführt werden.
Grundsätzlich könnten Sie einen Zyklus für die Übernahme aller Kostenstellen oder Prozesse in die Ergebnisrechnung definieren. Aus Performance- und Verrechnungsgesichtspunkten können jedoch auch mehrere Zyklen gebildet werden, die sequentiell in der Reihenfolge der Eingabe abgearbeitet werden. Dabei wird sichergestellt, daß ein Zyklus abgearbeitet ist, bevor der nächste Zyklus ausgeführt wird.
Die Aufteilung in mehrere Zyklen ist dann sinnvoll, wenn Sie unterschiedliche Bereiche des Unternehmens zeitlich getrennt in die Ergebnisrechnung verrechnen wollen. Weiterhin können im Fehler- und Änderungsfall nur die betroffenen Zyklen wiederholt werden.
Um im Ist einen Zyklus zur Umlage von Gemeinkosten in die Ergebnisrechnung zu definieren, wählen Sie im Customizing der Ergebnisrechnung Werteflüsse im Ist
® Gemeinkosten übernehmen ® Kostenstellen-/Prozeßkosten umlegen ® Umlage von Kostenstellen-/Prozeßkosten definieren.Um im Ist einen Zyklus zur indirekten Leistungsverrechnung von Gemeinkosten in die Ergebnisrechnung zu definieren, wählen Sie im Customizing der Ergebnisrechnung Werteflüsse im Ist
® Gemeinkosten übernehmen ® Leistungen direkt/indirekt verrechnen ® Indirekte Leistungsverrechnung von Kostenstellen/Prozessen definieren.Um in der Planung einen Zyklus zur Umlage zu definieren, wählen Sie im Customizing der Ergebnisrechnung Planung ® Planungsintegration
® Kostenstellen-/Prozeßplanung übernehmen ® Kostenstellen-/Prozeßkosten umlegen ® Umlage von Kostenstellen-/Prozeßkosten definieren.Um in der Planung einen Zyklus zur indirekten Leistungsverrechnung zu definieren, wählen Sie im Customizing der Ergebnisrechnung Planung ® Planungsintegration
® Kostenstellen-/Prozeßplanung übernehmen ® Leistungen direkt/indirekt verrechnen ® Indirekte Leistungsverrechnung von Kostenstellen/Prozessen definieren.Siehe auch:
Funktionen innerhalb der Zykluspflege