Konzept: Ablegen für spätere Zuordnung 

Das Ablageszenario Ablegen für spätere Zuordnung wird ab R/3 Release 4.5A zur Verfügung gestellt.

Beim Ablegen für spätere Zuordnung bezieht sich das eingehende Dokument auf ein bereits existierendes Business Objekt. Das eingehende Dokument wird beispielsweise eingescannt, abgelegt und unmittelbar mittels des SAP Business Workflow an den zuständigen Bearbeiter weitergeleitet.

Im Unterschied zum Ablegen für spätere Erfassung existiert das Business Objekt bereits und es erfolgt lediglich eine Zuordnung.

Das Ablegen für spätere Zuodnung entspricht dem Zuordnen und Ablegen, mit dem Unterschied, daß hier der SAP Business Workflow involviert ist.

Für das Ablegen für spätere Zuordnung steht folgende Standardaufgabe zur Verfügung:

Standardaufgaben sind von SAP bereitgestellte Einzelschrittaufgaben, die elementare betriebswirtschaftliche Tätigkeiten aus organisatorischer Sicht beschreiben. Eine Einzelschrittaufgabe bezieht sich jeweils auf eine Objektmethode (technische Anbindung an die R/3-Funktionalität) und ist mit den Personen verknüpft, die das Objekt verarbeiten können.

Sie können auch eigene Workflow-Muster einbinden, die Sie definiert haben.

Solche Workflow-Muster können Sie ab R/3 Release auch 4.0A mit dem SAP ArchiveLink Workflow Wizard definieren (siehe SAP ArchiveLink Workflow Wizard).

Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation SAP Business Workflow im Abschnitt Aufgaben und Aufgabengruppen.

Voreinstellungen

Um die möglichen Szenarien für das Ablegen festzulegen, müssen Voreinstellungen definiert werden. Anhand von Voreinstellungen können mehrere Dokumentarten unter einem benutzerdefinierten Namen zu Gruppen zusammengefaßt werden.

Ein und dieselbe Dokumentart kann in mehreren Voreinstellungen vorkommen. Innerhalb von einer Voreinstellung kann die gleiche Dokumentart mehrmals vorkommen, wenn jeweils verschiedene Empfänger definiert sind.

Für die Dokumentarten werden Empfänger gepflegt. Ein Empfänger setzt sich aus einem Objekttyp (z.B. Benutzer, Position, Arbeitsplatz oder Organisationseinheit) und einem Organisationsobjekt zusammen (z.B. die Person, die für die Bearbeitung der entsprechenden Dokumentart zuständig ist). Durch die bei der Voreinstellung erfolgende Zuordnung eines Organisationsobjekts und Objekttyps zu einer Dokumentart wird dafür gesorgt, daß aus der Menge der möglichen Bearbeiter nur diejenigen ausgewählt werden, die tatsächlich zuständig sind. Es kann z.B. der Empfänger US Mustermann gepflegt werden: In diesem Fall erhält lediglich der Benutzer Mustermann das Workitem in seinem Eingang angezeigt. Im Rahmen komplexer betriebswirtschaftlicher Abläufe empfiehlt es sich, anstelle eines Benutzers eine Position, einen Arbeitsplatz oder eine Organisationseinheit als Empfänger zu definieren. Die Empfänger sind über Objekttyp und Organisationsobjekt in der Aufbauorganisation des Unternehmens zu definieren.

Die Zuordnung des Empfängers zu einer Dokumentart hängt von der Rollenauflösung der jeweiligen Aufgabe ab: Objekttyp und Organisationsobjekt werden in den Rollencontainer übergeben.

Standardaufgabe TS30001117

Die Standardaufgabe TS30001117 wird ab R/3 Release 4.5A zur Verfügung gestellt.

Die Standardaufgabe TS30001117 ermöglicht das Ablegen für spätere Zuordnung für praktisch alle BOR-Objekttypen.

Es ist möglich, im Rahmen der zu R/3 Release 4.5A neuen Ablageszenarien zwischen den verschiedenen Szenarien zu wechseln, z.B. vom Erfassen zum Zuordnen.