Vorlagenmerkmale 

Verwendung

In der Zeugnisvorlage legen Sie auf dem Bild Merkmalsdaten oder auf dem Bild Details zum Merkmal folgende Daten für die Merkmale fest, die Sie auf dem Zeugnis ausgeben wollen:

Funktionsumfang

Im folgenden werden die Detaildaten zu den Merkmalen nach obligatorischen und optionalen Daten unterschieden.

Beachten Sie in diesem Zusammenhang folgende Punkte:

Die im folgenden aufgelisteten Bezeichnungen für Merkmalsdaten beziehen sich auf die einzelnen Spalten der Tabelle des Bildes Merkmalsdaten. Die Bezeichnungen für die entsprechenden Felder im Bild Detail zum Merkmal können abweichend sein.

Obligatorische Daten für Merkmale

Folgende Informationen müssen zu jedem Merkmal eingegeben werden:

Spalte

Was Sie wissen sollten

Kategorie

Sie können Merkmale folgender Kategorien eintragen:

  • Stammprüfmerkmal
  • Klassenmerkmal

Ergebnisherkunft

Die Ergebnisdaten, die auf dem Zeugnis ausgegeben werden, können folgende Herkunft haben:

  • Prüfergebnis
  • Chargenklassifizierung
  • Prüfung / Charge aus Produktionskette
  • Materialklassifizierung
  • Von Ihnen definierte Quellen (eigene Funktionsbausteine, die im Customizing hinterlegt werden)

Kurztextherkunft

Der auf dem Zeugnis gedruckte Kurztext für ein Merkmal kann folgende Herkunft haben:

  • Stammprüfmerkmal
  • Klassenmerkmal
  • Sprachabhängiger Text in der Zeugnisvorlage selbst
  • von Ihnen definierte Quellen (eigene Funktionsbausteine, die im Customizing hinterlegt werden)

Vorgabenherkunft

Die gedruckten Vorgabedaten (z.B. Toleranzen) können folgende Herkunft haben:

  • Prüfvorgabe des Qualitätsmanagements
  • Chargenspezifikation
  • Spezifikation zu Material aus Produktionskette
  • Keine Vorgaben
  • von Ihnen definierte Quellen (eigene Funktionsbausteine, die im Customizing hinterlegt werden)

Strategie bei Skip

Wenn Sie für die Ergebnisdaten eine Herkunft eingetragen haben, bei der Prüflose selektiert werden, kann der Fall eines Prüfverzichts (Skip) für das betreffende Merkmal eintreten. Sie geben an, wie sich das System in diesem Fall verhalten soll. Folgende Daten können in diesem Fall ausgegeben werden:

  • Text, der angibt, daß nicht geprüft wurde
  • Merkmalsergebnis aus der Charge
  • Grenzwerte aus Prüfvorgabe oder Charge
  • Von Ihnen definierte Daten (eigene Funktionsbausteine, die im Customizing hinterlegt werden)

Textelement

Sie müssen auf ein Textelement des Formulars verweisen, das der Zeugnisvorlage zugeordnet ist. Das Textelement beschreibt, welche Daten zu einem Merkmal ausgegeben werden sollen (in der Regel innerhalb einer Zeile).

Beachten Sie bezüglich der Datenherkünfte folgende Punkte:

  • Die Herkunft muß nicht mit der Merkmalskategorie übereinstimmen. Das bedeutet, daß Sie z.B. ein Klassenmerkmal angeben, aber trotzdem Daten aus der Prüfung ausgeben können oder daß Sie z.B. ein Stammprüfmerkmal angeben, aber die Vorgaben aus kundenspezifischen Selektionskriterien zur Chargenfindung lesen lassen.
  • Sie können die Herkünfte innerhalb eines Merkmals mischen, d.h., die Ergebnisdaten können z.B. von einer Prüfung stammen und die Vorgabedaten können aus der Chargenfindung kommen.

In beiden Fällen muß jedoch eine Kopplung zwischen Stammprüfmerkmal und Klassenmerkmal vorliegen.

Einschränkung:

Wenn Sie sich bei der Herkunft auf die Materialien der Produktionskette beziehen, legt die Merkmalskategorie fest, welche der beiden Listen bei der Selektion herangezogen wird.

Weitere Informationen finden Sie unter Textelemente für Merkmale in einem Formular.

Optionale Daten für Merkmale

Spalte

Was Sie wissen sollten

SortNr. Material

Legt die Reihenfolge fest, in der bei Zeugniserstellung die Liste der Materialien der Produktionskette nach Merkmalsdaten durchsucht wird.

Spaltenweise

Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, legen Sie fest, daß Merkmalsergebnisse (z.B. Urwerte) spaltenweise ausgegeben werden. Weitere Informationen finden Sie unter Textelemente für Merkmale in einem Formular.

Anzahl der Spalten

Legt die Spaltenanzahl für die spaltenweise Darstellung fest.

Obligatorisch

Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, legen Sie fest, daß das Merkmal so wichtig ist, daß die Daten für das gesamte Zeugnis nur ausgegeben werden dürfen, wenn zu diesem Merkmal alle Daten gefunden werden.

Prüfmethode

Sie können kennzeichnen, ob Kurztext, Langtext oder kein Text für die Prüfmethode eines Merkmals gedruckt werden soll.

Zusatztext für n.i. O.

Sie können festlegen, daß zusätzlicher Text ausgegeben wird, wenn der Wert für das Merkmal außerhalb der Vorgaben liegt.

Bei quantitativen Merkmalen wird dafür nicht die QM-Merkmalsbewertung, sondern ein Vergleich mit den Grenzen herangezogen. Bei qualitativen Merkmalen wird die Merkmalsbewertung herangezogen.

Merkmals-ID

Diese Bezeichnung dient der Identifikation eines Merkmals beim EDI-Versand eines elektronischen Qualitätszeugnisses.

Weitere Informationen finden Sie unter Merkmalsmapping für die Übertragung von Qualitätsdaten.

Zusatzinformationen für quantitative Daten

Ausgabeformat

Sie können festlegen, ob Sie den tatsächlichen Wert, einen Bezug zu den Grenzen oder (abhängig von einem Vergleich des Wertes mit den Grenzen) einen Text ausgeben wollen. Wenn Sie nichts eingeben, wird der tatsächliche Wert gedruckt.

Wenn Sie einen Bezug zu einer Grenze festlegen (z.B. > untere Grenze), das Ergebnis aber außerhalb der Vorgaben liegt (z.B. unterhalb der unteren Grenze), wird der tatsächliche Wert gedruckt.

Maßeinheit

Die Maßeinheit wird aus dem entsprechenden Stammsatz (Stammprüfmerkmal oder Klassenmerkmal) vorgeschlagen.
Sie können hier eine abweichende (umrechenbare) Maßeinheit angeben. Beachten Sie hierbei, daß dimensionslose Einheiten nicht ineinander umgerechnet werden können. Die Einheitenumrechnung bezieht sich auf den Mittelwert, den maximalen und den minimalen Wert und auf die Grenzen (Toleranzgrenzen, Plausibilitätsgrenzen, zusätzliche Grenzen).

Ausgabelänge

Wird dieser Wert bei der Ausgabe überschritten, gibt das System Sterne auf dem Zeugnis aus. Dieses Feld bezieht sich auf die Ausgabe aller quantitativer Daten, d.h. des Mittelwerts, des minimalen und maximalen Werts, der Grenzen und der statistischen Größen (Varianz, 2. und 3. zentrales Moment, innere Varianz, Standardabweichung, Spannweite), aber nicht auf die geschätzten Anteile fehlerhafter Einheiten.

Wenn Sie erreichen wollen, daß die gewünschten Daten in jedem Falle ausgegeben werden, auch wenn eine bestimmte Ausgabelänge überschritten wird, lassen Sie das Feld ohne Eintrag.

Nachkommastellen

Dieses Feld bezieht sich auf die gleichen quantitativen Daten, die unter Ausgabelänge aufgeführt sind.
Die geschätzten Anteile fehlerhafter Einheiten werden unabhängig von diesem Feld mit sechs Nachkommastellen ausgegeben.

Exponent

Die Exponentialdarstellung des Wertes wählt das System für sehr hohe Werte automatisch. Wenn Sie niedrige Werte erwarten, können Sie dieses Kennzeichen setzen, um die Ausgabe von Nullen zu verhindern. Das Kennzeichen bezieht sich auf die gleichen quantitativen Daten, die unter Ausgabelänge aufgeführt sind.

Benutzerdefinierte Funktionen für Merkmale

Folgende Spalten können Sie durch eigene SAPscript-Standardtexte beeinflussen:

Für die folgenden Datenherkünfte können Sie eigene Funktionsbausteine definieren:

Siehe auch:

Kundeneigene Erweiterungen