Chargenfindung in Fertigungs- und Prozeßaufträgen 

Eine Chargenfindung im Fertigungs-/Prozeßauftrag führen Sie durch,

Falls im Fertigungs-/Prozeßauftrag nicht auf Chargenebene reserviert werden soll, sondern eine Reservierung auf Materialebene ausreichend ist, können Sie die Chargenfindung auch erst bei der Verbrauchsbuchung zum Auftrag durchführen (siehe Abschnitt Chargenfindung bei der Warenentnahme anstoßen).

Die Selektionskriterien können je nach Anforderung auf die folgenden Arten zugeordnet werden:

Diese Aufzählung stellt gleichzeitig auch die Reihenfolge dar, in der das System versucht, eine Selektionsklasse zu ermitteln.

Sie verwenden ein bestimmtes Rohmaterial für die Fertigung von 9 Materialien. Für die Fertigung von 8 dieser Materialien benötigen Sie Chargen des Rohmaterials mit denselben Spezifikationen, für die Fertigung des neunten Materials Chargen mit detaillierteren Spezifikationen. In diesem Fall legen Sie für das Rohmaterial eine Suchstrategie an. Für das neunte Material klassifizieren Sie die entsprechende Stücklistenposition. Da das System Selektionsklassen in der oben angeführten Reihenfolge auswählt, werden die benötigten Chargen für acht Materialien anhand der Chargensuchstrategie gefunden und für das neunte Material anhand der Selektionsklasse, mit der die Stücklistenposition klassifiziert ist.

Auch wenn das System die Selektionskriterien nicht über eine Suchstrategie, sondern auf eine der anderen oben aufgeführten Arten ermittelt, werden die Regeln der Chargenfindung (Anzahl der Chargensplits, Sortierregel etc.) aus der Suchstrategie verwendet; d.h. Sie müssen in jedem Fall eine Suchstrategie pflegen.

Siehe auch:

Chargenabwicklung in der WM/PP-Schnittstelle