Credit-Spreads und Credit-Spread-Kurvenstrukturen
Sie können Credit-Spreads entweder manuell erfassen oder automatisch von einem Marktdatenlieferanten übernehmen (per Datafeed, Dateischnittstelle oder Excel-Upload).
Die Definition von Credit-Spread-IDs und Referenzeinheiten ist die Voraussetzung für folgende Aktivitäten:
Hochladen bzw die manuelle Erfassung von Credit-Spread-Marktdaten in das System
Definiton von Credit-Spread-Kurvenstrukturen aus Credit-Spreads mit unterschiedlichen Laufzeiten
In Kombination mit der Referenzeinheit definiert eine Credit-Spread-Kurven-Struktur eine konkrete Credit-Spread-Kurve, welche im Rahmen des Zinskurven-Frameworks mit Zinskurven kombiniert werden kann. Siehe auch: Zusammengesetzte Kurven
Um Credit-Spreads abzubilden, müssen Sie im Customizing des Treasury and Risk Management
unter Credit-Spread-IDs anlegen.
In der ID beschreiben Sie den Credit-Spread. Im Bereich Credit-Spread Definition
geben Sie die Laufzeit in den möglichen Einheiten Tag
, Monat
und Jahr
an sowie eine Beschreibung.
Im Bereich Marktdaten-Quotierung
füllen Sie die folgenden Felder:
Zahlungsrhythmus
Compounding-Frequenz
Fixing-Periode
Arbeitstagverschiebung
Kalender
Zinsberechnungsmethode
Fälligkeit zum Monatsende
Credit-Spread-Kurvenstrukturen
Sie können Credit-Spreads im Preisrechner bei der Berechnung von Diskontfaktoren berücksichtigen. Dafür definieren Sie Credit-Spread-Kurvenstrukturen im Customizing des Treasury and Risk Management
unter , auf deren Basis dann ausgehend von einer Referenzeinheit die Credit-Spread-Kurven erzeugt werden. Diese bilden dann zusammen mit der Zinskurve und den eventuell zusätzlich erzeugten Basis-Spread-Kurven die zusammengesetzte Kurve, auf deren Basis dann die Berechnungen durchgeführt werden.
In der Definition der Credit-Spread-Kurvenstrukturen werden keine Einstellungen bezüglich der von der Kurve abgeleiteten Zinssätze hinterlegt, da Credit-Spread-Kurven nicht als eigenständige Kurven angelegt werden, sondern nur im Zusammenhang mit der Erzeugung einer zusammengesetzten Kurve verwendet werden.
Durch die Zuordnung einer Credit-Spread-Kurvenstruktur zu Referenzeinheiten entsteht für jede dieser Referenzeinheiten eine konkrete Kurve (die Referenzeinheit ist auch Schlüsselfeld in der Marktdatentabelle).
Das hinterlegte maximale Alter und die hinterlegte Notierungsart beeinflussen die Selektion der Marktdaten.
Hinweis
Sie können Referenzeinheiten, für welche Credit-Spreads mit gleichen Laufzeiten und Quotierungseigenschaften (wie Zahlungsfrequenz, Tageberechnungsmethode etc.) vorliegen, die gleiche Credit-Spread-Kurvenstruktur zuordnen. Das reduziert die Menge der im System zu definierenden Credit-Spread-Kurvenstrukturen beträchtlich. Weiterhin reduziert dies den Customizing-Aufwand für den Fall, dass für einen zusätzlichen Geschäftspartner Credit-Spread-Kurven verwendet werden sollen: Sofern es eine passende (hinsichtlich der Laufzeiten und Quotierungseigenschaften der Credit-Spreads) Credit-Spread-Kurvenstruktur gibt, muss gar kein neues Customizing angelegt werden. Es reicht aus, eine neue Referenzeinheit anzulegen, der Sie die schon existierende Credit-Spread-Kurvenstruktur zuordnen.
Referenzeinheiten
Im Bereichsmenü des Treasury and Risk Management
unter (Transaktion RMRE
) bzw. mit Hilfe des ebenfalls dort vorzufindenden Reports Referenzeinheiten für Geschäftspartner anlegen (Transaktion RMREBP
) legen Sie die benötigten Referenzeinheiten an.
Siehe auch: Referenzeinheiten bearbeiten
Die konkreten Werte der Credit-Spreads zu einem bestimmten Datum hinterlegen Sie manuell im Bereichmenü des Treasury and Risk Management
unter . Siehe auch: Credit-Spread-Werte eingeben
Neben der manuellen Eingabe der Credit-Spread-Werte können Sie die Credit-Spread-Werte auch wie bei den anderen Marktdaten z.B. über den Datafeed, die Dateischnittstellen oder über die Marktdatenübernahme aus Tabellenkalkulation einlesen.