Stornieren von Objekten in i.s.h.med
Für das Stornieren von Objekten in i.s.h.med steht eine einheitliche Stornofunktionalität zur Verfügung. Das bedeutet, dass Sie beim Stornieren sämtlicher Objekte immer in ein einheitliches Dialogfenster gelangen, in dem Sie beispielsweise folgende Objekte stornieren können:
Leistungen
Wenn Sie eine Leistung stornieren möchten, der bereits ein Termin zugeordnet ist, muss dieser Termin mitstorniert werden. Daher ist er vormarkiert und kann nicht demarkiert werden.
Die Bewegung (Besuch) ist vormarkiert und kann optional mitstorniert werden.
Dokumente
Termine
Wenn Sie einen Termin stornieren möchten, ist die zugeordnete Bewegung (Besuch) vormarkiert und kann optional mitstorniert werden (unabhängig vom Besuchsstatus).
Die zugeordnete Leistung ist immer vormarkiert, sie kann jedoch nicht mehr demarkiert werden, sobald sich die Leistung im Status freigegeben
oder erbracht
befindet.
Klinische Aufträge
Auftragspositionen von Klinischen Aufträgen
Fahraufträge
Anforderungen
Ausgehend vom zu stornierenden Objekt, zeigt das Dialogfenster eine Liste aller anhängigen Objekte, die beim Storno mitberücksichtigt werden müssen bzw. können.
Siehe Abhängigkeiten der medizinischen Objekte beim Stornieren
Ob Sie ein anhängiges Objekt stornieren müssen oder optional stornieren können, hängt davon ab, ob das anhängige Objekt auch ohne dem übergeordneten Objekt bestehen kann:
Das System kennzeichnet optional zu stornierende anhängige Objekte dadurch, dass das Ankreuzfeld zu diesem Objekt eingabebereit ist.
Das System kennzeichnet anhängige Objekte, die mitstorniert werden müssen dadurch, dass das Ankreuzfeld zu diesem Objekt bereits markiert und nicht eingabebereit ist.
Beispiel
Sie möchten eine Leistung stornieren. Zu dieser Leistung ist ein Termin und eine fallbezogene Prozedur vorhanden. Das System storniert den Termin automatisch mit, wenn dieser keiner anderen Leistung zugeordnet ist. Bei der fallbezogenen Prozedur können Sie entscheiden, ob sie mitstorniert werden soll (optional).
Wenn Sie ein anhängiges Objekt mitstornieren können oder müssen, kann es vorkommen, dass das Stornieren dieses anhängigen Objektes das weitere Stornieren anderer Objekte bedingt.
Beispiel
Beim Stornieren eines Objektes möchten Sie optional eine Bewegung mitstornieren, zu welcher noch 2 Nachfolgebewegungen existieren. Wenn Sie die Bewegung für das Stornieren wählen (Ankreuzfeld markieren), müssen die beiden Nachfolgebewegungen ebenfalls storniert werden. Die Ankreuzfelder der beiden Nachfolgebewegungen sind in diesem Fall markiert und nicht eingabebereit.
Wenn das System ein anhängiges Objekt, dass mitstorniert werden muss oder zum Stornieren ausgewählt wurde, nicht stornieren kann, kann auch das ursprünglich gewählte Objekt nicht storniert werden.
Beispiel
Wenn das System ein anhängiges Objekt zu einem Klinischen Auftrag nicht stornieren kann, kann auch der Klinische Auftrag nicht storniert werden.
Achtung
Wenn Sie den letzten Besuch eines ambulanten Falles für das Stornieren auswählen, wird auch der Fall storniert. Wenn anhängige Objekte zur Bewegung oder zum Fall vorhanden sind, die nicht storniert werden können, wird auch die Bewegung und somit der Fall nicht storniert.
Wenn Sie Objekte des SAP Patient Managements (IS-H) stornieren (z. B. eine Bewegung, einen Fall usw.), storniert das System auch die abhängigen Objekte aus i.s.h.med (z. B. zugehörige Klinische Aufträge, Anforderungen, Leistungen usw.). Das System berücksichtigt dabei die Abhängigkeiten der medizinischen Objekte in gleicher Weise wie beim Stornieren von medizinischen Objekten selbst.
Siehe Abhängigkeiten der medizinischen Objekte beim Stornieren
Beispiel
Wenn Sie beispielsweise die letzte Bewegung zu einem Fall, an der Anforderungen hängen, stornieren, zeigt das System eine Warnung an, die darauf hinweist, dass an diesem Fall bzw. dieser Bewegung Anforderungen hängen, die mitstorniert werden.
Der Benutzer kann aufgrund dieser Warnung den Stornovorgang abbrechen oder die Bewegung, den Fall und somit auch zugehörige Anforderungen stornieren.
Für kundenspezifische Erweiterungen zur Stornofunktionalität stehen Ihnen die folgenden User-Exits bzw. Business Add-Ins (BAdIs) zur Verfügung:
Leistung stornieren - Einstieg (N1LF0001
)
Detaillierte Informationen entnehmen Sie dem Einführungsleitfaden
unter
BAdI Implementierung Stornofunktion (N1_CANCEL
)
Detaillierte Informationen entnehmen Sie dem Einführungsleitfaden
unter .
Die Darstellung im Dialogfenster erfolgt in Form einer Baumstruktur.
Als obersten Knoten zeigt das System immer den Patienten bzw. die Patienten - wenn Sie gleichartige Objekte verschiedener Patienten stornieren möchten - an.
Unter dem Patienten zeigt das System das zu stornierende Objekt (z. B. Leistung) an.
Diesem Knoten untergeordnet zeigt das System für jede anhängige Objektklasse einen Ordner an (z. B. Ordner für Materialien zur Leistung). Jeder Ordner zeigt auch die Zahl der enthaltenen Objekte.
In diesen Ordnern werden die entsprechenden anhängigen Objekte (z. B. Material zur Leistung) angezeigt. Die Objekte selbst zeigen im Hirarchiebereich die wesentlichsten Informationen zum Objekt. Diese Informationen entsprechen den Informationen, die auch im Patientenorganizer angezeigt werden.
Fall
Datum
Zeit
Organisationseinheit (OE)
Verantwortlicher Mitarbeiter (VMA)
Status
Bei Leistungen handelt es sich um den Leistungsstatus, bei Bewegungen um den Bewegungsstatus.
Klassifikation (Verwendung abhängig vom angezeigten Objekt)
Das System zeigt z. B. bei Dokumenten eine etwaig vorhandene besondere Kennzeichnung.
Schlüssel
Der angezeigte Schlüssel ist abhängig vom Objekt, das angezeigt wird, z. B. technischer Name des Dokumenttyps.
Kontext
Beim Klinischen Auftrag zeigt das System Objekte, die über einen Kontext zugeordnet wurden in Form der Bezeichnung des Kontextes.
Kontext Ikone
Sie können das Layout der Informationen zu den Objekten individuell für Ihre Bedürfnisse anpassen. Abhängig von der Berechtigung (Berechtigungsobjekt N_VM_DEF
) können Sie Layouts benutzerbezogen oder benutzerübergreifend definieren.
Das System zeigt eventuell auftretende Fehlermeldungen bzw. Warnungen im Dialogfenster der Funktion Stornieren
in einem zusätzlichen Ausgabebereich an. Wenn Sich eine Meldung auf ein Objekt in der Baumstruktur bezieht, können Sie mit Doppelklick auf diese Meldung
direkt auf dieses Objekt verzweigen.
Darüber hinaus können Sie auf den Langtext zur Fehlermeldung verzweigen.
Für eine bessere Übersichtlichkeit kennzeichnet das System das ursprünglich zu stornierende Objekt folgendermaßen:
(-
) keine Fehler oder Warnungen vorhanden; Sie müssen keine Entscheidung bezüglich optional zu stornierender anhängiger Objekte treffen. Das Stornieren
ist möglich.
Gelbe Ampel: Warnungen sind vorhanden oder Sie müssen Entscheidungen bezüglich optional zu stornierender anhängiger Objekte treffen. Das Stornieren ist möglich.
(-
) Fehler sind aufgetreten. Das Stornieren ist nicht möglich.
Um das gewählte Objekt und die dazu gehörenden anhängigen Objekte zu stornieren, müssen Sie:
die optional zu stornierenden Objekte ankreuzen
den Stornogrund eintragen
Stornogründe legen Sie im Einführungsleitfaden
unter Branchenlösung Klinisches System
Anwendungsübergreifende Einstellungen
Stornogründe
verwalten
fest.
den Verantwortlichen Mitarbeiter eintragen
Hinweis
Stornogrund und Verantwortlicher Mitarbeiter gelten auch für die anhängigen Objekte, die mitstorniert werden. Dabei berücksichtigt das System nicht, ob der Stornogrund in der Stammdaten auch für das anhängige Objekt definiert ist.
Wenn Sie beispielsweise einen Klinischen Auftrag stornieren, werden folgende anhängige Objekte storniert bzw. zum Stornieren angeboten:
alle Auftragspositionen
alle Leistungen zu den Auftragspositionen
Terminvorgaben zu den Auftragspositionen
das System deaktiviert das aktuell aktive Statusobjekt zu den Auftragspositionen
Termine zu den Terminvorgaben bzw. Termine zu den Leistungen der Auftragspositionen, wenn keine weiteren Objekte an den Termin geknüpft sind
die vorläufigen Patientenstammdaten, wenn der Klinische Auftrag das letzte Objekt ist, mit dem diese Daten verbunden sind