HintergrundAbhängigkeiten der medizinischen Objekte beim Stornieren

 

Wenn Sie medizinische Objekte im Klinischen System (i.s.h.med) stornieren, stellt die Stornofunktionalität die Abhängigkeiten der Objekte dar. D. h. sie bildet übergeordnete und untergeordnete Objekte in Form einer Baumstruktur ab.

Beispiel Beispiel

Sie möchten eine Auftragsposition eines Klinischen Auftrags stornieren. Zu dieser Auftragsposition sind mehrere Leistungen erfasst worden. Die Auftragsposition ist in diesem Fall das übergeordnete Objekt, die Leistungen sind untergeordnete Objekte.

Ende des Beispiels.

Grundsätzlich bedingt das Stornieren eines übergeordneten Objekts in der Regel das automatische Stornieren aller untergeordneten Objekte. Es gibt jedoch bei verschiedenen medizinischen Objekten Ausnahmen, d. h. untergeordnete Objekte werden z. B. optional zum Stornieren angeboten werden.

Das Stornieren eines untergeordneten Objekts führt unter bestimmten Bedingungen zum Stornieren übergeordneter Objekte. Diese Bedingungen sind abhängig davon, um welche Objekte es sich handelt.

Hinweis Hinweis

Dokumente berücksichtigt das System beim Stornieren nicht, da es bei Dokumenten immer mehrere Bezugsebenen, auch innerhalb eines Dokumentes, gibt.

Ende des Hinweises

Hinweis Hinweis

Wenn Sie das letztgültige Objekt zu einem Patienten mit vorläufigen Patientenstammdaten stornieren, storniert das System die vorläufigen Patientenstammdaten.

Ende des Hinweises
Klinischer Auftrag

Wenn Sie einen Klinischen Auftrag stornieren, storniert das System alle abhängigen untergeordneten Objekte automatisch mit, dies sind beispielsweise:

  • Auftragspositionen

  • Terminvorgaben

  • Leistungen (inkl. abhängiger Objekte zur Leistung)

  • Termine

  • Weitere Objekte (z. B. Fahraufträge)

Das System bietet Besuche beim Stornieren des Klinischen Auftrags optional und vormarkiert zum Mitstornieren an.

Hinweis Hinweis

Eine OP-Bewegung storniert das System automatisch mit.

Ende des Hinweises
Auftragsposition (eines Klinischen Auftrags)

Wenn Sie eine Auftragsposition stornieren, storniert das System alle untergeordneten Objekte automatisch mit.

Die Terminvorgabe storniert das System mit, wenn die Auftragsposition die letzte zugeordnete Auftragsposition zu dieser Terminvorgabe ist.

Hinweis Hinweis

Das System zeigt die Terminvorgabe im Dialogfenster Stornieren nicht an.

Wenn die Terminvorgabe Terminabhängigkeiten der Auftragspositionen für die übergreifende Planung enthält, überträgt das System die Terminabhängigkeit von der zu stornierenden auf die Nachfolgeposition.

Siehe Stornieren des Klinischen Auftrags

Ende des Hinweises

Wenn die Auftragsposition die letzte des Klinischen Auftrags ist, storniert das System den Klinischen Auftrag mit.

Das System bietet Besuche beim Stornieren der Klinischen Auftragsposition optional und vormarkiert zum Mitstornieren an.

Hinweis Hinweis

Eine OP-Bewegung storniert das System automatisch mit.

Ende des Hinweises
Leistung

Wenn Sie eine Leistung stornieren, verwendet das System folgende Logik für das Stornieren von untergeordneten Objekten:

Ein zugehöriger Termin zur Leistung ist zum Stornieren vormarkiert. Sie können den Termin nicht entmarkieren, d. h. der Termin muss mitstorniert werden.

Ein zugehöriger Besuch – mit Ausnahme von OP-Bewegungen – ist zum Stornieren vormarkiert. Sie können den Besuch entmarkieren, d. h. der Besuch kann optional mitstorniert werden.

Wenn die Leistung die letzte Leistung einer Auftragsposition ist, ist die Auftragsposition zum Stornieren nicht vormarkiert. Sie können die Auftragsposition markieren und so optional mitstornieren.

Hinweis Hinweis

Wenn die Auftragsposition eine Auftragsposition einer Operation ist, storniert das System die Auftragsposition automatisch mit.

Grund dafür ist, dass beim Anlegen einer Auftragsposition automatisch eine OP-Ankerleistung angelegt wird. Damit ist die Auftragsposition auch in der Zugangsliste der OP-Planung ersichtlich. Da das System beim Stornieren der Leistung automatisch auch die OP-Ankerleistung storniert, würde die Auftragsposition zwar erhalten bleiben, wäre aber in der Zugangsliste der OP-Planung nicht mehr ersichtlich.

Ende des Hinweises

Wenn Sie die letzte Leistung einer Anforderung stornieren, muss auch die Anforderung mitstorniert werden. Ein technisches Dokument zur Anforderung bietet das System optional aber nicht vormarkiert zum Stornieren an.

Achtung Achtung

Wenn Sie im Zuge des Leistungsstornos den Besuch mitstornieren und dieser Besuch der letzte Besuch zum Fall ist, erfolgt ein Fallstorno und alle untergeordneten Objekte müssen mitstorniert werden. Die Optionalisierung für zugehörige Objekte entfällt.

Ende der Warnung.
Zyklus

Ein Zyklus ist immer mit einer oder mehreren Leistungen verknüpft.

Wenn Sie einen Zyklus bzw. stornieren, storniert das System alle Leistungen zum Zyklus (Zyklusmasterleistung und zyklische Einzelleistungen). Stornieren Sie eine Zyklische Masterleistung, storniert das System alle ungeordneten zyklischen Einzelleistungen.

Wenn Sie eine zyklische Einzelleistung stornieren, hat dies keine unmittelbare Auswirkung auf den Zyklus.

Besuch

Beim Stornieren eines Besuches hängt das Stornieren der zugehörigen Objekte folgendermaßen vom Leistungsstatus ab:

  • Leistungsstatus Disponiert (DI)

    • Sie können die Leistung optional mitstornieren. Das System markiert die Leistung zum Stornieren vor. Für OP-Bewegungen steht die Optionalisierung nicht zur Verfügung.

      Wenn Sie die Leistung entmarkieren, wird auch der Termin entmarkiert. Das System stellt den Status der Leistung vor Besuch anlegen her (z. B. Bestätigt angefordert).

    • Sie können den Termin optional mitstornieren. Das System markiert den Termin zum Stornieren vor. Für OP-Bewegungen steht die Optionalisierung nicht zur Verfügung.

      Hinweis Hinweis

      Die Optionalisierung von Leistung und Termin gilt nur, wenn alle Leistungen zum Besuch den Status Disponiert aufweisen. Sobald eine der zugehörigen Leistungen einen Folgestatus aufweist (z. B. Erbracht, Freigegeben), müssen die Leistungen und der Termin mitstorniert werden.

      Ende des Hinweises
  • Leistungsstatus > Disponiert (z. B. Erbracht, Freigegeben)

    • Sie müssen die Leistung mitstornieren (nicht optional). Das System markiert die Leistung zum Stornieren vor.

    • Sie müssen den Termin mitstornieren (nicht optional). Das System markiert die Leistung zum Stornieren vor.

      Hinweis Hinweis

      Wenn Sie den letzten Besuch eines Falles stornieren, wird der Leistungsstatus nicht berücksichtigt, da auch der Fall storniert wird. Das System markiert die Leistung und den Termin zum Stornieren vor. Sie müssen Leistung, Termin und alle fallbezogenen Objekte (z. B. Prozeduren, Material, Auftragspositionen) mitstornieren.

      Ende des Hinweises

Beim Stornieren eines Besuchs aus einer Besuchssequenz, bietet das System die Nachfolgebesuche zum Stornieren an. Das Ankreuzfeld Folgebewegungen ist vormarkiert. Sie können die Folgebewegung optional mitstornieren.

Darüber hinaus zeigt das System alle Objekte zu den Nachfolgebesuchen im Dialogfenster Stornieren an.

Termin

Wenn zu einem Termin bereits ein Besuch existiert, können Sie den Termin aus der Plantafel nur noch dann stornieren, wenn der Besuch im Status Plan ist. Ist dies der Fall, können Sie den Termin stornieren. Der Besuch ist optional und zum Stornieren vormarkiert.

Hinweis Hinweis

Bei Operationen wird der Besuch (Bewegung) bei OP beginnen angelegt. Der Besuch weist den Status Ist und nicht den Status Plan auf. Daher gilt diese Regel für Operationen nicht.

Ende des Hinweises

Hinsichtlich der Leistungen gelten die Regeln für das Stornieren eines Besuchs (siehe Kapitel Besuch). D. h. die Leistung ist immer vormarkiert. Ob die Leistung optional mitstorniert werden kann oder mitstorniert werden muss, hängt vom Leistungsstatus ab.

Die zugehörigen Leistungen können Sie immer nur gesamt mitstornieren (Ankreuzfeld Zugeordnete Leistungen).

Ist es möglich dabei auch die Auftragsposition zu stornieren (siehe Kapitel Auftragsposition), müssen nach Markieren der Auftragsposition auch die Leistungen storniert werden (nicht mehr optional).

Operationen

Operationen stellen eine Ausnahme im Regelwerk für das Stornieren da, weil Sie bei bestimmten Objekten nicht die Möglichkeit haben optional zu entscheiden, ob zugehörige Objekte mitstorniert werden sollen. D. h. zugehörige Objekte wie z. B. die Auftragsposition müssen mitstorniert werden.

Wenn Sie einen OP-Termin stornieren, gilt die Optionalisierung hinsichtlich der zugeordneten Leistungen (Siehe Kapitel Termin). Wenn Sie die Leistung zum Stornieren markieren, muss auch die Auftragsposition mitstorniert werden.

Hinweis Hinweis

Im Zuge des Stornierens einer Operation werden auch die Diagnosen mitstorniert. Das System berücksichtigt Verknüpfungen von Diagnosen zu Prozeduren, zeigt die Prozeduren aber nicht im Dialogfenster Stornieren an. Das System storniert Prozeduren zur Operation automatisch mit.

Fallbezogene Prozeduren können Sie optional mitstornieren.

Dokumente, die mit der Ankerleistung der Operation verknüpft sind, storniert das System beim Stornieren von Operationen nicht mit. Für diese müssen Sie manuell das Löschkennzeichen setzen. Alternativ dazu können Sie die Dokumente über das Business Add-In (BAdI) N1_CANCEL (BAdI: Stornofunktion) mit einer Operation mitstornieren.

Ende des Hinweises
Objekte aus dem SAP Patient Management (IS-H)

Objekte aus dem SAP Patient Management wie z. B. Krankenakten, Versicherungsverhältnisse, etc. storniert das System grundsätzlich mit dem Besuch mit.

Hinweis Hinweis

Bei Ausnahmen zeigt das System Fehlermeldungen beim Stornieren an. Sie müssen diese Objekte gesondert stornieren. Anschließend können Sie das Stornieren im Klinischen System (i.s.h.med) durchführen.

Ende des Hinweises
Kontext

Über den Kontext (im Klinischen Auftrag) können Sie Termine und Anforderungen mit dem erfassten Klinischen Auftrag verknüpfen.

Wenn Sie den Klinischen Auftrag stornieren, bietet das System die zugehörigen Objekte aus dem Kontext optional zum Stornieren an. Das System markiert die Objekte zum Stornieren.

Weitere Objekte

Wenn Sie weitere Objekte (z. B. einen Fahrauftrag) stornieren, hat dies keinen Einfluss auf die übergeordneten Objekte (z. B. Leistung).

  • Weiter Objekte sind beispielsweise:

  • Fahraufträge

  • Zeitmarken

  • Team zur Leistung (Operation)

  • Komplikationen

    Hinweis Hinweis

    Das Material zu einer Leistung stellt eine Besonderheit dar, da aus Materialien verrechenbare Materialleistungen (IS-H-Leistungen) erzeugt werden können. Material und Materialleistung sind der Leistung zugeordnet.

    Wenn Sie eine Leistung stornieren, storniert das System die zugeordneten Materialleistungen automatisch mit, auch wenn die Materialien (optional) nicht mitstorniert werden.

    Ende des Hinweises