ObjektdokumentationOP-Anforderung

 

Die OP-Anforderung entspricht einer herkömmlichen Anforderung.

Siehe Anforderung anlegen/ändern (Übersichtslisten)

Die OP-Anforderung bietet jedoch darüber hinaus die Möglichkeit zusätzliche Daten zu erfassen, die für Operationen benötigt werden.

Struktur

Die folgende Aufstellung enthält alle Abänderungen bzw. Erweiterungen, die Sie für eine OP-Anforderung benötigen könnten:

  • Priorität

    Eingabe der Priorität Ihrer OP-Anforderung. Wenn Sie dieses Feld leer lassen, wird die Priorität mit einem aus den Basisdaten ermittelten Wert vorbelegt. Dabei wird die höchste Priorität in die OP-Anforderung eingetragen, die in den Basisdaten zu den angeforderten Leistungen hinterlegt ist.

  • Indikation

    Im Feld Indikation kann auf eine Diagnose Bezug genommen werden, aufgrund derer die OP-Anforderung gestellt wird. Über die Wertehilfe können Sie hier auf alle Diagnosen zugreifen, die zum Patienten im System gespeichert sind. Sollte die OP-Indikation noch nicht erfasst sein, können Sie die Diagnosenerfassung über das Menü Anfang des Navigationspfads Med.Dokumentation Navigationsschritt Diagnosenübersicht Ende des Navigationspfadswählen. Die neu erfasste Diagnose ist danach in der Diagnosenauswahl verfügbar.

  • Diagnosen

    Nach Auswahl einer Diagnose werden Diagnosetext und die Lokalisation in die OP-Anforderung übernommen.

  • Leistungen

    Im Zuge der Eingabe der angeforderten Leistungen können Sie die Kurzbezeichnung, die Lokalisation und einen frei eingebbaren ergänzenden Text eintragen. Sie können unbegrenzt viele Leistungen in eine OP-Anforderung eintragen.

  • Lokalisation

    Zu jeder Leistung können Sie eine Lokalisation in Form eines Kürzels eingeben. Es stehen dieselben Lokalisationen wie bei der Erfassung von Diagnosen zur Verfügung. Sollten Ihnen diese Kürzel nicht ausreichen, können Sie die (zusätzliche) Angabe der Lokalisation in dem E rgänzenden Texterfassen.

    Hinweis Hinweis

    Das System prüft die bei den angeforderten Leistungen eingegebenen Lokalisationen nicht gegen die Lokalisation der OP-Indikation, da Sie mehrere Leistungen mit von der Indikation abweichender Lokalisation anfordern können.

    Ende des Hinweises
  • Wunschdatum, -uhrzeit

    Die Eingabe von Wunschdatum und -uhrzeit kann durch die zusätzliche Eingabe Interpretation genauer spezifiziert werden (ab angegebenem Zeitpunkt, bis zum angegebenen Zeitpunkt, vor, nach, usw.). Die zusätzliche Interpretation können Sie über die Wertehilfe auswählen.

    Sie können mit dem Ankreuzfeld Fix zum Wunschzeitpunkt angeben, dass der Termin für die Operation in der Planung nicht mehr verschoben werden darf.

  • Gewünschter OP-Saal

    Sie können in die OP-Anforderung bereits einen gewünschten OP-Saal (Behandlungsraum) eintragen, wenn für die angeforderte Operation aufgrund der organisatorischen oder technischen Gegebenheiten nur ein besonderer Raum in Frage kommt. Dieser Raum erscheint in der Planung, ist dort allerdings übersteuerbar.

    Es stehen Ihnen hier primär alle Räume zur Verfügung, die in den Basisdaten der erbringenden Organisationseinheit (OE) zugeordnet sind. Darüber hinaus finden Sie in der Wertehilfe alle Räume, die für eine übergreifende Belegung vorgesehen sind (z. B. Zentral-OP).

    Lassen Sie den gewünschten Raum leer, ermittelt das System den Raum aus dem Leistungsspektrum für die angeforderten Leistungen. Gilt laut Leistungsspektrum für alle angeforderten Leistungen derselbe Raumvorschlag, so wird dieser Raum in die OP-Anforderung übernommen (siehe auch Einrichten von OP-Sälen).

  • Voraussichtliche Dauer der Operation

    Sollte Ihnen zum Zeitpunkt der Anforderung bereits eine voraussichtliche OP-Dauer bekannt sein, so können Sie diese im Feld Dauer in Minuten eintragen. Dies macht dann Sinn, wenn der operierende Arzt die Anforderung selbst initiiert und bereits eine Aussage über die Dauer machen kann. Die bei der Anforderung eingegebene voraussichtliche Dauer wird bei der Planung angezeigt, ist dort aber übersteuerbar.

    Wenn Sie keine Dauer eintragen, versucht das System eine Dauer der Operation aus den Basisdaten der angeforderten Leistungen zu ermitteln. Die Dauer einer Operation ergibt sich aus Vorbereitungsdauer, Durchführungsdauer und Nachbereitungsdauer einer Operation. Da in dem OP-Plan Raumpläne erstellt werden, werden in der OP-Anforderung jene Dauern genommen, welche abhängig von der geforderten Leistung und dem entsprechenden Planobjekt definiert sind.

    Das System berechnet als Dauer die maximale Summe aller Operationen zu den angeforderten Leistungen und trägt diese in die OP-Anforderung ein.

  • Infektionsgrad

    Im Feld Infektionsgrad können Sie angeben, um welche der folgenden Operationen es sich handelt:

    • Septische

    • Aseptische

    • Infektiöse

    Für die Eingabe steht eine Auswahlhilfe zur Verfügung, deren Einträge Sie im Einführungsleitfaden erfassen können. Die Planungsliste zeigt den ausgewählten Infektionsgrad an.

    Wenn Sie keinen Infektionsgrad eintragen, versucht das System den Infektionsgrad aus den Basisdaten der angeforderten Leistungen zu ermitteln. Das System kopiert als Ergebnis den höchsten Infektionsgrad in die OP-Anforderung, der in den Basisdaten zu den angeforderten Leistungen eingetragen ist.

  • Anästhesist erforderlich

    Geben Sie hier an, ob für die Durchführung der Operation ein Anästhesist erforderlich ist. Auch dieses Feld kann vom System vorbelegt werden: Wird für die Durchführung einer angeforderten Leistung ein Anästhesist benötigt, wird dies in der OP-Anforderung eingetragen.

  • Einwilligung Patient

    Sie können in der OP-Anforderung markieren, wenn der Patient seine Einwilligung zur Operation bereits gegeben hat.

  • Freigabe Operateur

    Setzen Sie dieses Kennzeichen, wenn der Operateur die Operation bestätigt hat und die Prämedikation des Patienten beginnen kann.

  • Vollständig prämediziert

    Dieses Kennzeichen setzen Sie, wenn die Prämedikation des Patienten abgeschlossen ist.

    Hinweis Hinweis

    Die Kennzeichen Anästhesist erforderlich, Einwilligung Patient, Freigabe Operateur und Vollständig prämediziert können Sie auch nach dem Bestätigen der Anforderung im Datenbild Anforderung ändern oder im OP-Monitor erfassen bzw. ändern.

    Ende des Hinweises
  • Geplantes OP-Team

    Sie können das geplante OP-Team, soweit bekannt, bereits bei der OP-Anforderung eingeben. Die Eingabe erfolgt durch Erfassung der Aufgabe (z. B. Operateur, Anästhesist, Springer) und des Personenkürzels.

    Solange Sie mit der Eingabe des OP-Teams nicht begonnen haben, wird ein potentielle OP-Team aus den Basisdaten der angeforderten Leistungen vorbelegt. "Potentielles OP-Team" bedeutet dabei lediglich eine Liste von Aufgaben ohne konkrete Personenzuteilung.

    Nach Vorbelegung des potentiellen OP-Teams können Sie weitere Aufgaben und Personen manuell ergänzen sowie Aufgaben ändern oder aus dem Team löschen.

    • Aufgaben

      Für die Auswahl stehen alle Aufgaben zur Verfügung, die in den Basisdaten des Systems definiert sind.

    • Personen

      Sie können alle Mitarbeiter des Hauses sowie externe Ärzte eingeben. Es kann aus folgenden Gründen keine Auflistung von Personen angeboten werden:

      • Die eingegebenen Mitarbeiter können verschiedenen Organisationseinheiten (OEs) angehören (z. B. Anästhesie). In der Anforderung ist nur die erbringende OE bekannt.

      • Es sollen auch Personen eingetragen werden können, die keine Mitarbeiter, sondern nur Geschäftspartner sind (z. B. Gastarzt).

      • Um die Auswahl der Personen zu erleichtern, steht eine aufgabenbezogene Wertehilfe für die Personen zur Verfügung.

        Empfehlung Empfehlung

        Wir empfehlen, bereits bei der Anforderung den Aufgabenvorschlag in Verbindung mit der Funktion Vorbelegen einzusetzen, da das potentielle OP-Team (= Menge von Aufgaben) bei der Planung angezeigt wird und dort eine Hilfestellung bei der Einteilung der OP-Teams bedeutet.

        Ende der Empfehlung.
  • Lagerungsart

    Pro angeforderter Leistung kann eine Lagerungsart aus den Stammdaten der Leistung vorbelegt werden.

  • Kennzeichen Nüchtern

    Das System belegt das Nüchternkennzeichen aus den Basisdaten der angeforderten Leistung vor und speichert sie auch pro Leistung.