HintergrundVormerkung, Terminplanung und Wartelistenverwaltung - Konzept

 

Die Planung stellt Funktionen für die Terminplanung bzw. –verwaltung im folgenden Ablauf zur Verfügung:

  1. Aufnahmen und OPs/Behandlungen im Klinischen Auftrag vormerken bzw. beauftragen

    Hinweis Hinweis

    Sie können im Klinischen Auftrag auch Auftragspositionen ohne Leistungen erfassen. Die genaue Festlegung welche Leistungen der Patient erhalten soll kann damit auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

    Ende des Hinweises
  2. begleitende Untersuchungen, z. B. präoperative Abklärungen, planen und organisieren

  3. Wartelisten für Aufnahme bzw. OPs/Behandlungen führen und verwalten

  4. Weiterreichen der vorgemerkten Auftragsposition zwischen Leistungsstellen bzw. Fachabteilungen (durch Änderung Leistungsstelle/Fachabteilung in der vorgemerkten Auftragsposition)

  5. Abklären der vorgemerkten Auftragsposition an einer vorgelagerten Stelle und weiterreichen an die tatsächlich operierende/behandelnde Leistungsstelle

  6. Termine für Aufnahmen bzw. OPs/Behandlungen tagesgenau oder zeitgenau planen

  7. geplante Termine als Basis für die folgenden tatsächlichen Aufnahmen bzw. OPs/Behandlungen heranziehen.

Funktionsumfang

Vormerkung (vorgemerkte Auftragsposition im Klinischen Auftrag)

Die Vormerkung ermöglicht es, Patienten vor ihrer tatsächlichen Aufnahme für eine gewünschte Operation oder Behandlung bez. für eine stationäre Aufnahme im System zu planen.

Beispiel Beispiel

In einer Fachabteilung geht beispielsweise über das Internet oder über Telefon der konkrete Wunsch nach einem kurz- oder mittelfristigen Termin für eine ambulante oder stationäre Behandlung ein. (Längerfristige Terminwünsche würden Sie eher über die Warteliste verwalten). Für diese legt die Erfassungskraft einen Klinischen Auftrag mit vorgemerkten Auftragspositionen an.

Ende des Beispiels.

Eine Vormerkung für einen Patienten wird immer von einer veranlassenden Organisationseinheit (OE) oder einer administrativen Stelle (Call Center) erfasst und richtet sich immer an eine OE, für die der Patient vorgemerkt wird. Diese behandelnde OE kann mit der veranlassenden OE ident sein, in diesem Fall merkt eine OE einen Patienten für sich selbst vor.

Erfassen und verwalten Sie prospektive Patienten, die einen Termin für eine Behandlung oder Operation benötigen, im Klinischen Auftrag bzw. in einer Warteliste.

Wesentlich ist dabei, dass Sie eine vorgemerkte Auftragsposition in einem Klinischen Auftrag für einen Patienten ohne Erfassung eines Falles durchführen können. Außerdem können Sie einen Klinischen Auftrag mit vorläufigen Patientenstammdaten erfassen.

Dennoch können Sie in der vorgemerkten Auftragsposition eines Klinischen Auftrags die gewünschte Behandlung/Operation und die dafür erforderlichen Begleitinformationen im System ablegen.

Sie können einen voraussichtlichen Behandlungs- bzw. Operationstermin sowie das geplante Aufnahmedatum in den Auftragspositionen eines Klinischen Auftrags eingeben. Sind diese Informationen jedoch zum Zeitpunkt der Erfassung des Klinischen Auftrags noch nicht bekannt, erfassen Sie die Auftragsposition ohne Termin.

Hinweis Hinweis

Wenn Sie die Aufnahme und die Behandlung bzw. Operation in einem Klinischen Auftrag vormerken möchten, benötigen Sie zwei Auftragspositionen: eine Aufnahmeposition und eine Behandlungsposition.

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Wartelistenverwaltung

Die Wartelistenverwaltung ist eine Ausprägung des Klinischen Arbeitsplatzes. Als Ausgangspunkt für die tägliche Arbeit können Sie Benutzern oder Benutzergruppen voreingestellte Patientenlisten zur Verfügung stellen. Die für jede Ausprägung des Klinischen Arbeitsplatzes gültigen Informationen finden Sie unter Klinischer Arbeitsplatz.

Über benutzer- oder benutzergruppenbezogene Selektionen und Filter werden die gewünschten Daten aus dem vordefinierten Datenvorrat selektiert. Neben der Objektauswahl und Datenanzeige können Sie außerdem in einer personalisierten Patientenliste die ausführbaren Funktionen einschränken. (Die Berechtigung hierfür hat in der Regel nur die Systemadministration). Somit ist es möglich für einen einzelnen Benutzer oder eine Benutzergruppe nur die Funktionen, die sie wirklich benötigen und verwenden, zur Verfügung zu stellen.

Die Wartelistenverwaltung unterstützt das Verteilen von vorgemerkten Auftragspositionen (und dem zugehörigen Klinischen Auftrag) auf nachfolgende Bearbeitungskräfte, d. h. automatisches Dispatchen, Verteilen, Zuordnen und Weiterleiten. Sie können auf Gesundheitsänderungen beim Patienten flexibel reagieren (z. B. wenn aus der ursprünglich als ambulant vorgesehenen Behandlung ein stationärer Termin wird).

Während sich der Patient auf der Warteliste befindet, können Sie z. B. seine Abwesenheiten erfassen.

Hinweis Hinweis

Sie können sich eine Liste „Aufgenommene Patienten" erzeugen, diesen Patienten den entsprechenden Status geben und sie dadurch von der Warteliste entfernen.

Ein Patient könnte nach erfolgter Aufnahme wieder auf die Warteliste zurückgeführt werden, wenn es sich beispielsweise herausstellt, dass er doch nicht operiert werden kann.

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Terminplanung

Auf Basis der bislang geplanten Auslastung und verfügbarer Kapazitäten können Sie für vorgemerkte Auftragspositionen die OP-/Behandlungstermine bzw. den Aufnahmetermin festlegen.

Mit Planung eines stationären Aufnahmetermins bzw. eines Behandlungs-/Operationstermins verlassen die vorgemerkten Auftragspositionen den Status „Ohne Termin“. Die Patienten werden mit der jeweils gewünschten Behandlung/Operation auf den Arbeitsplätzen jener Organisationseinheiten angezeigt, für die sie vorgemerkt wurden (z. B. Klinischer Arbeitsplatz für Ambulanz/Leistungsstelle).

  • Tagesgenaue Planung auf Basis v. Kontingenten

    Mit dieser Funktion können Sie stationäre Aufnahmetermine bzw. OP/Behandlungstermine, auf Basis der Auslastung und einem durchschnittlich erfüllbaren Kontingent einer Organisationseinheit langfristig, aber tagesgenau planen. Im OP-Bereich führen Sie die Planung in dieser Phase auf Tagesbasis durch, d. h. Sie planen nur den voraussichtlichen Operationstag (Saal, Uhrzeit, Team werden erst bei der Erstellung des OP-Plans definiert).

  • Plantafel – zeitgenaue und tagesgenaue Planung

    Für Organisationseinheiten, welche ihre Behandlungstermine in einem Schritt uhrzeitgenau definieren, können Sie für diesen Vorgang die Funktion Plantafel einsetzen, mit der Sie uhrzeitgenaue Termine unter Berücksichtigung der bislang gebuchten Auslastung graphisch planen.

    Darüber hinaus können Sie in der Plantafel tagesgenaue Termine ohne Kontingent planen und anzeigen.

    Den Aufnahmetermin für die vorgemerkte Aufnahmeposition eines Klinischen Auftrags Vormerkungen können Sie uhrzeitgenau eingeben. Wenn Sie einen Aufnahmetermin über die Drucktaste Termin suchen (Termin suchen) planen, ruft das System auch bei der Einstellung Uhrzeitgenaue Planung die Tagesgenaue Planung auf. Das System unterstützt die Planung von Aufnahmeterminen auf der Basis von tagesgenauen Kontingenten.

Hinweis Hinweis

Mit der Vergabe eines Behandlungs- oder OP-Termins wird keine Bewegung, sondern ein Termin gespeichert.

Für jede Ressource, die für diesen Termin belegt wird (alle Organisationseinheiten und alle Räume, welche für die Erfassung von Terminen herangezogen werden), müssen Planobjekte angelegt werden.

Die Zuordnung von Leistungen zu einem Termin löst keinen Statuswechsel aus, d. h. die Leistungen behalten ihren aktuellen Status.

Ende des Hinweises
Behandlungskontexte

Erfordert die geplante Behandlung/Operation Voruntersuchungen, so können Sie diese bereits vor der tatsächlichen Aufnahme des Patienten beauftragen bzw. vormerken.

Sie erfassen solche Voruntersuchungen im Klinischen Auftrag über die im Auftragstyp definierten Behandlungskontexte (ohne Fallbezug).

Aufnahme

Die tatsächliche Aufnahme des Patienten erfassen Sie mit den Aufnahmetransaktionen aus dem SAP Patient Management (IS-H) für ambulante oder stationäre Aufnahmen.

Patienten mit vorgemerkten Aufnahmepositionen können Sie auch aus dem Stations- bzw. Ambulanz-/Leistungsstellenarbeitsplatz, aus dem Klinischen Auftrag oder aus dem OP-Plan aufnehmen.

Mit dem Erfassen der Aufnahme legen Sie den Fall an. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Möglichkeit, die vorgemerkten Maßnahmen und alle bislang erfassten Auftragspositionen mit dem Fall zu verknüpfen. Ist dies aufgrund der Organisationsform nicht möglich, können Sie die vorgemerkten Auftragspositionen mit ihren Leistungen und fallfrei beauftragte/angeforderte Untersuchungen dem Fall auch durch die Funktionsstellen im Zuge der Leistungsdokumentation zuordnen.

Die Leistungsdokumentation der beauftragten/angeforderten Voruntersuchungen und der vorgemerkten Behandlung/Operation sowie die Klinische Dokumentation (z. B. OP-Dokumentation, Befundschreibung) führen Sie mit den bekannten Standardfunktionen des SAP Klinischen Systems (i.s.h.med) durch.

Hinweis Hinweis

Wird die erste Leistung eines Termins erbracht oder freigegeben, so insertiert das System eine Bewegung mit dem Status Ist und verknüpft die erbrachte bzw. freigegebene Leistung mit der Bewegung. Für den Benutzer ist mit dieser Aktion kein weiterer Dialogschritt verbunden. Alle für die Bewegung erforderlichen Daten werden aus dem Termin, den Eingaben beim Erbringen/Freigeben der Leistungen und aus dem Customizing gezogen. Der Termin wird ebenfalls mit der Bewegung verknüpft und ist ab diesem Moment nicht mehr planbar. Weitere Leistungen, die zu diesem Termin geplant waren, können Sie mit Ausnahme von Operationen umplanen und einem neuem Termin zuordnen.

Ende des Hinweises