FunktionsdokumentationVerwaltung von Verordnungsvorlagen

 

Sie können Vorlagengruppen mit einer oder mehreren Verordnungsvorlagen erstellen bzw. bearbeiten. Beachten Sie, dass die Vorlagengruppe eine einrichtungsweit eindeutige Bezeichnung haben muss.

Hinweis Hinweis

Verordnungsvorlagen ermöglichen es Ihnen für immer wiederkehrende Therapieanforderungen schnell und mit wenigen Eingaben Verordnungen zu erstellen.

Ende des Hinweises

In Verordnungsvorlagen können Sie auch Sonderanforderungen verwenden, d.h. Arzneimittel, die nicht auf der Hausliste stehen.

Beispiel Beispiel

Chemotherapie-Arzneimittel sind nicht auf der Hausliste, da sie nicht zu den “routinemäßig verfügbaren” Arzneimitteln gehören. Dennoch sollen Verordnungsvorlagen zur Abbildung von Chemotherapieschemata verwendet werden können, die dann natürlich auch die Sonderanforderungen eingereiht in den Therapieplan enthalten müssen.

Ende des Beispiels.

Wenn Sie eine Verordnungsvorlage erstellen, legen Sie dabei eine Arzneimittelverordnung (Verordnung) ohne patienten- und bewegungsbezogene Daten an. Diese vorausgefüllte Verordnung dient als Vorlage beim Anlegen von Verordnungen für Patienten.

Wenn Sie später eine Vorlagengruppe wählen, um Verordnungen anzulegen, werden alle Verordnungsvorlagen dieser Vorlagengruppe für die Anlage patientenbezogener Verordnungen verwendet.

Sie können Verordnungsvorlagen auch aus einer oder mehreren bereits im System erfassten Verordnungen erstellen. Das System kopiert die Daten der Verordnung in eine neue Verordnungsvorlagengruppe mit entsprechenden Verordnungsvorlagen, allerdings ohne patienten- und bewegungsbezogene Daten zu übernehmen. Sie können die Daten, die aus der Verordnung übernommen werden im Verordnungsdialog ändern.

Hinweis Hinweis

Die Funktion zum Anlegen von Verordnungsvorlagen aus bestehenden Arzneimittelverordnungen steht Ihnen in Sichten des Sichttyps Arzneimittelverordnungen im Klinischen Arbeitsplatz zur Verfügung.

Darüber hinaus steht Ihnen die Funktion Übernahme in Vorlage auch im Verordnungsdialog und in der Verordnungsbearbeitung des Dokumentationsarbeitsplatzes zur Verfügung. Mit dieser Funktion wird eine erfasste Verordnung als neue Vorlage in eine neu anzulegende Vorlagengruppe übernommen. Die Funktion öffnet die Vorlagengruppen-Pflege, ermöglicht dort die Bearbeitung der aus der Verordnung erzeugten Vorlagen und gelangt nach Bearbeitung wieder zurück in den Verordnungsdialog bzw. den Dokumentationsarbeitsplatz.

Ende des Hinweises

Folgende Transaktionen stehen Ihnen im Rahmen der Verordnungsvorlagen und Vorlagengruppen zur Verfügung:

  • Transaktion N1ME_TMPL: Sie gelangen ausgehend vom SAP Easy Access unter Anfang des Navigationspfads  Klinisches System Navigationsschritt Klinische Basisdaten Navigationsschritt Medikation Navigationsschritt Verordnungsvorlagen Navigationsschritt N1ME_TMPL- Vorlagen verwalten Ende des Navigationspfadsin den Verordnungsvorlagendialog zum Anlegen oder Bearbeiten von Verordnungsvorlagen einer Verordnungsvorlagengruppe.

  • Transaktion N1ME_TMPA: Sie können ausgehend vom SAP Easy Access unter Anfang des Navigationspfads Klinisches System Navigationsschritt Klinische Basisdaten Navigationsschritt Medikation Navigationsschritt Verordnungsvorlagen Navigationsschritt N1ME_TMPA - Vorlagenzuordnung verwalten Ende des Navigationspfads die organisatorischen Zuordnungen zu Verordnungsvorlagengruppen verwalten. Dabei stehen Ihnen die Zuordnungsmöglichkeiten zu Organisationseinheiten (OE) und zu Benutzern zur Verfügung.

    Darüber hinaus können Sie in den benutzerspezifischen Voreinstellungen auf der Registerkarte Zuordnung das Kennzeichen automatische Benutzerzuordnung für neue Gruppe setzen, wodurch das System eine neue Verordnungsvorlagengruppe automatisch dem anlegenden Benutzer zuordnet.

Funktionsumfang

Folgende Registerkarten stehen für die Verwaltung der Verordnungsvorlagen zur Verfügung:

  • Registerkarte Gleitende Dosierung

    Sie können in den Verordnungsvorlagen auch die gleitende Dosierung verwenden. Damit können Sie generell gültige Behandlungsfolgen, die eine gleitende Dosierung erfordern, auch als Verordnungsvorlagen zur Verfügung stellen. Siehe Gleitende Dosierung

  • Registerkarte Vorlagengruppe

    Auf dieser Registerkarte erfassen bzw. bearbeiten Sie Informationen, die zur Vorlagengruppe gehören. Diese Registerkarte zeigt für alle Vorlagen einer Gruppe die gleichen Daten.

    • Hier festgelegte Einschränkungen gelten für die gesamte Gruppe (z. B. Einschränkungen nach Geschlecht bzw. nach Alter).

    • Sie können das Verhalten der Vorlagengruppe bestimmen. Sie können somit festlegen, ob die Vorlagengruppe immer nur insgesamt verordnet werden kann oder lediglich einzelne Vorlagen der Gruppe verordnet werden können, oder ob es möglich sein soll, die Vorlagengruppe insgesamt und wahlweise einzelne ihrer Vorlagen zu verordnen.

    • Sie können festlegen, ob automatisch beim Verordnen mehrerer Vorlagen einer Gruppe eine offene Verbindung gesetzt werden soll. Diesen Verbindungstyp können Sie kundenspezifisch auswerten.

  • Registerkarte Gruppenzuordnungen

    Auf dieser Registerkarte können Sie klinische Zuordnungen für Indikationen, Diagnosen und Problemen zu Verordnungsvorlagengruppen pflegen. Diese Zuordnungen gelten für die gesamte Vorlagengruppe.

  • Registerkarte Vorlagedaten

    Auf dieser Registerkarte können Sie für jede Verordnungsvorlage der Vorlagengruppe eine eigene Bezeichnung vergeben.

  • Registerkarte Inhaltsstoffe

    Diese Registerkarte steht Ihnen bei zusammengesetzten Arzneimitteln bzw. Standard-Infusionen, Standard-Ernährungslösungen und Standard-Mixturen zur Verfügung. Hier können Sie die genaue Rezeptur des zusammengesetzten Arzneimittels definieren.

  • Registerkarte Flussraten

    Diese Registerkarte steht Ihnen bei Infusionen und Ernährungslösungen zur Verfügung. Hier können Sie für jede Verordnungsvorlage der Vorlagengruppe die Flussratenfolge für spätere Verordnungen definieren.

  • Besonderheiten in der komprimierten Sicht des Vorlagengruppendialoges

    In der komprimierten Sicht des Verordnungsvorlagendialoges geben Sie die maßgeblichen Informationen zu den einzelnen Vorlagen der Vorlagengruppe ein.

    Hinweis Hinweis

    Hier steht Ihnen für Verordnungsvorlagen auch der Dosiskalkulator zur Verfügung, jedoch ohne patientenbezogene Daten. Die genaue Dosierung kann das System aber erst zum Zeitpunkt der Erstellung der Verordnung berechnen, wenn Sie patientenbezogene Daten in der eigentlichen Verordnung ergänzt haben. Siehe Dosis für Verordnungsvorlagen kalkulieren

    In den Feldern Verabreichung, Mitgabe und Rezeptdruck definieren Sie, für welche Verwendungszwecke die Verordnungsvorlage verwendet werden kann.

    Im Feld Verwendungszweck können Sie den vorzubelegenden Verwendungszweck der Verordnungsvorlage bestimmen, wenn die Vorlage für mehrere Verwendungszwecke zugelassen ist und sich die Verordnungsvorlage in der Arzneimittelsuche qualifiziert, obwohl keiner der Verordnungszwecke der Vorlage dem gesuchten Verordnungszweck entspricht.

    Ende des Hinweises

    Hinweis Hinweis

    Beachten Sie, dass der Verwendungszweck der Verordnungsvorlage mit dem Kennzeichen für die Verabreichung oder für Mitgabe bzw. Rezeptdruck übereinstimmen muss. D. h. der Verwendungszweck Verabreichung gehört zum Kennzeichen für Verabreichung, zum Kennzeichen für Mitgabe bzw. Rezeptdruck gehört der Verwendungszweck Mitgabe oder Rezeptdruck.

    Wenn Sie als Zyklus einer Verordnungsvorlage einen Tageszyklus verwenden, können sie im Dosisfeld der Vorlage Dosierungen mit und ohne Zeitangabe in den nachfolgenden Klammern definieren (z. B. 1 ( ) - 0 ( ) - 1 (23:00)).

    Ende des Hinweises

    Hinweis Hinweis

    Beachten Sie, dass das System die nicht definierten Zeitangaben einer Verordnungsvorlage bei der Umsetzung in eine Verordnung mit den im System eingerichteten OE-Zeiten für Medikationsrunden ersetzt.

    Sie können in der komprimierten Verordnungsvorlagenzeile in den Feldern Verzögerung Start und Einheit Zeitversetzung eine Zeitverzögerung angeben. Damit können Sie Verordnungsvorlagengruppen anlegen, deren Verordnungsvorlagen in einem von Ihnen definierten Zeitabstand relativ zueinander beginnen.

    Wenn Sie Verordnungsvorlagen aus dieser Gruppe gemeinsam verordnen, belegt das System den Startzeitpunkt der Verordnungsvorlage, welche die geringsten Zeitverzögerung hat, mit dem Systemdatum und der Systemzeit (abhängig von den entsprechenden organisationseinheitenspezifischen bzw. benutzerspezifischen Einstellungen) vor. Alle anderen Verordnungsvorlagen erhalten einen der relativen Zeitversetzung entsprechend späteren Startzeitpunkt.

    Ende des Hinweises

    Hinweis Hinweis

    Wenn Sie das Kennzeichen Fixe Zeitversetzung bei der Verordnungsvorlagengruppe gesetzt haben, passt das System beim Verschieben einer Verordnung der Vorlagengruppe auch die Zeiten der anderen übernommenen Vorlagen dieser Gruppe entsprechend an. Beachten Sie, dass dieses Verhalten nur gilt, solange die Verordnungen noch nicht gespeichert wurden.

    Ende des Hinweises