Auf Organisationseinheit zuzubereitende Mixturen verabreichen
Sie können mit der Funktion Arzneimittel verabreichen
die Verabreichung bzw. Mitgabe von der auf der Organisationseinheit (OE) zuzubereitenden exakt dosierbaren Mixturen dokumentieren.
Die Dokumentation der Zubereitung und Verabreichung/Mitgabe erfolgt jeweils nur für ein Ereignis, d. h. nur wenn die Mixtur pro Einzeldosis verordnet wurde.
Siehe Zubereitung von Arzneimitteln
Hinweis
Wenn die Mixtur pro Gesamtverordnung verordnet wurde oder nicht exakt dosierbar ist, erfolgt die Dokumentation wie für bereits zubereitete Mixturen.
Siehe Standardarzneimittel und vorgefertigte Mixturen verabreichen
Beachten Sie folgende Regeln für zuzubereitende Mixturen (zuzubereiten auf der OE oder in der Apotheke):
Sie können Ereignisse dieser Verordnung verabreichen, sobald mindestens ein Ereignis dieser Verordnung zubereitet wurde.
Das System prüft die Menge der Zubereitung bei Verabreichung dieses Ereignisses nicht.
Das System belegt als Zubereitungsmenge eines Ereignisses die Gesamtmenge der Verordnung vor.
Markieren Sie ein oder mehrere Ereignisse eines oder unterschiedlicher Patienten in einer Sicht des Sichttyps Arzneimittelereignisse/stationäre Pflegeleistungen im Klinischen Arbeitsplatz und
wählen Sie
(Arzneimittel verabreichen
).
Sie gelangen in das Dialogfenster Arznei Administration
.
Wenn Sie mehrere Ereignisse unterschiedlicher Patienten aufrufen, zeigt das System im Titel des Dialogfensters den Patientennamen des jeweils geöffneten Ereignisses an. Wenn Sie ein Ereignis eines anderen Patienten öffnen, ändert das System auch den Titel des Dialogfensters.
Das System zeigt die Ereignisse in der Ereignistabelle an.
Wählen Sie
(Detail
) in der Zeile des Ereignisses in der Ereignistabelle,
um dieses Ereignis im Dokumentationsbildbereich für die Verabreichung/Mitgabe zu öffnen.
Geben Sie auf der Registerkarten eMAR
die erforderlichen Daten ein.
Auf der Registerkarte eMAR
dokumentieren Sie die Verabreichung/Mitgabe.
Das System zeigt die Bestandteile der Mixtur. Abhängig davon, ob die Mixtur änderbar ist (lt. Arzneimittelkategorie) können Sie die Bestandteile der Mixtur ändern.
Das System belegt den Zeitpunkt der Verabreichung mit dem Wert des Systemparameters N1ADTM
vor. Beachten Sie, dass bei Ereignissen deren Planzeitpunkt für die Verabreichung in der Zukunft liegt, unabhängig vom gesetzten Parameterwert immer der Systemzeitpunkt
vorbelegt wird.
Folgende Felder stehen Ihnen nun auf dieser Registerkarte zur Verfügung:
Kennzeichen Nicht verabreicht
Wenn Sie das Arzneimittel nicht verabreichen können, weil der Patient beispielsweise nicht anwesend ist, können Sie auf dieser Registerkarte das Kennzeichen Nicht verabreicht
setzen.
Das System setzt dabei die Verabreichungsmenge auf Null. Sie müssen in diesem Fall eine ev. erforderliche Eingabe eines Zeugen bzw. die Bestätigung der Prüfbedingung nicht mehr vornehmen.
Beachten Sie, dass bei nicht exakt dosierbaren Arzneimitteln (z. B. Mixturen) die Verabreichungsmenge generell Null ist und daher das Kennzeichen Nicht verabreicht
bei diesen Arzneimitteln nicht eingabebereit ist.
Grund für Dosisabweichung
Sie können Abweichungen von der geplanten Verabreichung/Mitgabe z. B. eine Mengenabweichung bei der Verabreichung festlegen.
Grund für Zeitabweichung
Sie können Abweichungen von der geplanten Verabreichung/Mitgabe z. B. eine Zeitabweichung (bei zeitkritischen Arzneimitteln) bei der Verabreichung festlegen.
Ausschuss
Bei Standardarzneimitteln bzw. vorgefertigten oder bereits zubereiteten Mixturen, können Sie auch den Ausschuss dokumentieren. Ausschuss ist die Menge oder Dosis, die dem Patienten nicht verabreicht oder mitgegeben werden konnte, weil der Patient z. B. die Einnahme verweigert bzw. das Arzneimittel erbrochen hat.
Hinweis
Wenn der Ausschuss nicht durch den Patienten entsteht, sondern z. B. dadurch, dass das Arzneimittel zu Boden fällt und somit nicht mehr verabreicht werden kann (weil es beispielsweise zerbricht), müssen Sie den Ausschuss in der Funktion Ausschussbuchung Stationslager
erfassen.
Wählen Sie dazu ausgehend vom SAP Easy Access unter (Transaktion N1MEFLS
).
Zusätzlich können Sie ein Dokument zum Ereignis anlegen. Wählen Sie
(Dokument anlegen
).
Folgende neue Felder stehen Ihnen zur Verfügung:
Lokalisation
Sie können festlegen, welcher Körperstelle das Arzneimittel verabreicht wird.
Plandauer
Istdauer
Beachten Sie, dass die Felder Plandauer
und Istdauer
nur zur Verfügung stehen, wenn aufgrund der Arzneimittelkategorie (Infusionen und Ernährungslösungen) oder
der pharmazeutischen Form (Kennzeichen Dauer
gesetzt) eine Dauer in der Verordnung eingetragen wird.
Beachten Sie, dass eine Änderung des Arzneimittels über den Verabreichungsdialog möglich ist, wenn Sie über die entsprechende Berechtigung verfügen.
Hinweis
Für zusammengesetzte Arzneimittel zeigt das System auf der Registerkarte Inhaltsstoffe
die Bestandteile des Arzneimittels dieses Ereignisses an.
Geben Sie den verantwortlichen Mitarbeiter und wenn erforderlich einen Zeugen für die Verabreichung/Mitgabe ein.
Wählen Sie
(Alles prüfen
), um die Dokumentation der Verabreichung/Mitgabe der Ereignisse zu prüfen.
Wählen Sie
(Sichern
), um die Ereignisse im aktuellen Status zu sichern.
Das System führt keine Änderung des Status der Ereignisse auf “Verabreicht” durch.
Wählen Sie
(Status für alle Ereignisse setzen
), um den Status für alle Ereignisse der Ereignistabelle umzusetzen.
Siehe Ereignisstatus ändern
Wählen Sie
(Setzt den Status auf Verabreicht
), um alle Ereignisse der Ereignistabelle zu verabreichen.
Das System setzt den internen Status
der Ereignisse auf Verabreicht und durchläuft bestimmte Prüfungen wie beispielsweise die Prüfung des Kennzeichens Zeuge fehlt
in der Ereignistabelle.
Hinweis
Dieses Feld können Sie dann bei der Verabreichung/Mitgabe setzen, wenn z. B. für eine spezielle Arzneimittelverabreichung bzw. -mitgabe der Zeuge fehlt, dieses Arzneimittel jedoch trotzdem zusammen mit allen anderen Arzneimitteln verabreicht werden soll. Für dieses spezielle Ereignis setzt
das System den kundenspezifische Status Zeuge fehlt, der im Systemparameter N1MESTPW
definiert wurde.
Siehe Systemparameter für die Medikation.