Dokumentation zur VorgehensweiseInfusion/Ernährungslösung verabreichen

 

Sie können mit der Funktion Arzneimittel verabreichen die Verabreichung von Infusionen oder Ernährungslösungen dokumentieren.

Vorgehensweise

  1. Markieren Sie ein oder mehrere Ereignisse eines oder unterschiedlicher Patienten in einer Sicht des Sichttyps Arzneimittelereignisse/stationäre Pflegeleistungen im Klinischen Arbeitsplatz und wählen Sie Arzneimittel verabreichen (Arzneimittel verabreichen).

    Sie gelangen in das Dialogfenster Arznei Administration.

    Wenn Sie mehrere Ereignisse unterschiedlicher Patienten aufrufen, zeigt das System im Titel des Dialogfensters den Patientennamen des jeweils geöffneten Ereignisses an. Wenn Sie ein Ereignis eines anderen Patienten öffnen, ändert das System auch den Titel des Dialogfensters.

    Hinweis Hinweis

    Bei einem Ereignis, das für Bedarfsmedikation einer intermittierenden Infusion oder Ernährungslösung generiert wurde (Kennzeichen Bedarfsmedikation in der Verordnung), prüft das System, ob die Tagesdosis des Bedarfsmedikation-Hauptereignisses bereits verabreicht wurde. Wenn die Tagesdosis erreicht bzw. bereits überschritten wurde, zeigt das System ein Dialogfenster mit dem Hinweis, dass die Tagesdosis bereits erreicht oder überschritten wurde. Sie können entscheiden, ob Sie trotzdem eine weitere Dosis verabreichen wollen.

    Wenn Sie eine weitere Dosis verabreichen wollen, müssen Sie auf der Registerkarte Abweichungen im Verabreichungsdialog einen Grund für die Dosisabweichung eingeben.

    Ende des Hinweises
  2. Das System zeigt die Ereignisse in der Ereignistabelle an.

    Wählen Sie Detail (Detail) in der Zeile des Ereignisses in der Ereignistabelle, um dieses Ereignis im Dokumentationsbildbereich für die Verabreichung zu öffnen.

  3. Geben Sie auf der Registerkarte eMAR , Bestandteile und Änderungen Flussrate die erforderlichen Daten ein.

    • Auf der Registerkarte eMAR dokumentieren Sie die Verabreichung.

      Das System belegt den Zeitpunkt der Verabreichung mit dem Wert des Systemparameters N1ADTM vor.

      Folgende Felder stehen Ihnen nun auf dieser Registerkarte zur Verfügung:

      • Kennzeichen Nicht verabreicht

        Wenn Sie das Arzneimittel nicht verabreichen können, weil der Patient beispielsweise nicht anwesend ist, können Sie auf dieser Registerkarte das Kennzeichen Nicht verabreicht setzen. Das System setzt dabei die Verabreichungsmenge auf Null. Sie müssen in diesem Fall eine ev. erforderliche Eingabe eines Zeugen bzw. die Bestätigung der Prüfbedingung nicht mehr vornehmen.

      • Grund für Dosisabweichung

        Sie können Abweichungen von der geplanten Verabreichung/Mitgabe z. B. eine Mengenabweichung bei der Verabreichung festlegen.

      • Grund für Zeitabweichung

        Sie können Abweichungen von der geplanten Verabreichung/Mitgabe z. B. eine Zeitabweichung (bei zeitkritischen Arzneimitteln) bei der Verabreichung festlegen.

      Folgende Felder stehen Ihnen zur Verfügung:

      • Lokalisation

        Sie können festlegen, welcher Körperstelle das Arzneimittel verabreicht wird.

      • Plandauer

      • Istdauer

        Beachten Sie, dass die Felder Plandauer und Istdauer nur zur Verfügung stehen, wenn aufgrund der Arzneimittelkategorie (Infusionen und Ernährungslösungen) oder der pharmazeutischen Form (Kennzeichen Dauer gesetzt) eine Dauer in der Verordnung eingetragen wird.

      Beachten Sie, dass eine Änderung des Arzneimittels über den Verarbreichungsdialog möglich ist, wenn Sie über die entsprechende Berechtigung verfügen.

      Hinweis Hinweis

      Für zusammengesetzte Arzneimittel zeigt das System auf der Registerkarte Inhaltsstoffe die Bestandteile des Arzneimittels dieses Ereignisses an.

      Ende des Hinweises
    • Auf der Registerkarte Bestandteile können Sie den Ausschuss dokumentieren. Ausschuss ist die Menge oder Dosis, die zwar auf Station geliefert, dem Patienten jedoch nicht verabreicht oder mitgegeben wurde.

      Hinweis Hinweis

      Wenn ein Ausschuss ohne Bezug auf einen Patienten verbucht werden soll (z. B. bei abgelaufenen oder beschädigten Arzneimittel), müssen Sie den Ausschuss in der Funktion Ausschussbuchung Stationslager erfassen. Wählen Sie dazu ausgehend vom SAP Easy Access unter Anfang des Navigationspfads Klinisches System Navigationsschritt Medikation Navigationsschritt Arzneimittelentnahme Navigationsschritt Ausschussbuchung Stationslager Ende des Navigationspfads (Transaktion N1MEFLS).

      Ende des Hinweises

      Zusätzlich können Sie ein Dokument zum Ereignis anlegen. Wählen Sie Dokument anlegen (Dokument anlegen).

    • Auf der Registerkarte Änderungen Flussrate können Sie eine bereits aus der Verordnung übernommene Flussrate ändern und für die Dokumentation der Verabreichung verwenden oder eine neue Flussrate anlegen.

  4. Geben Sie den verantwortlichen Mitarbeiter und wenn erforderlich einen Zeugen für die Verabreichung/Mitgabe ein.

  5. Wählen Sie Alles prüfen (Alles prüfen), um die Dokumentation der Verabreichung/Mitgabe der Ereignisse zu prüfen.

  6. Wählen Sie Sichern (Sichern), um die Ereignisse im aktuellen Status zu sichern.

    Das System führt keine Änderung des Status der Ereignisse auf “Verabreich”t durch.

  7. Wählen Sie Status für alle Ereignisse setzen (Status für alle Ereignisse setzen), um den Status für alle Ereignisse der Ereignistabelle umzusetzen.

    Siehe Ereignisstatus ändern.

  8. Wählen Sie Setzt den Status auf Verabreicht (Setzt den Status auf Verabreicht), um alle Ereignisse der Ereignistabelle zu verabreichen.

    Das System setzt den internen Status der Ereignisse auf Verabreicht und durchläuft bestimmte Prüfungen wie beispielsweise die Prüfung des Kennzeichens Zeuge fehlt in der Ereignistabelle.

    Hinweis Hinweis

    Dieses Feld können Sie dann bei der Verabreichung/Mitgabe setzen, wenn z. B. für eine spezielle Arzneimittelverabreichung bzw. -mitgabe der Zeuge fehlt, dieses Arzneimittel jedoch trotzdem zusammen mit allen anderen Arzneimitteln verabreicht werden soll. Für dieses spezielle Ereignis setzt das System den kundenspezifische Status Zeuge fehlt, der im Systemparameter N1MESTPW definiert wurde.

    Siehe Systemparameter für die Medikation.

    Ende des Hinweises

    Hinweis Hinweis

    Beachten Sie, dass das System verabreichte Arzneimittelereignisse von Infusionen oder Ernährungslösungen, die nicht explizit als „abgehängt“ dokumentiert worden sind und deren errechneter Endezeitpunkt nicht mehr als zwölf Stunden in der Vergangenheit liegt, als Verabreichung „begonnen“ in der Kurve anzeigt.

    Ende des Hinweises