Beispiel: Indirekte Anteilserhöhung

Das gezeigte Beispiel basiert auf den Meldedaten des zweiten Szenarios aus dem Ausgangsbeispiel zu den Vorgängen . Die ausgehend von diesen Meldedaten von der Kapitalkonsolidierung in Periode 3 erzeugten Buchungen finden Sie im Abschnitt Beispiel: Szenario für indirekte Vorgänge .

In Periode 6 meldet die Konsolidierungseinheit A einen sukzessiven Erwerb der Beteiligungseinheit U um weitere 50%. Der Kreisanteil von U erhöht sich damit von 37,5% auf 75%.

Durch den sukzessiven Erwerb an U nimmt aber auch der Kreisanteil der untergeordneten Beteiligungseinheit V von 30% auf 60% zu. Daher leitet das System für V eine indirekte Anteilserhöhung ab.

Die folgenden Belege werden vom System für die Beteiligungseinheit V in Periode 6 gebucht.

Vollkonsolidierung mit direkten Anteilen
Indirekte Anteilserhöhung

In Periode 3 hatte der Vorgang Folgekonsolidierung Minderheiten am Kapital ausgewiesen. Diese passt das System nun an den neuen Kreisanteil von V an (Zeilen 1 und 2). Der Abnahme der Minderheiten am Kapital entspricht eine Erhöhung des Konzernkapitals, was sich in Buchungen auf dem statistischen Kapital widerspiegelt (Zeilen 3 und 4). Universelles statistisches Kapital aus Equity-Konsolidierung bucht das System auch auf der direkten Obereinheit U (Zeilen 6 und 7).

Der Vorgang Goodwill-Abschreibung hatte in Periode 3 ebenfalls Minderheiten ausgewiesen, hier jedoch auf Grundlage des Kreisanteils der direkten Obereinheit U. Hier findet ebenfalls eine Anpassung statt (Zeile 8). Durch die Gegenbuchung zur Minderheitenanpassung der Goodwill-Abschreibung entsteht ein statistischer Goodwill (Zeile 9).

In Höhe des Saldos der Minderheitenanpassung entsteht ein neuer (hier negativer) Goodwill. Dieser indirekte Goodwill wird gebucht auf der ursprünglichen Obereinheit A, die den sukzessiven Erwerb und damit die indirekte Anteilserhöhung auslöst (Zeile 11). Als Partnereinheit führt der indirekte Goodwill nicht die Beteiligungseinheit V der indirekten Anteilserhöhung, sondern die Beteiligungseinheit U des direkten sukzessiven Erwerbs.

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

1

V

Min. Bilanzgewinn

40

2

V

Min. WUD

40

3

V

A

Stat. Bilanzgewinn

40-

4

V

A

Stat. WUD

40-

5

V

Stat. Gegenposition

80

6

U

A

Stat. Bilanzgewinn

40-

7

U

A

Stat. WUD

40-

8

U

Min. Bilanzgewinn

20-

9

U

A

Stat. Goodwill

20

10

U

Stat. Gegenposition

60

11

A

U

Neg. Goodwill

60-

Goodwill-Abschreibung (des indirekten Goodwill)

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

1

A

U

Neg. Goodwill-Zuschreibung

12

2

A

Zuschreibung GuV (GuV)

12-

3

A

Min. Bilanzgewinn

3-

4

A

Min. GuV (GuV)

3

5

A

Stat. JÜ

12-

6

A

Stat. JÜ Gegenposition

12

7

A

Min. Stat. JÜ

3-

8

A

Min. Stat. JÜ Gegenposition

3

9

A

Korr. Stat. JÜ Goodwill-Abschreibung

12-

10

A

Min. Korr. Stat. JÜ Goodwill-Abschreibung

3-

11

A

Stat. Gegenposition

15

12

A

Bilanzgewinn

9-

13

A

Ergebniseffekt (GuV)

9

Goodwill-Abschreibung (des in der Erstkonsolidierung entstandenen direkten Goodwill)

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

1

U

V

Goodwill-Abschreibung

40-

2

U

Abschreibung GuV (GuV)

40

3

U

Min. Bilanzgewinn

10

4

U

Min. GuV (GuV)

10-

5

U

Stat. JÜ

40

6

U

Stat. JÜ Gegenposition

40-

7

U

Min. Stat. JÜ

10

8

U

Min. Stat. JÜ Gegenposition

10-

9

U

Korr. Stat. JÜ Goodwill-Abschreibung

40

10

U

Min. Korr. Stat. JÜ Goodwill-Abschreibung

10

11

U

Stat. Gegenposition

50-

12

U

Bilanzgewinn

30

13

U

Ergebniseffekt (GuV)

30-

Vollkonsolidierung mit Kreisanteilen
Indirekte Anteilserhöhung

Sämtliche Berechnungen in Periode 3 sind auf Grundlage von Kreisanteilen erfolgt. Daher passt das System nun sowohl Minderheiten an Beteiligung (Zeile 1) und Kapital (Zeilen 2-4) als auch das statistische Kapital (Zeilen 5-7) und den Goodwill-AHK-Wert (Zeile 12) an die erhöhten Kreisanteile an. Die Folgekonsolidierungseffekte aus Equity-Konsolidierung führen ebenfalls zu universellen statistischen Kapitalbuchungen (Zeilen 9 und 10).

In Höhe des verbleibenden Saldos entsteht ein indirekter negativer Goodwill (Zeile 13).

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

1

V

Min. Beteiligung

375-

2

V

Min. Stammkapital

300

3

V

Min. Bilanzgewinn

30

4

V

Min. WUD

30

5

V

U

Stat. Stammkapital

300-

6

V

A

Stat. Bilanzgewinn

30-

7

V

A

Stat. WUD

30-

8

V

Stat. Gegenposition

360

9

U

A

Stat. Bilanzgewinn

30-

10

U

A

Stat. WUD

30-

11

U

Stat. Gegenposition

60

12

U

V

Goodwill

75

13

A

U

Neg. Goodwill

60-

Goodwill-Abschreibung (des indirekten Goodwill und der Goodwill-Anpassung)

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

1

A

U

Neg. Goodwill-Zuschreibung

12

2

U

V

Goodwill-Abschreibung

15-

3

A

Zuschreibung GuV (GuV)

12-

4

U

Abschreibung GuV (GuV)

15

5

A

Stat. JÜ

12-

6

U

Stat. JÜ

15

7

A

Stat. JÜ Gegenposition

12

8

U

Stat. JÜ Gegenposition

15-

9

A

Korr. Stat. JÜ Goodwill-Abschreibung

12-

10

U

Korr. Stat. JÜ Goodwill-Abschreibung

15

11

A

Stat. Gegenposition

12

12

U

Stat. Gegenposition

15-

13

A

Bilanzgewinn

12-

14

U

Bilanzgewinn

15

15

A

Ergebniseffekt (GuV)

12

16

U

Ergebniseffekt (GuV)

15-

Goodwill-Abschreibung (des in der Erstkonsolidierung entstandenen direkten Goodwill)

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

1

U

V

Goodwill-Abschreibung

15-

2

U

Abschreibung GuV (GuV)

15

3

U

Stat. JÜ

15

4

U

Stat. JÜ Gegenposition

15-

5

U

Korr. Stat. JÜ Goodwill-Abschreibung

15

6

U

Stat. Gegenposition

15-

7

U

Bilanzgewinn

15

8

U

Ergebniseffekt (GuV)

15-

Equity-Konsolidierung mit direkten Anteilen
Indirekte Anteilserhöhung

In Periode 3 hatte der Vorgang Folgekonsolidierung Minderheiten an der Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts ausgewiesen. Diese passt das System nun an den neuen Kreisanteil der direkten Obereinheit U an (Zeilen 1 und 2). Den Minderheitenanpassungen stehen statistische Kapitalbuchungen gegenüber (Zeilen 3 und 4). Universelles statistisches Kapital aus Vollkonsolidierung bucht das System auch auf der Beteiligungseinheit V (Zeilen 5 und 6).

Hinsichtlich der Goodwill-Buchungen liegt keine Abhängigkeit von der Einbeziehungsart vor: Diese erfolgen wie bei Vollkonsolidierung (Zeilen 8 und 9). In Höhe des Saldos entsteht ein indirekter negativer Goodwill (Zeile 11).

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

1

U

Min. Bilanzgewinn

40

2

U

Min. WUD

40

3

U

A

Stat. Bilanzgewinn

40-

4

U

A

Stat. WUD

40-

5

V

A

Stat. Bilanzgewinn

40-

6

V

A

Stat. WUD

40-

7

V

Stat. Gegenposition

80

8

U

Min. Bilanzgewinn

20-

9

U

A

Stat. Goodwill

20

10

U

Stat. Gegenposition

60

11

A

U

Neg. Goodwill

60-

Goodwill-Abschreibung (des indirekten Goodwill)

Die Goodwill-Abschreibung des indirekten Goodwill erfolgt wie bei der Vollkonsolidierung mit direkten Anteilen.

Goodwill-Abschreibung (des in der Erstkonsolidierung entstandenen direkten Goodwill)

Die Goodwill-Abschreibung des in der Erstkonsolidierung entstandenen direkten Goodwill erfolgt wie bei der Vollkonsolidierung mit direkten Anteilen.

Equity-Konsolidierung mit Kreisanteilen
Indirekte Anteilserhöhung

In Periode 3 hat der Vorgang Folgekonsolidierung Minderheiten an der Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts ausgewiesen. Diese passt das System nun an den neuen Kreisanteil der direkten Obereinheit U an (Zeilen 1 und 2). Den Minderheitenanpassungen stehen statistische Kapitalbuchungen gegenüber (Zeilen 3 und 4). Universelles statistisches Kapital aus Vollkonsolidierung bucht das System auch auf der Beteiligungseinheit V (Zeilen 6-8).

Wie auch bei der Vollkonsolidierung wird der AHK-Wert des in der Erstkonsolidierung auf der direkten Obereinheit U entstandenen Goodwill an dessen erhöhten Kreisanteil angepasst (Zeile 10). Die Gegenbuchung nimmt das System auf der Beteiligung vor (Zeile 11). In Höhe des Saldos entsteht ein indirekter negativer Goodwill (Zeile 12).

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

1

U

Min. Bilanzgewinn

30

2

U

Min. WUD

30

3

U

A

Stat. Bilanzgewinn

30-

4

U

A

Stat. WUD

30-

5

U

Stat. Gegenposition

60

6

V

U

Stat. Stammkapital

300-

7

V

A

Stat. Bilanzgewinn

30-

8

V

A

Stat. WUD

30-

9

V

Stat. Gegenposition

360

10

U

V

Goodwill

75

11

U

V

Beteiligung

75-

12

A

U

Neg. Goodwill

60-

Goodwill-Abschreibung (des indirekten Goodwill)

Die Goodwill-Abschreibung des indirekten Goodwill erfolgt wie bei der Vollkonsolidierung mit Kreisanteilen.

Goodwill-Abschreibung (des in der Erstkonsolidierung entstandenen direkten Goodwill)

Die Goodwill-Abschreibung des in der Erstkonsolidierung entstandenen direkten Goodwill erfolgt wie bei der Vollkonsolidierung mit Kreisanteilen.