Beispiel: Negative Beteiligung erlaubt

Für das Beispiel gelten folgende Voraussetzungen:

  • Konsolidierungskreis K enthält die Obereinheit P und die Beteiligungseinheit U.

  • P wird vollkonsolidiert, U wird at equity einbezogen.

  • Meldedaten für die Erstkonsolidierung von U:

    • Beteiligung von P an U: 20%, Buchwert 200

    • Stammkapital von U: Buchwert 1000-

  • Meldedaten für die Folgekonsolidierung (Ergebnisentwicklung) von U:

    • Währungsumrechnungsdifferenz (WUD) von U, Buchwert 10000 (d.h. Verlust)

Folgekonsolidierung: Standardlogik

Das System nimmt eine Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts auf der Obereinheit vor. Die gesamte bisherige Beteiligung und deren Vorzeichenumkehr durch die Ergebnisentwicklung der aktuellen Folgekonsolidierung wird analysiert. Die bisherige Beteiligung setzt sich im Allgemeinen zusammen aus:

  • Beteiligungsmeldung (für vorhergehende Vorgänge)

  • Goodwill-Abschreibung (One-Line-Consolidation)

  • Statistische Meldeumfänge (aus vorhergehenden Folgekonsolidierungen)

  • Negative Beteiligung (aus vorhergehenden Folgekonsolidierungen)

Die Fortschreibung wird aufgeteilt in positive und negative Beteiligung. Auf die (positive) Beteiligungsposition darf nur fortgeschrieben werden, solange die gesamte Beteiligung noch nicht kleiner als Null ist. Fällt die gesamte Beteiligung durch einen hohen Verlust in der Ergebnisentwicklung unter Null, so wird der dem Verlust entsprechende Anteil auf einer gesonderten Position für negative Beteiligung gebucht.

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

A

U

Beteiligung Meldeumfang WUD

200-

A

Gegenpos. Meldeumfang WUD

200

A

Neg. Beteiligung Meldeumf. WUD

1800-

A

Gegenpos. Neg. Bet. Meldeumf. WUD

1800

A

Stat. Meldeumfang WUD

200

A

Stat. Gegenposition

200-

Die Positionen für negative Beteiligung liegen entweder in der Bilanz, oder es handelt sich um statistische Positionen. Unabhängig von der Positionsart haben die Positionen für negative Beteiligung stets auch die Funktion von statistischen Positionen, d.h. das System greift in nachfolgenden Vorgängen auf die auf diesen Positionen vorgefundenen Werte zurück.

In einem nachfolgenden Teilabgang werden sowohl die positive und negative Beteiligung als auch der statistische Meldeumfang anteilig reduziert.

Folgekonsolidierung: Sonderlogik

Falls Sie die Sonderlogik Negative Beteiligung erlaubt aktiviert haben, erfolgt die Fortschreibung nur auf (positive) Beteiligung in Höhe des auf die direkte Obereinheit entfallenden Anteils an der gemeldeten Ergebnisentwicklung. Dies gilt auch für den Fall, dass die gesamte Beteiligung kleiner als Null wird. Die Buchungsposition für negative Beteiligung ist nicht relevant.

KonsEinheit

Partnereinheit

Position

Wert

A

U

Beteiligung Meldeumfang WUD

2000-

A

Gegenpos. Meldeumfang WUD

2000

U

Stat. Meldeumfang WUD

2000

U

Stat. Offset

2000-