FunktionsdokumentationVerhalten abhängiger Objekte beim Umhängen

 

Beim Umhängen von Besuchen im Rahmen der Fallrevision unterstützt das System Sie bei der Bearbeitung der abhängigen Objekte mit vielen Automatismen. Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über das Systemverhalten bezogen auf die abhängigen Objekte in diesen Funktionen sowie über Besonderheiten und Restriktionen.

Voraussetzungen

Das System hängt stornierte Fälle, stornierte Bewegungen sowie alle stornierten abhängigen Objekte nicht mit um.

Funktionsumfang

Das System markiert bewegungsabhängige Objekte beim Umhängen immer. Wenn es sich um bewegungsabhängige Objekte handelt, die nicht umhängbar sind, sind die Ankreuzfelder ausgegraut und nicht editierbar.

Das System markiert i. d. R. fallbezogene Objekte, bei denen das Umhängen sinnvoll ist, vorschlagsmäßig. Sie können diese optional editieren (z. B. Entbindungsdaten). Wenn es sich um die letzte Bewegung eines Falles handelt, sind alle fallbezogenen Objekte markiert und zum Teil nicht editierbar.

Die im Folgenden genannten abhängigen Teilobjekte in alphabetischer Reihenfolge können Sie beim Umhängen folgendermaßen bearbeiten. Die Bezeichnung in Klammern ist jeweils der technische Name der betroffenen Tabelle:

  • Abrechnung

    Das Umhängen ist nur möglich, wenn der Quellfall nicht abgerechnet ist und der Zielfall nicht abgerechnet ist oder vom System neu angelegt wird.

    Sie müssen abgerechnete Fälle bzw. abgerechnete Leistungen auf den Status zwischenabgerechnet zurücksetzen bzw. stornieren, bevor Sie die Bewegung umhängen können. Für bereits gruppierte Fälle setzt das System das Kennzeichen Neueinstufung.

    Wenn der Quellfall oder der Zielfall Bestandteil eines Wiederkehrergesamtfalles ist, so setzt das System automatisch das Kennzeichen veraltet für die gemeinsame DRG. Sie können dann eine Abrechnung nicht mehr ohne vorheriges Neugruppieren durchführen.

  • Anlagen zum Fall

    Beim Umhängen können Sie Anlagen zum Fall optional mit in den Zielfall übernehmen. Das System storniert dann die Anlage im Quellfall.

  • Behandlungsscheine (NKSK)

    Sie können die im System erfassten Behandlungsscheine nicht mit umhängen.

    Hinweis Hinweis

    Die Behandlungsscheine, die Sie im System erfasst haben, repräsentieren die physischen Behandlungsscheine, die Ihnen in Papierform vorliegen.

    Stornieren Sie zunächst die bewegungsbezogenen Behandlungsscheine und starten Sie den Vorgang erneut.

    Ende des Hinweises
  • Debitoren

    Das System bearbeitet Debitoren beim Umhängen nicht.

  • Diagnosen (NDIA)

    Siehe Verhalten von Diagnosen beim Umhängen.

  • Diagnosen-Prozeduren-Zuordnungen (NDICZ)

    Siehe Verhalten von Diagnosen beim Umhängen bzw. Verhalten von Prozeduren beim Umhängen.

  • Entbindungsdaten (NGEB/NFAL)

    Das System bietet beim Umhängen Entbindungsdaten optional an. Wenn Sie die Entbindungsdaten umhängen wollen, so löscht das System diese beim Quellfall.

    Aufgrund technischer Restriktionen können Sie diese nur mit einem Besuch umhängen, wenn das System den Quellfall nicht storniert. Wenn es sich um die letzte Bewegung eines Falles handelt, müssen Sie die Entbindungsdaten vorher löschen und am Zielfall neu anlegen.

  • fallbezogen geführte Krankenakten (NDOC)

    Diese können Sie nicht umhängen; Sie müssen sie vorher stornieren.

    Weitere Informationen finden Sie unter Verhalten der Krankenakten beim Umhängen.

  • fallbezogene Versicherungsverhältnisse (NCIR)

    Nur wenn Sie einen Besuch an einen neuen Fall umhängen, können Sie optional Versicherungsverhältnisse auswählen. Das System legt diese dann beim Zielfall an. Dabei storniert das System die Versicherungsverhältnisse des Quellfalles nur dann, wenn das System den Quellfall ebenfalls storniert.

  • fallbezogenes Material (NMATV)

    Sie können beim Umhängen optional fallbezogene Materialien in den Zielfall übernehmen. Dabei storniert das System die übernommenen Materialien im Quellfall.

  • Fall-Fall-Zuordnung (NFFZ)

    Aufgrund technischer Restriktionen kann das System Fall-Fall-Zuordnungen nur mit einem Besuch umhängen, wenn es den Quellfall nicht storniert. Das System storniert den Quellfall beim Umhängen automatisch dann, wenn Sie die letzte Bewegung eines Falles umhängen. Sie müssen dann die Fall-Fall-Zuordnungen vor dem Umhängen löschen und am Zielfall neu anlegen.

    Wenn die Fall-Fall-Zuordnung Mutter-Neugeborenes oder Patient-Begleitperson besteht, so prüft das System die Fall-Fall-Zuordnung auch gegen den ausgewählten Besuch. Ggf. müssen Sie dann die Fall-Fall-Zuordnung stornieren oder ebenfalls mit dem Besuch umhängen.

  • Fallklassifikation (NFKL)

    Das System geht bei bewegungsbezogenen Fallklassifikationen davon aus, dass diese vom System generiert wurden und dass das Generieren auch in der Zielbewegung stattfindet. Das System filtert diese anhand der gleichen Beginn- und Endezeit der Bewegung heraus, damit sie nicht doppelt angelegt werden.

    Manuell angelegte Fallklassifikationen können umgehängt werden.

    Das System storniert manuell angelegte Fallklassifikationen im Quellfall nicht. Wenn Sie jedoch den Quellfall stornieren, storniert das System die manuell angelegten Fallklassifikationen mit.

  • Fallstatus der Medizinischen Basisdokumentation (JSTO)

    Das System setzt Quell- und Zielfall beim Umhängen eines Besuchs automatisch in den im Customizing hinterlegten Fallstatus.

    Weitere Informationen finden Sie unter Verhalten des Fallstatus beim Umhängen.

  • Individuelle Vertragstypen (NVVV und NVVW)

    Das System bearbeitet individuelle Vertragstypen beim Umhängen nicht.

  • Krankenversichertenkennzeichen sowie Fallbeginndatum und Fallendedatum (NFAL)

    Wenn das System den Zielfall neu anlegt, übernimmt es Beginn- und Endedatum aus dem Quellfall. Das System setzt das Krankenversichertenkennzeichen KV-relevant dann, wenn es einen neuen (ambulanten) Zielfall anlegt und wenn die Besuchsart der Quellbewegung krankenversichertenrelevant ist.

  • Leistungen (NLEI)

    Siehe Verhalten von Leistungen beim Umhängen.

  • Leistungs-Arzt-Zuordnungen (NNLZ)

    Siehe Verhalten von Leistungen beim Umhängen.

  • Leistungs-Leistungs-Zuordnungen (NLLZ)

    Siehe Verhalten von Leistungen beim Umhängen.

  • Leistungs-Kostenübernahme-Zuordnungen (NLKZ)

    Siehe Verhalten von Leistungen beim Umhängen.

  • Leistungs-Prozeduren-Zuordnungen (NLICZ)

    Siehe Verhalten von Leistungen beim Umhängen.

  • Kommunikation

    Das System entsendet automatisiert Ereignisse (z. B. beim Anlegen oder Stornieren eines Falles). Es handelt sich hierbei um diejenigen Ereignisse, die auch Bestandteil anderer ISH-Funktionen sind.

  • Kostenübernahme (NKSK und NKSP)

    Wenn Sie einen Besuch an einen andern Fall umhängen, übernimmt das System die Kostenübernahmen nicht.

  • Prozeduren (NICP)

    Siehe Verhalten von Prozeduren beim Umhängen.

  • Termine (NTMN)

    Das Umhängen eines Besuchs mit Terminen ist möglich. Das System hängt Termine mit um.

  • Vormerkung (N1VKG)

    Beim Umhängen eines Besuchs hängt das System die Vormerkungen (inkl. Langtexte) mit um. Es storniert die Vormerkung im Quellfall.

  • Zahlungsgaranten (NVVN)

    Das System bearbeitet Zahlungsgaranten beim Umhängen nicht.

  • Zugeordnete Personen (NFPZ) (bewegungs- und fallbezogen)

    Siehe Verhalten von zugeordneten Personen beim Umhängen.