FunktionsdokumentationEntgeltvorschlag (DE)

 

Der Entgeltvorschlag ermöglicht es Ihnen, für stationäre Fälle Fallpauschalen und Sonderentgelte ermitteln zu lassen, die für den Fall aufgrund der erfassten Operations- und Diagnoseschlüssel abgerechnet werden dürfen.

Sofern das System eine Fallpauschale oder ein Sonderentgelt ermittelt hat, können Sie die gewünschte Leistung automatisch generieren lassen. Wenn Sie eine Fallpauschale generieren lassen, passt das System die Gültigkeit vorhandener tagesgleicher Pflegesätze automatisch an oder storniert sie.

Integration

Im Customizing des IS-H hinterlegen Sie die folgenden Systemeinstellungen, auf denen der Entgeltvorschlag basiert:

  • Regeln, die die Zuordnung von Operationsschlüsseln und Diagnoseschlüsseln definieren und auf eine gültige Fallpauschale oder ein gültiges Sonderentgelt weisen

  • Einstellungen, die die Suchlogik des Entgeltvorschlags festlegen

Weitere Informationen zu diesen Systemeinstellungen finden Sie im Einführungsleitfaden Krankenhaus.

Voraussetzungen

  • Der Entgeltvorschlag berücksichtigt nur stationäre Fälle.

  • Das System kann den Entgeltvorschlag nur dann erfolgreich ausführen, wenn Sie für diesen Fall im Rahmen einer Operation Operationsschlüssel und Diagnoseschlüssel hinterlegt haben.

  • Die Systemeinstellungen für den Entgeltvorschlag müssen gepflegt sein (siehe Einführungsleitfaden Krankenhaus unter Entgeltvorschlag).

Funktionsumfang

Sie können den Entgeltvorschlag entweder als Einzelfunktion oder integriert in andere Funktionen aufrufen. Wenn Sie die Funktion als Einzelfunktion aufrufen, können Sie sie für eine Vielzahl von stationären Fällen ausführen.

Aus folgenden Funktionen heraus können Sie den Entgeltvorschlag für den aktuell bearbeiteten Fall aufrufen:

  • Fallmonitor

  • Operation

  • Diagnosen

  • Leistungserfassung

  • Einzelabrechnung

Das System ermittelt abrechenbare Fallpauschalen und Sonderentgelte aufgrund der für einen Fall erfaßten Operations- und Diagnoseschlüssel.

Das Ergebnis dieser Ermittlung zeigt das System mit folgenden Daten an:

  • fallbezogene Daten, wie z.B. Fallnummer, Name des Patienten, Aufnahmeart und -datum

  • für den Fall erfasste Operations- und Diagnoseschlüssel

  • ermittelte Leistung und zugehörige Regel

  • Bewegungsdaten der Bewegung (Operation), für die die Operations- und Diagnoseschlüssel erfasst wurden

  • Nachrichten

    Je Fall gibt das System Nachrichten über den Erfolg des Entgeltvorschlags aus. Abhängig davon, ob eine Fallpauschale oder ein Sonderentgelt ermittelt werden konnte, gibt das System entsprechende Nachrichten.

Ermittelte Leistungen generieren

Sie können die ermittelten Leistungen automatisch für den Fall generieren. Bei der Generierung von Fallpauschalen und Sonderentgelten werden die Beziehungen zwischen Leistungen, Prozeduren und Diagnosen automatisch hergestellt. Dabei verwendet das System die Zuordnungsregeln für den Entgeltvorschlag aus dem Customizing (siehe Einführungsleitfaden Krankenhaus unter Zuordnungsregeln für Fallpauschalen/Sonderentgelte festlegen) und ordnet die im Fall vorhandenen, korrespondierenden Prozeduren und Diagnosen der generierten Leistung zu. Zugeordnete Diagnosen werden in diesem Schritt mit dem Kennzeichen Operationsdiagnose versehen, falls das Kennzeichen noch nicht gesetzt war.

Wenn Sie eine Fallpauschale generieren lassen, passt das System vorhandene tagesgleiche Pflegesätze automatisch wie folgt an:

  • Tagesgleiche Pflegesätze werden bis zum Erreichen der Grenzverweildauer der Fallpauschale storniert.

  • Vorhandene vorstationäre Behandlungspauschalen werden storniert.

  • Ab Erreichen der Grenzverweildauer erfasst das System den Basispflegesatz und den Abteilungspflegesatz der Bewegung, die bei Erreichen der Grenzverweildauer gültig ist. Sie hinterlegen den Basispflegesatz, der hier automatisch generiert werden soll, im Customizing des IS-H.

    Hinweis Hinweis

    Das System berücksichtigt bei der Leistungsanpassung folgende Sonderregelungen:

    • Fallpauschalen der Geburtshilfe

    • Fallpauschalen mit einer Grenzverweildauer intensiv

    • Fallpauschalen Akut und Nachbehandlung (Phase A und B)

    Ende des Hinweises

Haben Sie das Wundheilungsdatum noch nicht in den weiteren Falldaten gepflegt, können Sie es hier angeben. Das System sichert Ihre Angabe in den weiteren Falldaten.

Nachdem das System eine Leistung generiert hat, zeigt es eine entsprechende Nachricht in der Statuszeile an. Weiterhin aktualisiert das System die fallbezogenen Nachrichten bezüglich der abrechenbaren Fallpauschalen und Sonderentgelte.

Entgelte prüfen

Es steht Ihnen ein Programm zur Prüfung der erfassten Leistungen im Hinblick auf die Regelungen nach Bundespflegesatzverordnung 1995 zur Verfügung. Dieses Programm ist in den Entgeltvorschlag integriert. Auf diese Weise können Sie Fälle, für die Sie bereits Fallpauschalen oder Sonderentgelte erfasst oder generiert haben, überprüfen. Aufgrund der Prüfungen erhalten Sie Nachrichten, die auf Fehler in der Leistungserfassung hinweisen.

Entgelte vergleichen

Sie können aus dem Entgeltvorschlag die Funktion zum Entgeltvergleich aufrufen. Diese Funktion simuliert für einen Fall das abrechenbare Entgelt für die in Deutschland relevanten Fallkonstellationen und gibt die jeweiligen Bruttobeträge in einer Übersicht aus. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Entgeltvergleich.

Entgeltvorschlag aus Partnersystem

Sie haben die Möglichkeit, anstelle des Entgeltvorschlags des IS-H einen Entgeltvorschlag aus einem Partnersystem auszuführen. Dazu steht Ihnen die Erweiterung NCPR0001 mit der Komponente EXIT_SAPLNAFP_001 zur Verfügung.