Rückrechnung Wenn Sie für eine schon abgerechnete Abrechnungsperiodebestimmte Stamm- und Zeitdaten eines Personalstammsatzes ändern, müssen die bereits vorhandenen Abrechnungsergebnisse bei der nächsten periodischen Abrechnung noch einmal überprüft und erneut abgerechnet werden. Das System führt dann automatisch eine Rückrechnung in die Abrechnungsvergangenheit durch.
Damit nicht jede Änderung eine Rückrechnung verursacht, werden die Änderungen auf ihre Rückrechnungsrelevanz hin untersucht. Damit ist gewährleistet, dass nur die Änderungen eine Rückrechnung auslösen, die eine Korrektur der Abrechnungsergebnisse erfordern.
Hinweis
Rückwirkende Änderungen im Customizing lösen keine Rückrechnung aus. Um eine Rückrechnung für alle Personalnummern zu erzwingen, verwenden Sie das Feld
Zwangsrückrechnung ab Datum
auf dem Selektionsbild des Abrechnungsprogramms.
Die Rückrechnung wird durch mehrere Eckdaten eingegrenzt:
Die Abrechnungsvergangenheit umfasst alle bereits abgerechneten und beendeten Abrechnungsperioden.
Sie können die Rückrechnungsgrenze für alle Mitarbeiter eines Abrechnungskreises gemeinsam festlegen und zusätzlich für einzelne Mitarbeiter ein jüngeres Rückrechnungsdatum festlegen. Die absolute Rückrechnungsgrenze für einen Mitarbeiter ist sein Einstellungsdatum.
Sie können die Rückrechnungsgrenze folgendermaßen ändern:
Die persönliche Rückrechnungsgrenze für einen Mitarbeiter können Sie im Infotyp Abrechnungsstatus (0003) ändern.
Die Rückrechnungsgrenze eines Abrechnungskreises können Sie im Abrechnungsverwaltungssatzändern.
Das System ermittelt die Rückrechnungsgrenze aus folgenden Werten:
pro Abrechnungskreis aus der Rückrechnungsgrenze, die im zugehörigen Abrechnungsverwaltungssatz hinterlegt ist
pro Mitarbeiter aus der persönlichen Rückrechnungsgrenze, die im Infotyp
Abrechnungsstatus
(0003) hinterlegt ist
pro Mitarbeiter aus dem Einstellungsdatum des Mitarbeiters
Aus diesen Werten wählt das System das Datum, das am nächsten an der Gegenwart liegt. Weitere Informationen finden Sie unter Beispiel: Ermittlung der Rückrechnungsgrenze .
Die Rückrechnungsrelevanz können Sie entweder pro Infotyp oder pro Feld eines Infotyps festlegen. Welche Infotypen oder Felder rückrechnungsrelevant sind, bestimmen Sie im Customizing der
Personaladministration
unter
Hinweis
Wenn Sie rückrechnungsrelevante Infotypen bearbeiten, müssen Sie einige Besonderheiten beachten. Weitere Informationen finden Sie unter Bearbeiten von abrechnungsrelevanten Personalstammdaten .
Die Rückrechnungserkennung besteht aus den folgenden Schritten:
Wenn Sie einen rückrechnungsrelevanten Infotyp bearbeiten, setzt das System die folgenden Datumsangaben im Infotyp
Abrechnungsstatus
(0003) auf das Beginndatum des geänderten Infotypsatzes:
früheste Änderung Stammdaten seit letzter Abrechnung
früheste abrechnungsrelevante Stammdatenänderung (Bonus)
Dieses Feld erscheint abhängig von der Ländergruppierung, also nicht bei allen Personalnummern.
Das System prüft bei der nächsten regulären Abrechnung oder
Korrekturabrechnung
(Off-Cycle-Abrechnung Typ B), ob die im ersten Schritt gesetzten Datumsangaben vor dem Datum liegen,
bis zu dem das System laut
Infotyp
Abrechnungsstatus
(0003)
den Mitarbeiter bereits abgerechnet hat
.
Wenn dies der Fall ist, führt das System eine Rückrechnung durch. Es beginnt mit der Abrechnungsperiode, in der das Datum der frühesten Änderung der Stammdaten oder der frühesten abrechnungsrelevanten Stammdatenänderung (Bonus) li
egt. Das System berechnet
alle
Abrechnungsperioden neu, die zwischen diesem Datum und dem Datum liegen, bis zu dem das System den Mitarbeiter bereits abgerechnet hat.
Das System löscht die Datumsangaben
für die früheste Änderung der Stammdaten und die früheste abrechnungsrelevante Stammdatenänderung (Bonus) aus dem Infotyp
Abrechnungsstatus
(0003)
.
Siehe auch: