FunktionsdokumentationMassenstorno

 

Sie verwenden diese Funktion, um viele manuell oder maschinell gebuchte Belege zu stornieren oder zu invertieren.

Hinweis Hinweis

Um einzelne Belege zu stornieren, verwenden Sie den Storno von manuellen Buchungen.

Ende des Hinweises

Integration

Wenn Sie die Business Function Financials, Group Closing aktiviert haben, prüft das System bei der Stornierung bzw. Inversion von Belegen mit der Funktion Massenstorno, ob Sie der jeweiligen Belegart eine Workflow-Variante zugeordnet haben. Wenn dies der Fall ist, startet das System vor der Buchung des Stornobelegs den Workflow, der in der Belegart eingestellt ist.

Funktionsumfang

Es gibt zwei Modi der Belegumkehr: Storno und Inversion.

Storno

Mit dem Storno machen Sie Buchungen rückgängig. D.h. ein Beleg, der gebucht wurde, wird durch einen weiteren Beleg rückgängig gemacht, der dieselbe Kombination von Merkmalen bebucht, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Nach dem Storno verbleibt kein Nettoeffekt.

Der Stornobeleg bucht in derselben Periode, in der der zu stornierende Beleg gebucht wurde.

Weder der stornierte Beleg noch der Stornobeleg können abermals storniert werden.

Inversion

Mit der Inversion machen Sie Buchungen aus früheren Perioden wieder rückgängig. Es handelt sich also nicht um einen echten Storno, da in der ursprünglichen Periode ein Nettoeffekt verbleibt.

Ein Beleg, der mit einer Inversion rückgängig gemacht wurde, kann immer noch storniert werden. Dabei wird der invertierende Beleg ebenfalls storniert, so dass weder in der Periode des invertierten Belegs noch in der Periode des invertierenden Belegs ein Nettoeffekt verbleibt.

Siehe auch das Beispiel unten.

Selektionskriterien für den Massenstorno

Diejenigen Belege, die storniert oder invertiert werden sollen, ermittelt das System anhand folgender Selektionskriterien:

Kriterium

Obligatorisch/Optional

Organisationseinheit

optional

Version

obligatorisch

Zeitintervall (Abjahr und -periode sowie Bisjahr und -periode)

obligatorisch

Position

optional

Unterkontierungen

optional

Belegart

optional

Kontierungsebene

optional

Belegnummer

optional

Buchungsdatum und -uhrzeit

optional

Außerdem können Sie für eine Inversion wählen, ob folgende Belege rückgängig gemacht werden sollen:

  • Stornobelegpaare

  • Stornobelege

  • stornierte Belege

Ferner wählen Sie das Geschäftsjahr und die Periode, in die der Massenstorno buchen soll, also das Stornojahr und die Stornoperiode.

Weitere Einzelheiten finden Sie im SAP-Hinweis 1228249Auf SAP-Site veröffentlichte Informationen.

Liste der zu stornierenden bzw. zu invertierenden Belege

Nachdem Sie die Selektionskriterien bestimmt haben und den Massenstorno gestartet haben, erhalten Sie eine Liste mit denjenigen Belegen, auf die Ihre Kriterien zutreffen. Aus dieser Liste wählen Sie die tatsächlich zu stornierenden bzw. zu invertierenden Belege aus.

Prüfung und Aktualisierung des Maßnahmenstatus

Der Massenstorno führt für die selektierten Belege eine Statusprüfung durch. Dabei ermittelt das System aus der Belegart diejenige Maßnahme, welche den jeweiligen Beleg gebucht hatte. Falls die Maßnahme in derjenigen Periode, in welcher der Storno bzw. die Inversion stattfinden soll, bereits gesperrt ist bzw. falls die Periode im Konsolidierungsmonitor bereits geschlossen ist, können Sie den Ursprungsbeleg nicht stornieren bzw. invertieren.

Wenn Sie die Business Function Financials, Group Close, Allokation aktiviert haben, finden Sie auf dem Anforderungsbild des Massenstorno den Gruppenrahmen Statusverwaltung mit dem Kennzeichen Maßnahmenstatus aktualisieren. Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, aktualisiert das System bei der Buchung von Storno- bzw. Inversionsbelegen mit dem Massenstorno den Maßnahmenstatus. Das System führt die Statusaktualisierung in der Storno- bzw. Inversionsperiode für diejenige Maßnahme der Maßnahmenhierarchie durch, welche mit der Belegart des Storno- bzw. Inversionsbelegs bucht.

Aktivitäten

  1. Rufen Sie das Anforderungsbild für den Massenstorno auf.

  2. Geben Sie die Kriterien an, anhand derer das System die zu stornierenden bzw. zu invertierenden Belege auswählen soll.

  3. Führen Sie die Funktion aus.

  4. Sie erhalten zwei Listen:

    • Auf der Registerkarte Zu stornierende Belege sind diejenigen Belege aufgeführt, die Ihre Selektionskriterien erfüllen und die Sie stornieren können (Modus R) bzw. invertieren können (Modus I).

    • Auf der Registerkarte Nicht stornierbare Belege sind die nicht stornierbaren bzw. nicht invertierbaren Belege aufgeführt.

  5. Wählen Sie aus der Liste der zu stornierenden Belege die tatsächlich zu stornierenden bzw. zu invertierenden Belege aus.

  6. Um den Massenstorno zu starten, wählen Sie Sichern.

  7. Sie erhalten auf der Registerkarte Bereits bearbeitete Belege eine weitere Liste mit den tatsächlich stornierten bzw. invertierten Belegen.

  8. Wiederholen Sie bei Bedarf die Schritte 5 und 6.

Beispiel

Storno
1. Storno eines stornierten Belegs und Storno eines Stornobelegs

Beides ist nicht möglich.

2. Storno eines Belegs, der weder storniert noch invertiert wurde
Vor dem Storno:

Per

Beleg

Stornobeleg

stornierter B.

invertierender B.

invertierter B.

Wert

001

1

10,00

Nach dem Storno:

Per

Beleg

Stornobeleg

stornierter B.

invertierender B.

invertierter B.

Wert

001

1

2

10,00

001

2

1

10,00-

3. Storno eines Belegs, der invertiert, aber nicht storniert wurde
Vor dem Storno:

Per

Beleg

Stornobeleg

stornierter B.

invertierender B.

invertierter B.

Wert

001

1

2

10,00

002

2

1

10,00-

Nach dem Storno:

Per

Beleg

Stornobeleg

stornierter B.

invertierender B.

invertierter B.

Wert

001

1

3

2

10,00

002

2

4

1

10,00-

001

3

1

4

10,00-

002

4

2

3

10,00

Beide Belege (Beleg 1 und 2) werden storniert; dies geschieht auch dann, wenn Sie in der Liste der zu stornierenden bzw. zu invertierenden Belege nur einen der beiden Belege ausgewählt haben.

Wenn die Liste nur Beleg 1 enthält, gilt Entsprechendes: Beide Belege werden storniert.

Wenn die Liste nur Beleg 2 enthält, kann dieser Beleg weder storniert noch invertiert werden.

Inversion
1. Inversion eines stornierten Belegs und Inversion eines Paars aus storniertem Beleg und Stornobeleg

Beides ist nicht möglich.

2. Inversion eines invertierenden/invertierten Belegs

Dies ist nicht möglich.

3. Inversion eines Belegs, der weder storniert noch invertiert wurde
Vor der Inversion:

Per

Beleg

Stornobeleg

stornierter B.

invertierender B.

invertierter B.

Wert

001

1

10,00

Nach der Inversion:

Per

Beleg

Stornobeleg

stornierter B.

invertierender B.

invertierter B.

Wert

001

1

2

10,00

002

2

1

10,00-