Maßnahmenreihenfolge
Sie verwenden diese Funktion, um die Reihenfolge der Maßnahmen festzulegen, die im Konsolidierungsmonitor auszuführen sind.
Die Maßnahmenreihenfolge ist versions- und zeitabhängig.
Die Maßnahmenreihenfolge ist vom Konsolidierungsgebiet abhängig: Für jedes Konsolidierungsgebiet kann es nur eine Maßnahmenhierarchie und damit nur eine Maßnahmenreihenfolge geben.
Ausgenommen davon sind die Restatements, für die eine separate Maßnahmenhierarchie existiert. Weitere Informationen finden Sie unter Restatement.
Der Konsolidierungsmonitor zeigt diejenigen Maßnahmen einer Maßnahmenhierarchie an, die ausführbar sind. Wenn die eingestellte Periode eine Abschlussperiode der relevanten Abschlussart ist, dann ist die Maßnahme ausführbar. Weitere Informationen finden Sie unter Maßnahme im Abschnitt Zeitabhängigkeit von Maßnahmen bzw. Maßnahmengruppen
.
Sie haben diejenigen Maßnahmen, die Sie in der Maßnahmenreihenfolge verwenden wollen, zuvor definiert und in die Maßnahmenhierarchie eingefügt.
Als erste grobe Strukturierung der Maßnahmen gibt das System eine Mussreihenfolge bestimmter Maßnahmen vor. Dadurch ist die Reihenfolge gewährleistet, welche diese Maßnahmen aus Systemsicht oder betriebswirtschaftlicher Sicht erfordern.
Die Maßnahmen sind systemintern in mehrere Blöcke eingeteilt. Die Nummern der Blöcke geben die Mussreihenfolge an. Die Maßnahmen innerhalb eines Blocks können in beliebiger Reihenfolge stehen.
Die systeminternen Blöcke zeigen, an welcher Position innerhalb des Konsolidierungsprozesses das System die Ausführung von Maßnahmen bestimmter Typen erwartet. Diese Blöcke sind Bestandteil von Regeln, aus denen das System die impliziten Vorgängerbeziehungen ableitet. Das System wendet diese Regeln sowohl beim Aufruf des Konsolidierungsmonitors als auch bei Änderungen des Maßnahmenstatus in der Statusverwaltung an.
Beispiel
Maßnahme A ist nur dann implizite Vorgängermaßnahme von Maßnahme B, wenn der Maßnahmentyp von Maßnahme A sich in einem niedrigeren Block befindet als der Maßnahmentyp von Maßnahme B.
Wenn Maßnahme B einem niedrigeren Block angehört als Maßnahme A oder beide Maßnahmen dem gleichen Block angehören, ist es ausgeschlossen, dass Maßnahme A eine implizite Vorgängermaßnahme von Maßnahme B sein kann.
Wenn das System bei der Anwendung dieser Regeln zu dem Ergebnis kommt, dass Maßnahme A eine Vorgängermaßnahme von Maßnahme B ist, haben Statusänderungen in Maßnahme A Auswirkungen auf den Status von Maßnahme B.
Darüber hinaus können Sie in der Konsolidierungsworkbench explizite Vorgängerbeziehungen festlegen. Das System berücksichtigt die expliziten Vorgängerbeziehungen in jedem Fall.
Beispiel
Wenn Sie explizit festlegen, dass Maßnahme A Vorgängermaßnahme von Maßnahme B ist, haben Statusänderungen in Maßnahme A Auswirkungen auf den Status von Maßnahme B. Dies gilt auch dann, wenn das System beim Anwenden der oben beschriebenen Regeln keine implizite Vorgängerbeziehung für A als Vorgängermaßnahme und B als Nachfolgermaßnahme ermittelt hat.
Die folgende Tabelle zeigt die systeminternen Blöcke mit den zugehörigen Maßnahmen:
Block | Maßnahme |
|---|---|
1 | Saldovortrag |
Kundendefinierte Maßnahme | |
2 | Periodeninitialisierung |
Kundendefinierte Maßnahme | |
3 | Datenerfassung (auf der Ebene der Konsolidierungseinheiten) |
Kopiermaßnahme (auf der Ebene der Konsolidierungseinheiten) | |
Validierung Meldedaten und angepasste Meldedaten | |
Kundendefinierte Maßnahme | |
4 | Datenerfassung von Zusatzmeldedaten für Kapitalkonsolidierung |
Kopiermaßnahme (auf der Ebene der Konsolidierungseinheiten) | |
Validierung Meldedaten und angepasste Meldedaten | |
Aktivierung und Wertfortschreibung | |
Währungsumrechnung | |
Abstimmungen | |
Manuelle Buchungen | |
Umgliederung | |
Allokation | |
Kundendefinierte Maßnahme | |
5 | Datenerfassung von Zusatzmeldedaten für Kapitalkonsolidierung |
Kopiermaßnahme (auf der Ebene der Konsolidierungseinheiten) | |
Aktivierung und Wertfortschreibung | |
Währungsumrechnung | |
Manuelle Buchungen | |
Vorbereitungen für Konsolidierungskreisänderungen | |
Validierung Meldedaten und angepasste Meldedaten | |
Umgliederung | |
Allokation | |
Kundendefinierte Maßnahme | |
6 | Datenerfassung von Zusatzmeldedaten für Kapitalkonsolidierung |
Währungsumrechnung | |
Vorbereitungen für Konsolidierungskreisänderungen | |
Manuelle Buchungen (in Kreiswährung) | |
Validierung Meldedaten und angepasste Meldedaten (in Kreiswährung) | |
Umgliederung (in Kreiswährung) | |
Allokation (in Kreiswährung) | |
Kundendefinierte Maßnahme | |
7 | Datenerfassung von Zusatzmeldedaten für Kapitalkonsolidierung |
Validierung Meldedaten und angepasste Meldedaten (in Kreiswährung) | |
Umgliederung (in Kreiswährung) | |
Allokation (in Kreiswährung) | |
Kundendefinierte Maßnahme | |
8 | Datenerfassung von Zusatzmeldedaten für Kapitalkonsolidierung |
Kundendefinierte Maßnahme | |
9 | Datenerfassung von Zusatzmeldedaten für Kapitalkonsolidierung (nur Goodwill oder Vorgangsreihenfolge) |
Datenerfassung (auf Konsolidierungskreisebene) | |
Kopiermaßnahme (auf Konsolidierungskreisebene) | |
Vorbereitungen für Konsolidierungskreisänderungen | |
Manuelle Buchungen (in Kreiswährung) | |
Konzernaufrechnungen | |
Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen | |
Zwischenergebniseliminierung im Anlagevermögen | |
Kapitalkonsolidierung | |
Buchung Kreisanteile | |
Umgliederung | |
Allokation | |
Kundendefinierte Maßnahme | |
Validierung konsolidierte Daten | |
10 | Kundendefinierte Maßnahme |
Abzeichnungsmaßnahme Nur eine Abzeichnungsmaßnahme wird in der Maßnahmenhierarchie erlaubt. |
Hinweis
Die Erfassung von Meldedaten muss abgeschlossen sein, bevor Sie die (ggf. angepassten) Meldedaten in Kreiswährung umrechnen können.
Manche Maßnahmen (z. B. diejenigen für manuelle Buchung, Umgliederung und Allokation) können mehrmals enthalten sein. Wenn sie mehrmals enthalten sind, unterscheiden sie sich durch die zugeordnete Belegart.
Maßnahmen folgenden Maßnahmentyps dürfen nur einmal vorkommen:
Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen
Zwischenergebniseliminierung im Anlagevermögen
Wenn Sie nur eine Währungsumrechnungsmaßnahme in der Maßnahmenreihenfolge verwenden, dann dürfen Sie nach dieser Maßnahme nicht mehr in Hauswährung buchen.
Die kundendefinierten Maßnahmen können an beliebiger Stelle in der Maßnahmenreihenfolge stehen. Weitere Informationen finden Sie unter Kundendefinierte Maßnahme.
Innerhalb eines Blocks kann es aus betriebswirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen erforderlich sein, ebenfalls eine Reihenfolge festzulegen. Im Customizing der Maßnahmenhierarchie können Sie dazu die Mussreihenfolge verfeinern.
Wenn eine zweite Maßnahme zwingend auf den Ergebnissen einer ersten Maßnahme aufsetzen soll, können Sie die erste Maßnahme der zweiten Maßnahme als Vorgängermaßnahme zuordnen. Beachten Sie hierbei, dass die Maßnahmenreihenfolge versions- und zeitabhängig ist.
Beispiel
Wenn Sie Anpassungen der Meldedaten an die Konzernrichtlinien durchführen möchten, können Sie entscheiden, ob diese Maßnahme vor oder nach der Währungsumrechnung erfolgen soll.
Sie können Maßnahmen mit zwei Vorgängermaßnahmen definieren. In diesem Falle führt das System die Vorgängermaßnahmen parallel aus.
Beispiel

Siehe hierzu auch das Beispiel unten.
Bei der Definition der Maßnahmenreihenfolge müssen Sie folgende Bedingungen einhalten:
Sie müssen die Mussreihenfolge einhalten.
Innerhalb einer Maßnahmenhierarchie kommt jede verwendete Belegart nur einmal vor. Es gibt jedoch folgende Ausnahme: Die Abstimmungsmaßnahme und die dazugehörige Konzernaufrechnungsmaßnahme dürfen dieselbe Belegart haben.
Es darf keinen Zyklus in der Maßnahmenreihenfolge geben, d. h., die Maßnahmen dürfen nicht wechselseitig aufeinander verweisen. Das ist der Fall, wenn die erste Maßnahme (direkt oder indirekt) als Vorgängermaßnahme der zweiten Maßnahme definiert ist und umgekehrt.
Beispiel
Folgende Vorgängerdefinition ist unzulässig:

Wenn Sie die Business Function Financials, Group Close, Restatement-Monitor
aktiviert haben, können Sie sich die Maßnahmenhierarchie sowie die Vorgängerbeziehungen zwischen den Maßnahmen in der Maßnahmenhierarchie anlisten lassen. Das System zeigt an, ob es sich um explizite oder implizite Vorgängerbeziehungen handelt.
Wählen Sie in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench .
Um die Customizing-Einstellungen für die Maßnahmenreihenfolge vorzunehmen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Um die individuelle Maßnahmenreihenfolge festzulegen, wählen Sie in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench .
Ändern Sie die Maßnahmenhierarchie nach Ihren Bedürfnissen. Um Maßnahmen zu strukturieren, können Sie diese zu Maßnahmengruppen (das sind Knoten in der Hierarchie) zusammenfassen. Die Maßnahmengruppen können Sie dann im Konsolidierungsmonitor verwenden (z. B. zur Anzeige in Spalten und zur aggregierten Anzeige der Maßnahmenstatus).
Sichern Sie die Änderungen.
Das System übernimmt diese Reihenfolge für die Definition von Vorgängermaßnahmen.
Um Vorgängermaßnahmen festzulegen, wählen Sie in der Prozess-Sicht der Konsolidierungsworkbench unter Konsolidierungsmonitor Vorgängerbeziehungen.
Das System zeigt im Arbeitsbereich der Konsolidierungsworkbench die Maßnahmenreihenfolge an, die Sie in der Maßnahmenhierarchie definiert haben.
Wählen Sie in der Hierarchie diejenige Maßnahme aus, die Vorgängermaßnahme werden soll, und lassen Sie sie per Drag & Drop auf diejenige Maßnahme fallen, für die sie Vorgängermaßnahme sein soll.
Sichern Sie Ihre Änderungen.
Wenn die Maßnahmenreihenfolge den o. g. Bedingungen genügt, fügt das System die Vorgängermaßnahme ein. Wenn dies nicht der Fall ist, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung.
Die Maßnahmenreihenfolge wirkt sich entsprechend auf die Darstellung der Maßnahmen und die Statusverwaltung im Konsolidierungsmonitor aus.
Empfehlung
Wenn Sie für eine Periode den Konsolidierungsprozess begonnen haben, sollten Sie die zugrundeliegende Maßnahmenreihenfolge nicht mehr verändern.
Das folgende Beispiel zeigt eine mögliche Maßnahmenreihenfolge.
Dabei haben die Symbole folgende Bedeutung:
- auf oberster Ebene: Konsolidierungsgebiet
- auf der zweiten Ebene: Maßnahme ohne Vorgängermaßnahme
- Maßnahme mit Vorgängermaßnahme
- Vorgängermaßnahme
Maßnahmen | Bezeichnung |
|---|---|
| Konsolidierungsgebiet |
. . | Saldovortrag |
. . | Datenerfassung 1 |
. . . . | Saldovortrag (= Vorgängermaßnahme der Datenerfassung 1) |
. . | Datenerfassung 2 |
. . . . | Saldovortrag |
. . | Validierung Meldedaten |
. . . . | Datenerfassung 1 |
. . . . | Datenerfassung 2 |
. . | Umgliederungen auf der Ebene der Konsolidierungseinheiten |
. . | manuelle Anpassungsbuchungen |
. . . . | Umgliederungen auf der Ebene der Konsolidierungseinheiten |
. . | Währungsumrechnung |
. . | Validierung angepasste Meldedaten |
. . | Schuldenkonsolidierung |
. . | Aufwands- und Ertragskonsolidierung |
. . | Beteiligungsertragseliminierung |
. . | Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen |
. . | Kapitalkonsolidierung |
. . | Kapitalkonsolidierung manuell |
. . | Umgliederungen auf Konsolidierungskreisebene |
. . . . | Kapitalkonsolidierung manuell |
. . | manuelle Umgliederungen auf Konsolidierungskreisebene |
. . | Validierung konsolidierte Daten |
. . . . | manuelle Umgliederungen auf Konsolidierungskreisebene |