Zuordnung Einbeziehungsarten u. Kapitalkonsolidierungsmethoden Mit dieser Funktion können Sie den Konsolidierungseinheiten folgende Attribute zuordnen:
Die Zuordnung der Einbeziehungsart wird von der Konsolidierungskreisänderung und vom Reporting benötigt.
Das Mutterkennzeichen und die Kapitalkonsolidierungsmethode müssen Sie zuordnen, wenn Sie die Kapitalkonsolidierung verwenden wollen.
Sie können die Attribute für jedes Merkmal mit der Rolle
Konsolidierungseinheit
separat zuordnen; Sie müssen sie jedoch mindestens einer Konsolidierungseinheit zuordnen. In der Regel nehmen Sie die Zuordnung für diejenige Konsolidierungseinheit vor, die die Hauswährung trägt.
Es muss mindestens eine Hierarchie mit Konsolidierungseinheiten existieren.
Wenn Sie auch Kapitalkonsolidierungsmethoden zuordnen wollen, so müssen Sie diese zuvor im Customizing der Kapitalkonsolidierung unter Methode definiert haben.
Die Zuordnung zu Konsolidierungseinheiten ist kreisabhängig, d.h. dieselbe Konsolidierungseinheit kann in verschiedenen Konsolidierungskreisen unterschiedliche Attributwerte tragen. Um den Pflegeaufwand zu reduzieren, vererbt das System die eingetragenen Attributwerte in der Hierarchie folgendermaßen:
von unten nach oben : Wenn Sie einer Konsolidierungseinheit einen Attributwert in einem bestimmten Konsolidierungskreis zugeordnet haben, so vererbt das System diesen Attributwert für die Konsolidierungseinheit an alle übergeordneten Konsolidierungskreise. Die Vererbung nach oben gilt nicht für die Mutterkennzeichen.
von oben nach unten : Haben Sie einen Attributwert einem Konsolidierungskreis zugeordnet, so vererbt das System diesen Wert an alle in diesem Konsolidierungskreis direkt oder indirekt enthaltenen Konsolidierungseinheiten.
Die Vererbungsfunktionalität nimmt das System gemäß der folgenden Priorität vor:
Die Benutzereingabe hat die höchste Priorität.
Liegt keine Benutzereingabe vor, so werden die Werte von unten nach oben vererbt.
Ergibt die Vererbung von unten nach oben kein Resultat, dann werden die Werte von oben nach unten vererbt.
Es können Vererbungskonflikte auftreten, so z.B. wenn eine Konsolidierungseinheit mehreren Konsolidierungskreisen explizit zugeordnet ist. Entsteht ein solcher Vererbungskonflikt, so erscheint eine rote Ampel, und eine explizite Benutzereingabe ist erforderlich.
Auf die Vererbung eines Attributs weist ein entsprechendes Symbol hin. In der Detailanzeige ist der Konsolidierungskreis zu finden, von dem das Attribut vererbt wurde.
Die Zuordnung der Attribute ist periodengenau zeitabhängig. Durch Änderung der Einbeziehungsart bzw. Methode in einer bestimmten Periode erfassen Sie einen Wechsel der Einbeziehungsart .
Mit dem Kennzeichen
Wechsel am Periodenanfang
bestimmen Sie, ob der Wechsel am Periodenanfang oder am Periodenende (Default-Einstellung) stattfindet.
Änderungen des Mutterkennzeichens im Zeitverlauf unterstützt das System nicht.
Es gibt folgende Möglichkeiten, die Hierarchien darzustellen:
Sicht komplett : Alle nicht leeren Hierarchien werden komplett angezeigt. Hat eine Konsolidierungseinheit in verschiedenen Konsolidierungskreisen unterschiedliche Attribute, so erscheint die Konsolidierungseinheit in all diesen Konsolidierungskreisen.
Somit kann diese Hierarchiedarstellung von der Hierarchiedarstellung bei der Stammdatenanzeige im linken Bereich der Konsolidierungsworkbench abweichen.
Sicht Konsolidierungskreis : Der ausgewählte Konsolidierungskreis mit allen (auch indirekt) enthaltenen Konsolidierungseinheiten wird angezeigt. Hier können Sie die vererbten Attributzuordnungen so ändern, dass sie genau die im ausgewählten Konsolidierungskreis gewünschten Werte aufweisen.
Sicht Konsolidierungseinheit : Die ausgewählte Konsolidierungseinheit mit allen Konsolidierungskreisen und Hierarchien, in denen sie enthalten ist, wird angezeigt. Trägt diese Konsolidierungseinheit in verschiedenen Konsolidierungskreisen unterschiedliche Attribute, so erscheint sie in all diesen Konsolidierungskreisen.
Da die Konsolidierungsfunktionen nicht mit Einzelmerkmalen, sondern mit Konsolidierungseinheiten- und Konsolidierungskreiskombinationen arbeiten, kombiniert das System intern die Zuordnungen aus jeder Merkmalsdimension unter Berücksichtigung folgender Grundsätze:
Einbeziehungsart und Methode entnimmt das System derjenigen Dimension, in der sie vom Benutzer gepflegt wurden. Wenn abweichende Zuordnungen in verschiedenen Dimensionen vorliegen, gibt das System eine Fehlermeldung aus. Daher sollten Sie Einbeziehungsart und Methode nur in einer Dimension pflegen.
Wenn das Mutterkennzeichen nur in einer Dimension gepflegt wird, so behandelt die Kapitalkonsolidierung alle Kombinationen als Mutter, in denen für mindestens ein Konsolidierungseinheitenmerkmal das Mutterkennzeichen gesetzt ist.
Wird das Mutterkennzeichen in beiden Dimensionen gepflegt, so behandelt die Kapitalkonsolidierung nur diejenigen Kombinationen als Mutter, in denen das Mutterkennzeichen für alle Konsolidierungseinheitenmerkmale gesetzt ist.
Wird eine Kapitalkonsolidierungsmethode zugeordnet, so wird die Einbeziehungsart automatisch dieser Methode entnommen. Die Einbeziehungsart können Sie nur dann explizit angeben, wenn keine Methode zugeordnet ist.
Entscheiden Sie, in welchen Konsolidierungseinheiten-Dimensionen Sie die Zuordnungen, insbesondere für das Mutterkennzeichen, vornehmen möchten.
Falls Sie keine Kapitalkonsolidierung verwenden, brauchen Sie nur die Einbeziehungsarten anzugeben.
Wir empfehlen, möglichst viele Zuordnungen durch die Vererbung von oben nach unten abzudecken.
Bei Verwendung der Kapitalkonsolidierung benötigt in wenigstens einer Konsolidierungseinheiten-Dimensionen jeder Konsolidierungskreis mindestens eine Muttereinheit. Dies stellen Sie sicher, indem Sie in die
Sicht Konsolidierungskreis
wechseln.