FunktionsdokumentationWiederverwendung von Zusatzmeldedaten

 

Sie verwenden diese Funktion, um die im Kontext einer Version definierten Zusatzmeldedaten auch in anderen Versionen nutzen zu können. Dadurch erreichen Sie, dass Sie die Zusatzmeldedaten nur einmal erfassen müssen. Dies vermindert den Aufwand, wenn Sie innerhalb eines Konsolidierungsgebiets mit mehreren Versionskombinationen parallel arbeiten.

Voraussetzungen

Sie können Zusatzmeldedaten nur dann konsolidierungsgebietsübergreifend nutzen, wenn sich die einzelnen Konsolidierungsgebiete lediglich durch verschiedene Versionskombinationen unterscheiden. Wenn dagegen etwa dem Merkmal Sicht die Rolle 'Im Konsolidierungsgebiet fixiert' zugeordnet ist und das Merkmal pro Konsolidierungsgebiet eine jeweils andere Ausprägung besitzt, kann die versionsübergreifende Abspeicherung von Zusatzmeldedaten nur pro Konsolidierungsgebiet erfolgen (und nicht über mehrere Konsolidierungsgebiete hinweg).

Funktionsumfang

Sie können mit mehreren Versionskombinationen auf die gleichen Zusatzmeldedaten lesend und schreibend zugreifen. Hierfür nutzen Sie das Konzept der speziellen Versionen für Zusatzmeldedaten. Betroffen sind die Datenströme Bestandsdaten, Lieferdaten, Beteiligungen, Kapital, Vermögen/Verbindlichkeiten und Anlagevermögen (siehe auch Datenbasis).

Um Zusatzmeldedaten wiederverwenden zu können, wählen Sie in der Prozesssicht der Workbench Anfang des Navigationspfads Stammdaten Navigationsschritt Versionen Navigationsschritt Spezielle Version Navigationsschritt Definition Ende des Navigationspfads und legen (sofern noch nicht vorhanden) spezielle Versionen an (z.B. für Lieferdaten (D4), Beteiligungen (D5) und Kapital (D6)).

Über die Definition von Regeln bestimmen Sie das Standardverhalten für Objekte, denen die jeweilige spezielle Version zugeordnet ist. Für den VersionstypZusatzmeldedaten geben Sie für Bestandsdaten, Lieferdaten, Beteiligungen, Kapital, Vermögen/Verbindlichkeiten und Anlagevermögenjeweils an, welche Zuordnung zwischen spezieller Version und jeweiliger Version voreingestellt sein soll.

Hinweis Hinweis

Wenn Sie mit mehreren speziellen Versionen arbeiten, müssen Sie für mindestens eines der zugeordneten Merkmale die Einstellung Alle Werte vornehmen.

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Entsprechend können Sie über Zuordnung zu Kombinationen für einzelne Versionskombinationen festlegen, welcher speziellen Version sie zugeordnet werden sollen (sofern Sie eine vom Standardverhalten abweichende Zuordnung wünschen). Über Speicherung von Zusatzmeldedaten schließlich legen Sie fest, wie die speziellen Versionstypen den zuvor definierten Versionskombinationen zugeordnet sein sollen.

Hinweis Hinweis

Wenn Sie Zusatzmeldedaten löschen, die mehrfach verwendet werden, so wirkt sich die Löschung automatisch auf alle Versionskombinationen aus, in denen die Zusatzmeldedaten verwendet werden.

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Beispiel

Sie wollen Zusatzmeldedaten übernehmen, die Sie für die Konsolidierung in unterschiedlichen Versionen verwenden wollen (Plan vs. Ist, HGB vs. US-GAAP). Ihr Datenmodell enthält zwei Merkmale V1 (Konsolidierungsversion) und V2 (Rechnungslegung). Im Customizing der Datenbasis haben Sie beide Merkmale der Rolle Version zugeordnet.

Für das Merkmal V1 definieren Sie die Werte 001 (Ist) und 002 (Plan), für das Merkmal V2 die Werte 'US-GAAP' und 'HGB' ( Anfang des Navigationspfads Stammdaten Navigationsschritt Versionen Ende des Navigationspfads). Außerdem haben Sie die Versionskombinationen (001, US-GAAP), (001, HGB) und (002, US-GAAP) angelegt ( Anfang des Navigationspfads Stammdaten Navigationsschritt Versionen Navigationsschritt Versionskombinationen Ende des Navigationspfads).

Sie legen nun die spezielle Version SV1 für Lieferdaten an ( Anfang des Navigationspfads Stammdaten Navigationsschritt Versionen Navigationsschritt Spezielle Versionen Navigationsschritt Definition Ende des Navigationspfads). Hierzu fügen Sie im unteren linken Bildbereich als Untereintrag von D4 (Lieferdaten) einen Eintrag mit dem Wert SV1 hinzu. Verfahren Sie genauso für die speziellen Versionen D5 (Beteiligungen) und D6 (Kapital).

Jetzt definieren Sie die (Standard-)Regeln für die Zusatzmeldedaten ( Anfang des Navigationspfads Stammdaten Navigationsschritt Versionen Navigationsschritt Spezielle Versionen Navigationsschritt Regeln Ende des Navigationspfads). Bearbeiten Sie hierfür im unteren linken Bildbereich unter Zusatzmeldedatendie Knoten Lieferdaten, Beteiligungen, Kapital.

Für V1 und V2 wählen Sie jeweils Alle Werte aus und ordnen Sie SV1 zu. Damit ist das Standardverhalten festgelegt. Alle Versionskombinationen verweisen jetzt auf die spezielle Version SV1.

Sie könnten nun über Zuordnung zu Kombinationen noch eine spezielle (vom Standardverhalten abweichende) Einstellung etwa für die Versionskombination (001, US-GAAP) vornehmen.

Unter dem Menüpunkt Speicherung von Zusatzmeldedaten wird jetzt für die Spezielle Version 'SV1' bestimmt, in welcher Versionskombination aus V1 und V2 die anfallenden Daten physisch gespeichert werden sollen. Sie könnten sich z.B. für die Versionskombination (001, HGB) entscheiden.

Wenn Sie nun Lieferdaten für eine Versionskombination mit dem flexiblen Upload in das System übernehmen, können Sie mit der Datenbankanlistung der Lieferdaten prüfen, für welche Versionskombinationen diese Daten zur Verfügung stehen.

Hinweis Hinweis

Wenn Sie Zusatzmeldedaten über mehrere Versionskombinationen hinweg verwenden wollen, beachten Sie folgendes:

Wenn Sie im Customizing für die Datenherkunft der Kapitalkonsolidierung festlegen, dass das System die Kapitaldaten sowohl aus der Summendatenbank als auch aus den Zusatzmeldedaten lesen soll, wendet das System eine Sonderlogik an. Nach dieser Sonderlogik berücksichtigt das System im Saldovortrag für Zusatzmeldedaten für Kapital die Summendaten des Vorjahres. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Saldovortrag bei gemischter Kapitaldatenherkunft.

Wenn verschiedene Versionskombinationen die gleichen Zusatzmeldedaten für Kapital verwenden, die Summendaten sich jedoch unterscheiden, ist das Ergebnis des Saldovortrags für Kapital abhängig von der Versionskombination, in der Sie die Saldovortragsmaßnahme ausführen. Falls sich z.B. in der Versionskombination, in der Sie die Saldovortragsmaßnahme ausführen, im Vorjahr keine Summendaten auf Kapitalpositionen befinden, kann dies dazu führen, dass Kapitaldaten im Saldovortrag gelöscht werden.

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