FunktionsdokumentationSaldovortrag bei „gemischter“ Kapitaldatenherkunft

 

Wenn Sie die Kapitalkonsolidierung nutzen und dafür das Kapital aus den Summendaten und aus den Zusatzmeldedaten lesen lassen, verwendet das System diese Funktion, damit die Kapitaldatensätze beim Saldovortrag konsistent bleiben.

Voraussetzungen

Sie haben das Customizing für die Kapitalkonsolidierung sowie für den Saldovortrag durchgeführt.

Funktionsumfang

Wenn das System für die Kapitalkonsolidierung das Kapital sowohl aus den Summendatensätzen als auch aus den Zusatzmeldedaten liest, so muss der Saldovortrag folgendermaßen vorgehen:

  • Der Saldovortrag, der Daten aus den Zusatzmeldedaten liest, muss auch die vorzutragenden Summensätze berücksichtigen: Sämtliche Kapitalpositionen, die nicht aus den Summendaten gelesen werden, müssen beim Saldovortrag auch in die Zusatzmeldedaten übernommen werden. Anderenfalls würden bei einer anschließenden Validierung von Summendaten gegen Zusatzmeldedaten Inkonsistenzen auftreten.

  • Sämtliche Kapitalpositionen, die aus den Summendaten gelesen werden, müssen beim Saldovortrag aus den Zusatzmeldedaten gelöscht werden. Wenn also eine Kapitalposition, die in den Zusatzmeldedaten geführt wird, auf eine andere Position vorgetragen wird, die aus den Summendaten gelesen werden soll, muss beim Saldovortrag letztere Position aus den Zusatzmeldedaten gelöscht werden.

Standardmäßig wendet das System diese Sonderlogik ausschließlich für vollkonsolidierte Einheiten an. In der Konfiguration von Saldovortragsmaßnahmen können Sie die Sonderlogik auch für at-Equity konsolidierte Einheiten aktivieren. Es ist dann jedoch erforderlich, dass Sie das Meldekapital für at-Equity-Einheiten auch auf der Summendatenbank erfassen. Anderenfalls trägt das System die Zusatzmeldedaten Kapital nicht vor.

Beispiel

Sie weisen die Gewinnverwendung in der Bilanz aus. Die Gewinnverwendungspositionen (mit ihren Unterpositionen) Einstellung in die Rücklagen und Entnahmen aus den Rücklagen sollen ebenso wie die Rücklagen historisch umgerechnet werden. Diese Positionen werden deshalb in den Zusatzmeldedaten geführt und historisch umgerechnet. Sie werden auf die Gewinnverwendungposition Jahresüberschuss Vorjahre vorgetragen.

Der Jahresüberschuss Vorjahre wird zweckmäßigerweise nicht in der Zusatzmeldetabelle geführt, sondern direkt aus den Summendaten gelesen; er wird nicht umgerechnet.

Diese Funktion sorgt dafür, dass nach dem Saldovortrag in den Zusatzmeldedaten kein Wert auf der Position Jahresüberschuss Vorjahre steht.