FunktionsdokumentationReporting über Restatements

 

Sie verwenden diese Funktion, um über Restatements, die auf der Rolle Restatement basieren, zu berichten.

Integration

Sie erstellen die Berichte mit Queries auf einen virtuellen InfoProvider oder MultiProvider der Konsolidierung im BI-System (SAP NetWeaver Business Intelligence). Sie können die Queries mit dem BEx Query Designer definieren und z.B. im BEx Analyzer oder BEx Web ausführen.

Voraussetzungen

Sie haben ein Restatement-Merkmal angelegt und diesem die Rolle Restatement zugewiesen. Weitere Informationen finden Sie unter Restatement-Merkmal anlegen.

Die Verarbeitung ist abhängig davon, ob Sie die Rolle Restatement im Konsolidierungssystem verwenden.

Funktionsumfang

Im Reporting können Sie die tatsächlichen Konsolidierungsdaten (die Datensätze mit initialem Restatement-Wert) und die Restatement-Daten kombiniert auswerten oder lediglich die Restatement-Daten.

Für die Merkmale mit der Rolle Konsolidierungseinheit, die Restatement-relevant sind, verwendet das System die Konsolidierungseinheitenhierarchien aus der Referenzperiode. Wenn in einer Matrixorganisation aus Gesellschaften und Profitcentern nur das Merkmal Profitcenter Restatement-relevant ist, ermittelt das System die Hierarchie des Merkmals Gesellschaft wie im Reportingmodus Standard aus der jeweiligen Periode.

Reportingmodus

Sie verwenden das Merkmal Reportingmodus (0BCS_REPMOD), um festzulegen, ob und wie das Reporting die Daten interpretiert (siehe auch Datenaufbereitung im virtuellen InfoProvider). Für das Reporting über Restatements verwenden Sie den Reportingmodus Restatement (0BCS_REPMOD = 'R').

Hinweis Hinweis

In den folgenden Reportingmodi können Sie nicht über Restatements berichten, denn die Queries auf den virtuellen InfoProvider oder technische Auswertungen mit Reportinglogik verarbeiten nur die tatsächlichen Daten mit initialem Restatement-Wert:

  • Standard (0BCS_REPMOD = 'S')

  • Vollkonsolidierung (0BCS_REPMOD = 'P')

Ende des Hinweises
Referenzperiode

Im Reportingmodus Restatement müssen Sie eine Selektion für die Referenzperiode (Referenz-Geschäftsjahr/-Periode) vornehmen.

Die Restatement-Periode (Restatement-Geschäftsjahr/-Periode) muss kleiner als die Referenzperiode sein oder gleich. Wenn Sie in der Selektion eine Restatement-Periode angeben, die größer ist als die Referenzperiode, dann wertet das System nur die Restatements aus, deren Restatement-Perioden kleiner sind als die Referenzperiode oder gleich.

Selektionsbedingung für das Restatement-Merkmal

Die Selektionsbedingung für das Restatement-Merkmal hängt folgendermaßen von der Art der beabsichtigten Auswertung ab:

Wenn Sie die Business Function Function Financials, Group Close, Restatement-Monitor nicht aktiviert haben, gilt folgendes:

  • Wenn Sie die tatsächlichen Daten und die Restatement-Daten kombiniert auswerten wollen, dann verwenden Sie die Selektionsbedingung in folgender Form: Restatement ≤ Restatement-Wert

    Alternativ können Sie auch keine Selektionsbedingung für das Restatement-Merkmal angeben. Dann verwendet das Reporting die ≤ -Selektionsbedingung mit dem größten Restatement-Wert in den Grenzen der Referenzperiode.

  • Wenn Sie nur die Restatement-Daten (die Datensätze mit einem nicht initialen Restatement-Wert) auswerten wollen, dann verwenden Sie die Selektionsbedingung in folgender Form: Restatement = Restatement-Werte

Wenn Sie die Business Function Function Financials, Group Close, Restatement-Monitor aktiviert haben, gilt folgendes:

  • Wenn Sie in der Konsolidierungsworkbench die Selektionsbedingung in der Form „Restatement ≤ Restatement-Wert“ angeben oder eine andere Reportinglogik auswählen als Restatement, verhält sich das System auf die gleiche Weise wie vor der Aktivierung der Business Function. In diesem Fall können in der Selektion auch Restatement-Werte enthalten sein, die nicht in der Kette von Bezugs-Restatements enthalten sind.

  • Wenn Sie in der Konsolidierungsworkbench die Restatement-Daten einschließlich der gesamten Kette von Bezugs-Restatements kombiniert auswerten wollen, dann wählen Sie die Reportinglogik Restatement aus und verwenden die Selektionsbedingung in folgender Form: Restatement = Restatement-Wert

    In diesem Fall gilt folgende Sonderlogik: Wenn im Customizing für den Restatement-Wert der Bezugstyp Differenz zu Originaldaten oder Differenz zu Bezugsdaten angegeben ist, löst das System ausgehend vom Restatement-Wert die gesamte Kette von Bezugs-Restatements auf und schließt die entsprechenden Datenscheiben in die Selektion ein. Restatement-Werte, die kleiner sind als der angegebene Restatement-Wert, die jedoch nicht in der Kette von Bezugs-Restatements enthalten sind, sind in diesem Fall automatisch aus der Selektion ausgeschlossen.

    Wenn Sie in den Selektionskriterien eine Periode angeben, berücksichtigt das System ausschließlich Bezugs-Restatements, die in dieser Periode gültig sind.

  • Im Reporting mit BW-Queries gibt es standardmäßig keine Sonderlogik, um Restatement-Werte, die nicht in der Kette von Bezugs-Restatements enthalten sind, automatisch auszuschließen. Wenn Sie lediglich die Kette von Bezugs-Restatements selektieren wollen, müssen Sie in der BW-Query jeden Restatement-Merkmalswert in der Kette von Bezugs-Restatements explizit angeben.

    Mit Hilfe von Customer-Exits können Sie jedoch eine Sonderlogik zur Auflösung der Kette von Bezugs-Restatements implementieren.

Erweiterte Prüfungen im Reportingmodus „Restatement“

Im Reportingmodus Standard überprüft das Reporting, ob die Periode (Geschäftsjahr/Buchungsperiode) eines Datensatzes in den Grenzen des Intervalls aus Jahr und Periode der Erstkonsolidierung und Jahr und Periode der Endkonsolidierung der betroffenen Konsolidierungseinheit liegt. Wenn dies der Fall ist, verarbeitet das Reporting den Datensatz. Ansonsten verarbeitet das Reporting den Datensatz nicht.

Im Reportingmodus Restatement nimmt das Reporting folgende Prüfungen vor, um sicherzustellen, dass rückwirkende Anpassungen möglich sind:

  • Wenn die Periode (Jahr/Periode) der Erstkonsolidierung der betroffenen Konsolidierungseinheit größer ist als die Referenzperiode, dann prüft das Reporting, ob die Periode im Datensatz größer ist als die Periode der Erstkonsolidierung. Wenn dies der Fall ist, verarbeitet das Reporting den Datensatz. Ansonsten verarbeitet das Reporting den Datensatz nicht.

  • Wenn die Periode (Jahr/Periode) der Endkonsolidierung der betroffenen Konsolidierungseinheit kleiner ist als die Referenzperiode, dann prüft das Reporting, ob die Periode im Datensatz kleiner ist als die Periode der Endkonsolidierung. Wenn dies der Fall ist, verarbeitet das Reporting den Datensatz. Ansonsten verarbeitet das Reporting den Datensatz nicht.