Datenherkunft von Bestandsdaten
Sie können für die Bestandsdaten bestimmen, ob das System diese aus der Summendatenbank oder aus den Zusatzmeldedaten lesen soll.
Wenn Sie bestimmen, dass das System die Bestandsdaten aus der Summendatenbank lesen soll, entfällt der zusätzliche Aufwand für die Datenerfassung von Zusatzmeldedaten sowie für deren Validierung.
Folgende Bestandsdaten kann das System aus den Summendaten lesen:
Bruttobuchwert und Bestandsmenge
Wertberichtigung normal
Wertberichtigung verlustfrei
Nebenkosten bzw. Nebenkostenprozentsatz
Das Customizing ist vom Konsolidierungsgebiet abhängig. Es ist Bestandteil der speziellen Version für die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen; es ist jedoch nicht zeitabhängig.
Damit das System die relevanten Summendaten lesen kann, definieren Sie Einzelselektionen, bestehend aus Bestandspositionen, Produktgruppen und Unterkontierungen. Wenn Sie in einer Einzelselektion eine Kombination aus Bestandspositionen und Produktgruppen definieren, leitet das System anhand der gemeinsamen Kontierungstypen der Bestandspositionen die zugehörigen Unterkontierungen ab; das sind beispielsweise kundendefinierte Unterkontierungen, Bewegungsart, Unterposition oder Unterpositionstyp (nicht jedoch Produktgruppe, Partnereinheit, Obereinheit, Beteiligungseinheit). Sie können dann die gewünschten Werte für diese Unterkontierungen angeben.
Hinweis
Wenn Sie als Unterkontierung für Bruttobuchwert, Wertberichtigung bzw. Nebenkosten die Bewegungsart haben, müssen Sie auch den Wert für die Vortragsbewegungsart angeben.
Mit den Werten für die Unterkontierungen bestimmen Sie Bruttobuchwert bzw. Bestandsmenge, Wertberichtigung und Nebenkosten.
Für die Einzelselektionen müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Die Einzelselektionen aus Bestandspositionen und Produktgruppe dürfen sich nicht überschneiden.
Die Einzelselektionen für die jeweiligen Unterkontierungen (für Bruttobuchwert, Wertberichtigungen und Nebenkosten) dürfen sich ebenfalls nicht überschneiden.
Das System überprüft beim Sichern des Customizing, ob folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Alle Bestandspositionen müssen einen Aufriss nach Produktgruppe, nach Partnereinheit und mindestens nach einer weiteren Unterkontierung haben.
In einer Einzelselektion darf die Schnittmenge zwischen den Kontierungstypen für die Bestandspositionen nicht leer sein; anderenfalls kann das System die Unterkontierungen nicht ermitteln.
Wenn eine Einzelselektion Bewegungsarten enthält, dann muss die Vortragsbewegungsart in derselben Einzelselektion enthalten sein wie die Bewegungsart im Originalbeleg; anderenfalls findet das System nach dem Saldovortrag die vorgetragenen Daten nicht. (Siehe auch den Hinweis oben.)
Die Einzelselektionen dürfen sich nicht überschneiden (s.o.).
Wenn eine der genannten Voraussetzungen nicht erfüllt ist, gibt das System eine entsprechende Fehlermeldung aus.
Beim Lesen aus Zusatzmeldedaten rechnet das System die in Hauswährung erfassten Daten für die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen mit der Kursart und zusätzlich mit der Vergleichskursart aus der Maßnahme um. Durch die Umrechnung mit der Vergleichskursart kann das System Umrechnungsdifferenzen ermitteln und ausweisen (siehe den Abschnitt Ausweis von Währungsumrechnungsdifferenzen).
Beim Lesen aus Summendaten führt das System die Umrechnung der Summendaten in einer Währungsumrechnungsmaßnahme bereits vor der Maßnahme für die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen durch. Die Umrechnung mit der Vergleichskursart aus der Maßnahme für die Zwischenergebniseliminierung im Umlaufvermögen dient dann ebenfalls dem Ausweis von Währungsumrechnungsdifferenzen.
Wenn das System die Bestandsdaten aus den Summendaten liest, zeigt die Datenbankanlistung sowohl die Daten in Hauswährung als auch in Kreiswährung an.
Wenn das System die Bestandsdaten aus den Summendaten liest, haben Sie im Anforderungsbild der Anlistung von Bestandsdaten folgende Möglichkeit:
Sie können grundsätzlich festlegen, ob das System aus dem logischen
oder aus dem physischen Datenstrom lesen soll. Wenn das System die Daten aus
den Summendaten liest, müssen Sie die Option für den logischen Datenstrom
wählen; denn nur dann liest das System mit spezieller Logik aus den Summendaten.
(Bei Lesen aus Summendaten und Wahl der Option physisch
würde
das System im physischen Datenstrom keine Daten vorfinden, da der physische
Datenstrom nur für Zusatzmeldedaten bestimmt ist.)
Voraussetzung:
Wenn Sie als Datenquelle für Bestandsdaten die Zusatzmeldedaten wählen wollen, muss in der Datenbasis der InfoProvider für Bestandsdaten vorhanden sein. Dies ist nicht erforderlich, wenn Sie die Bestandsdaten aus der Summendatenbank lesen wollen.
Vorgehensweise:
In der Prozess-Sicht der Workbench wählen Sie .
Auf der Registerkarte Allgemein
legen
Sie fest, aus welcher Datenquelle das System die Bestandsdaten lesen soll
(Summendatenbank oder Zusatzmeldedaten).
Wenn Sie als Datenquelle für die Bestandsdaten die Summendatenbank
angegeben haben, dann müssen Sie auf der Registerkarte Bestandsdaten
die
Einzelselektionen, bestehend aus Bestandspositionen und Produktgruppen angeben.
Pro Einzelselektion gehen Sie wie folgt vor:
Um in die Detailansicht für eine Einzelselektion zu gelangen, wählen Sie den Navigationspfeil.
Das System zeigt in der Detailansicht für die Einzelselektion die Unterkontierungen für Bruttobuchwert, Wertberichtigung normal und verlustfrei sowie Nebenkosten an (siehe oben).
Geben Sie pro Unterkontierung die gewünschten Werte an.
Sichern Sie Ihre Eingaben.