Erzeugung von Lohnbearbeitungsbestellanforderungen aus Bedarfsplanungsergebnissen
Der Planer kann den Bedarfsplanungsprozess dahingehend konfigurieren, dass Lohnbearbeitungsbestellanforderungen direkt erzeugt werden, ohne dass zunächst ein Planauftrag umgesetzt wird. Üblicherweise wird diese Möglichkeit von Organisationen genutzt, die nicht über interne Instandhaltungskapazitäten verfügen, oder für Teile, deren Reparatur komplexe Equipments und Prozesse erfordert.
Damit eine Lohnbearbeitungsbestellanforderung direkt angelegt werden kann, muss das Material eine Stückliste (BOM) mit einer Stücklistenposition haben, die als Reserveteil vorgesehen ist (Beistellteilkennzeichen S
).
Wenn die Stücklistenposition ein Teil aufweist, das mit dem zu reparierenden Teil übereinstimmt, wird eine Bestellanforderung mit Lohnbearbeitungsart 1 angelegt. Wenn das zu reparierende Teil beispielsweise im Auslaufen begriffen ist, haben das Material in der Stückliste und das zurückgelieferte Material unterschiedliche Materialnummern; dann wird eine Bestellanforderung wird Lohnbearbeitungsart 2 angelegt. Der Planer kann die Bestellanforderung aufrufen und die Details nach Bedarf anpassen.
Zusätzlich zu den Konfigurationseinstellungen, die unter Planaufträge in Lohnbearbeitungsbestellanforderungen umsetzen beschrieben sind, müssen Sie Folgendes überprüfen:
Das Material, für das Sie eine Lohnbearbeitungsbestellanforderung anlegen möchten, muss eine Stückliste haben.
Das Beistellteilkennzeichen für das Stücklistenteil muss S
sein.
Das Teil muss bedarfsplanungsrelevant sein, und im Materialstamm in der Sicht Disposition 2
muss das Sonderbeschaffungskennzeichen Lohnbearbeitung
eingestellt sein.
Weitere Informationen darüber, wie Sie die erforderlichen Bedarfsplanungseinstellungen vornehmen, finden Sie unter Beschaffungsart und Sonderbeschaffungsart.