Prozess der Fakturierung (PS)

Einsatzmöglichkeiten

Diesen Prozess nutzen Sie, um bei Kundenprojekten dem Kunden geleistete Arbeit, verwendete Materialien und sonstige Kosten aufwandsbezogen in Rechnung zu stellen.

Kundenprojekte wickeln Sie im SAP-System über projektkontierte Kundenauftragspositionen ab. Folglich erstellen Sie die Fakturaanforderung ebenfalls über den Kundenauftrag in der Komponente Vertrieb (SD). Der Prozess der aufwandsbezogenen Fakturierung von Kundenprojekten entspricht damit dem Prozess im Vertrieb.

Integration

Der Einsatz dieser Komponente ist nur gemeinsam mit der Komponente Vertrieb (SD) möglich, da für die Durchführung der aufwandsbezogenen Fakturierung ein projektkontierter Kundenauftrag vorhanden sein muss.

Indem Sie eine oder mehrere Auftragspositionen einem PSP-Element zuordnen, das als Fakturierungselement gekennzeichnet ist, verbinden Sie den Kundenauftrag im Vertrieb (SD) mit dem Projektsystem (PS) .

Das Fakturierungselement, auf das die Kundenauftragsposition verweist, ist das oberste Element einer Fakturierungsstruktur. Alle dem Fakturierungselement hierarchisch untergeordneten Objekte (PSP-Elemente, Aufträge, Netzpläne, Netzvorgänge) gehören dieser Fakturierungsstruktur an.

Voraussetzungen

Customizing in der Komponente Vertrieb (SD)

Eine Auftragsposition (z.B. Terminauftrag, Reparaturauftrag) ist angelegt, die auf ein PSP-Element eines Kundenprojekts kontiert ist.

Dazu hinterlegen Sie zur Auftragsposition das zu kontierende PSP-Element auf der Registerkarte Kontierung .

Im Auftrag ist ein Dynamische-Posten-Prozessorprofil hinterlegt.

Dazu tragen Sie zur Auftragsposition ein Dynamische-Posten-Prozessorprofil (DPP-Profil) auf der Registerkarte Verkauf B ein.

In der Auftragsposition ist ein Material hinterlegt, das die Kontierung auf ein Projekt zulässt.

Weitere Informationen dazu finden Sie im Customizing des Projektsystems unter Erlös und ErgebnisIntegration mit Vertriebsbelegen (SD)Kundenaufträge auf Projekt kontieren

Customizing in der Komponente Projektsystem (PS):

Ein Dynamische-Posten-Prozessorprofil ist definiert.

Wenn Sie das Dynamische-Posten-Prozessorprofil so gepflegt haben, dass das System als Quelle der Dynamischen Posten die Istkosten-Summensätze heranzieht, stellt das System die Kosten nicht differenziert nach Material dar.

Weitere Voraussetzungen:

Das PSP-Element, das der Kundenauftragsposition zugeordnet ist, führt Kosten.

Ablauf

Sie legen im Customizing im Dynamische-Posten-Prozessorprofil fest, welche Daten fakturiert werden und wie das System die zu fakturierenden Daten für die Fakturaanforderung verdichtet.

Sie melden Aufwände (z.B. geleistete Arbeit, verbrauchte Materialien) auf den Kundenauftrag zurück.

Sie haben die Möglichkeit die rückgemeldeten Kosten nicht nur über die Kostenart, sondern zusätzlich über das Berechnungsmotiv zu differenzieren. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Berechnungsmotive in der Rückmeldung und Berechnungsmotiv umbuchen .

Sie legen eine Fakturaanforderung an.

Beim Anlegen der Fakturaanforderung arbeitet das System folgendermaßen:

a. ausgehend von den Kosten ermittelt das System die Posten der Aufwandssicht über das Dynamische-Posten-Prozessorprofil (s. Voraussetzungen). Diese Posten werden als Dynamische Posten bezeichnet.

b. das System sortiert die Dynamischen Posten entsprechend der SD-Auftragspositionen und ermittelt den Preis der Fakturaanforderung über die SD-Preisfindung .

Hierfür ermittelt das System über den Belegtyp (aus dem DPP-Profil) das Kalkulationsschema.

Entsprechend stehen Ihnen zwei Sichten zur Bearbeitung zur Verfügung:

a. Aufwandssicht

b. Verkaufspreissicht

Sie sichern die Fakturaanforderung in einem Beleg.

Das System schreibt die Erlöse auf dem Projekt fort.