Erfassung von MessungenBei der Ladebestätigung können Sie eine unbegrenzte Zahl von Messungen für eine Materialbewegung erfassen. Das System speichert alle diese Messungen im Transportbeleg, damit diese Daten jederzeit abrufbar sind, nimmt aber keine entsprechenden Bestandsbuchungen oder Fortschreibungen von Ausgangsbelegen vor. Während der Lade- und Lieferbestätigung muß festgelegt werden, welche abgelesenen Werte das System als Grundlage für Bestandsbuchungen verwenden soll.
Hinweis
Besonders bei Pipelines und Seetransporten können bei einem Ladevorgang mehrere Messungen ein- und derselben Materialmenge vorgenommen werden (sog. "Vierpunktmessung").
Bei Seetransporten wird zum Beispiel das Material zunächst an der Ladestelle gemessen. Die nächste Messung erfolgt bei Verladung des Materials an Bord. Diese Messungen, die sich evtl. unterscheiden, können zu Informationszwecken beide im System gespeichert werden, bei der Ladebestätigung müssen Sie sich aber für einen Wert als Berechnungsgrundlage entscheiden.
Wenn die Ladebestätigung abgeschlossen ist, müssen die Buchungen die korrekte In-Transit-Bestandsposition für den Transport widerspiegeln. Wenn keine Differenzen zwischen den Messungen vorhanden sind oder sich Lieferant und Empfänger auf einen gemeinsamen Meßwert einigen können, reicht eine Materialbewegung aus, um den Bestand in den Lagerort für den rollenden Bestand (In-Transit-Lagerort) zu übertragen.
Wenn es eine Diskrepanz zwischen den gemessenen Mengen gibt und die erste Messung bereits für die In-Transit-Buchung verwendet worden ist, ist eine Korrektur der geladenen Menge erforderlich. Wie diese Korrektur behandelt wird, hängt davon ab, wie Lieferant und Empfänger die Mengendifferenz buchungstechnisch behandeln wollen. Wenn der Empfänger die Differenz akzeptiert, muß der rollende Bestand durch eine Zuwachs- oder Verlustbuchung korrigiert werden. Wenn der Lieferant die Differenz übernimmt, hängen die erforderlichen Buchungen von den Ausgangsbelegen für den Transport ab, und zwar folgendermaßen:
Lieferavis |
Stornobuchung im Wareneingang für die zugehörige Bestellung. |
Lieferung oder Reservierung |
Rückbuchung der Umlagerung vom rollenden Bestand in den Verlade-Lagerort. Die Buchung von Zuwachs oder Schwund bei anderem als dem rollenden Bestand erfolgt außerhalb des Transports mit Hilfe von Basis-Transaktionen. Wenn Differenzen sofort erfaßt werden müssen, sollte dies über eine normale Zuwachs- oder Verlustbuchung erfolgen. |
Wählen Sie, ausgehend vom Bild
Massengutverladung
, den Befehl
. Geben Sie nun auf dem Bild
Meßdaten erfassen
die entsprechenden Messungen ein. Mengen, die im Bild
Massengutverladung
aktiviert wurden, können Sie im Bild
Meßdaten erfassen
erst dann ändern, wenn Sie sie vorher deaktiviert haben.
Wenn Sie Meßdaten erfassen möchten,
geben Sie die Daten direkt ein
oder
kopieren Sie den aktiven Vorschlagswert, indem Sie ihn markieren und dann wählen.
Anschließend können Sie die Meßwerte ändern.
Sie können wählen, welche Meßdaten Sie für die Verbuchung verwenden möchten, indem Sie einen aktiven Satz deaktivieren und eine der anderen Messungen aktivieren. Hierzu markieren Sie eine Messung und wählen
. Die Messung, die Sie auf dem Bild
Meßdaten erfassen
aktivieren, verwendet das System als Vorschlag für die Verladung auf dem Bild
Massengutverladung
.
Vorgehensweise: