Rückmeldung über Message Manager (mit Fehlerbearbeitung)
Den Report RWGDS_MESSAGE_MANAGER
(Transaktion WGDS_CONF_MSG_MNGR
) verwenden Sie zum Versenden von Catalogue-Item-Confirmation-Nachrichten, um dem Datenpool bzw. dem Datenlieferanten (Lieferant) Rückmeldung über den Bearbeitungsstand der gesendeten Daten bzw. über vorhandene Fehler in den Datensätzen zu geben
Sie können den Report über die SE38
aufrufen oder als Transaktion starten ().
Sie nutzen GDSN-Nachrichten (Catalog Item Notification - CIN) zum Empfang von Preiskatalogen und die erweiterte Preiskatalog-Eingangsverarbeitung (Transaktionen Preiskatalog für die Bearbeitung auswählen
(W_SYNC
) / Preiskatalog bearbeiten (erweitert)
(W_PRICAT_MAINTAIN
) oder eine eigene BAdI-Implementierung, um z. B. die Kommunikation per E-Mail aufzubauen. In den Transaktionen können Sie den Bearbeitungsstatus pro Basismengeneinheit setzen und bei Bedarf für alle abhängigen Mengeneinheiten der Basismengeneinheit Fehler erfassen.
Weiter Informationen finden Sie unter Preiskataloge für die Bearbeitung auswählen und Preiskatalog bearbeiten (erweitert).
Hinweis
Für Daten, die per IDoc ins System kamen, können Sie ohne BAdI-Implementierung keine Nachrichtenvorschläge erzeugen lassen.
Der Report ermittelt für die selektierten Trade Items den Nachrichtenstatus und erstellt daraus Nachrichtenvorschläge für die Rückmeldung an den Datenpool. Für das Ermitteln des Nachrichtenstatus werden der Bearbeitungsstatus aus der erweiterten Eingangsverarbeitung sowie das Vorhandensein/Nichtvorhandensein von Fehlern berücksichtigt. Sie können aus den erzeugten Nachrichtenvorschläge einzelne, mehrere oder alle selektieren. Das Ergebnis dieser Selektion können Sie anschließend versenden.
Sie können die Ergebnismenge der Nachrichtenvorschläge durch verschiedene Selektionsoptionen beeinflussen.
Nachrichtenvorschläge für Trade Items, die selektiert sind
Nachrichtenvorschläge mit einem bestimmten Status
gesendete und/oder nicht gesendete Nachrichtenvorschläge
Nachrichtenvorschläge entsprechend der Datumsselektionen
Eine Nachricht bezieht sich auf alle Mengeneinheiten eines Trade-Items der höchsten Ebene (z.B. einer CIN – Catalogue Item Notification). Jedes Trade Item (Mengeneinheit eines Artikels) wird durch eine GTIN (Global Trade Item Notification) identifiziert. Jedes Trade Item besitzt ein Gültig-Ab-Datum. Jede GDSN-Nachricht enthält alle im Trade-Item der höchsten Ebene (z. B. einer Palette) enthaltenen Trade Items (Mengeneinheiten).
Beispiel
Eine Palette kann 5 Kartons enthalten, jeder dieser Kartons enthält wiederum 4 kleinere Kartons mit jeweils 10 Stück des Artikels A. Es können auch verschiedene Artikel auf einer Palette vorhanden sein. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass ein Artikel (Basismengeneinheit) in verschiedenen GDSN-Nachrichten vorkommt: Eine Palette mit 10 Kartons mit jeweils 100 Stück des Artikels B pro Karton. Eine Palette mit 5 Kartons jeweils 150 Stück des Artikels B pro Karton.
Die erweiterte Eingangsverarbeitung zeigt für eine Basismengeneinheit alle anderen Verpackungseinheiten an. Für den Artikel B sind das im obigen Beispiel die beiden Kartons (ein großer und ein kleiner) sowie die zwei Paletten.
Artikel B gehört somit zu zwei verschiedenen GTINs der höchsten Ebene (hier jeweils eine Palette). Der Report ermittelt für diesen Artikel einen Nachrichtenvorschlag pro GTIN der höchsten Ebene. Im Beispiel sind dies somit zwei Nachrichtenvorschläge.
CIN 456 (Palette) | CIN 789 (Palette) | CIN 101 (Palette) |
Karton 2 | Karton 3 | Karton 4 |
Karton 1 | ||
Artikel A | Artikel B | Artikel B |
Im Selektionsbereich Trade-Item-Status
bestimmen Sie, welcher Nachrichtenstatus angezeigt werden soll:
Mit nicht behobenen Fehlern: Es werden Nachrichtenvorschläge für Trade Items mit Fehlern angezeigt.
Synchronisiert: Es werden Nachrichtenvorschläge für Trade Items angezeigt, die keine Fehler haben und bereits im ERP-Materialstamm angelegt sind oder noch angelegt werden müssen (Bearbeitungsstatus Geprüft
oder Weitergegeben
in der erweiterten Eingangsverarbeitung).
Abgelehnt: Es werden Nachrichtenvorschläge für Trade Items angezeigt, die nicht mehr vom Datenpool gesendet werden sollen. Dabei wird nur der Bearbeitungsstatus Ausgeschlossen
der erweiterten Eingangsverarbeitung berücksichtigt. Das Vorhandensein/Nichtvorhandensein von Fehlern ist hier nicht relevant.
Akzeptiert: Es werden Nachrichtenvorschläge für Trade Items angezeigt, die keine Fehler haben und den Bearbeitungsstatus Offen, In Bearbeitung
oder Fehler
in der erweiterten Eingangsverarbeitung haben. Mit dem Status Akzeptiert
wird dem Lieferanten mitgeteilt, dass seine Daten technisch lesbar sind. Der Bearbeitungsstatus Fehler
wird bei bei Verbuchungsfehlern im SAP-System gesetzt, diese Verbuchungsfehler haben keinen Bezug zu Fehlern in den Daten des Datenpools.
Informationen zu den Bearbeitungsstatus der erweiterten Eingangsverarbeitung finden Sie unter Erweiterte Preiskatalogbearbeitung.
Im Selektionsbereich Übertragungsstatus
bestimmen Sie, welche Nachrichten angezeigt werden sollen:
Nur nicht gesendete: Es werden nur die Nachrichtenvorschläge angezeigt, die mindestens ein Trade Item enthalten, dessen aktueller Status noch nicht an den Datenpool übermittelt wurde.
Nur gesendete: Pro GTIN der höchsten Ebene im gleichen Katalog und mit gleichem Gültig-Ab- Datum wird nur die zuletzt versendete Nachricht berücksichtigt. Es werden nur Nachrichtenvorschläge angezeigt, deren Nachrichtenstatus mit dem zuletzt für diese GTIN der höchsten Ebene versendeten Nachrichtenstatus übereinstimmt. Sie können damit eine bereits versendete Nachricht als neue Nachricht (Kopie) versenden. Wenn es sich um eine Nachricht mit Fehlern handelt, werden in der Kopie der Nachricht nur die noch nicht gelösten Fehler versendet.
Gesendete und nicht gesendete: Kombination aus den beiden Optionen. Pro GTIN der höchsten Ebene (Katalog und Gültig-Ab-Datum) wird nur ein Nachrichtenvorschlag angezeigt. Dies bietet die Möglichkeit, zu allen GTINs der höchsten Ebene den aktuellen Nachrichtenstatus zu versenden - unabhängig davon, ob die Information schon einmal an den Datenpool gesendet wurde oder nicht.
Bereits gesendete Informationen werden mit einem geschlossenen Briefumschlag (
), neue mit einem offenen Briefumschlag dargestellt (
).
Im Selektionsbereich Trade-Item-Details
bestimmen Sie, für welche Trade Items Nachrichtenvorschläge angezeigt werden sollen. Alle Selektionskriterien werden mit UND verknüpft. Das Eingabefeld Angelegt am
bezieht sich auf den Eingangszeitpunkt der CIN (Catolog Item Notification) im SAP-System. Die Optionen der Erweiterung der Trade-Item-Selektion bestimmen, ob für die über Trade-Item-Details ermittelten Trade Items eine Erweiterung der Selektion durchgeführt werden soll.
Nur angegebene Items: Es wird keine Erweiterung der Selektion durchgeführt.
Alle Items der CIN: Es werden zu den bisher selektierten Trade Items alle Trade Items der CIN hinzuselektiert
Alle Items mit gleicher Basis-ME: Es werden zu den bisher selektierten Trade Items alle Trade Items der CIN hinzuselektiert sowie alle weiteren Trade Items zusätzlicher CINs, in denen das selektierte Trade Item enthalten ist.
Beispiel
Beispiel: Sie selektieren über den Selektionsbereich Trade-Item-Details
einen Karton. Dieser Karton gehört zur CIN 123 mit Palette, diesem Karton, Zweierpack und der Basismengeneinheit. Genau diese Basismengeneinheit gehört auch zu CIN 789 und CIN 101.
Für Nur eingegebene Items
wird die Selektion nicht erweitert. Für den Nachrichtenvorschlag muss die GTIN der höchsten Ebene und die Basis-GTIN ermittelt werden, aber das Zweierpack wird nicht berücksichtigt.
Für Alle Items der CIN
wird das Ergebnis der Selektion um alle Items der CIN 123 erweitert.
Für Alle Items zu gleicher Basis-ME
wird die erste Erweiterung der Selektion um alle Trade Items der CIN 456 und der CIN 101 erweitert.
CIN 123 (Palette) | CIN 789 (Palette) | CIN 101 (Palette) |
Karton 1 | Karton 3 | Karton 4 |
Zweierpack | ||
Artikel B | Artikel B | Material B |
Im Selektionsbereich Details zur Fehlererfassung
bestimmen Sie, in welchem Zeitraum und von wem, die im Nachrichtenvorschlag zu berücksichtigen Fehler, angelegt wurden.
Fehler, die außerhalb des gewählten Zeitraumes erfasst wurden, werden nicht berücksichtigt. Dies kann zu positiven Rückmeldungen (Status Akzeptiert
oder Status Synchronisiert
) führen, obwohl Fehler vorhanden sind. Da der Status Akzeptiert
laut GDSN-Standard immer gesendet werden kann, also auch wenn Fehler bestehen, ist nur für den Status Synchronisiert
eine zusätzliche Prüfung notwendig. Dabei wird unabhängig von allen Selektionsparametern geprüft, ob alle Trade Items der CIN fehlerfrei sind. Werden bei der Prüfung (nicht gelöste) Fehler gefunden, werden diese Fehler in die Ergebnismenge der Selektion aufgenommen und erscheinen somit auch im Nachrichtenvorschlag.
Fehler, die von anderen als dem eingetragenen Benutzer angelegt wurden, werden nicht berücksichtigt.
Im Selektionsbereich Optionen für Parallelverarbeitung
bestimmen Sie, wie die Nachrichtenvorschläge versendet werden sollen - nachdem die Daten entsprechend der zuvor beschriebenen Selektionsparameter selektiert wurden und der Status des Nachrichtenvorschlages ermittelt wurde. Dabei können Sie das Versenden der Nachrichtenvorschläge parallelisieren, indem Sie die Anzahl paralleler Prozesse
, die Servergruppe
und die Mindestanzahl Trade Items pro Job
angeben.
Im Selektionsbereich Optionen für die Ausgabe
bestimmen Sie, ob die Statistiken zur Verarbeitung und / oder das Anwendungsprotokoll angezeigt werden. Das Anwendungsprotokoll können Sie sich immer über die Transaktion SLG1
- Anwendungslog auswerten
anzeigen lassen. Benutzen Sie dazu das Objekt WGDS_CONFIRMATION
und das Unterobjekt OUTBOUND
.
Die Nachrichtenvorschläge werden als Nachricht vom Typ Catalog Item Confirmation (CIC) des GDSN-Standards erzeugt. Dabei werden alle Trade-Item-Information, die zu einem Trade-Item der höchsten Ebene gehören, in einer Nachricht gruppiert. Für Nachrichtenvorschläge ohne Fehlermeldungen, also Nachrichtenvorschläge mit den Nachrichtenstatus Akzeptiert, Synchronisiert
oder Abgelehnt
, werden die zugehörigen Trade Items als Positionen der Nachricht aufgelistet. Für Nachrichtenvorschläge mit dem Nachrichtenstatus Mit nicht behobenen Fehlern
werden die Fehler mit der Trade-Item-ID der zugehörigen Trade Items als Positionen der Nachricht aufgelistet.
Beim Ausführen der Selektion werden die Trade-Item-Informationen mit Gültigkeitsdatum selektiert. Dabei werden für das aktuell gültige Trade Item auch Fehler selektiert, die für alte Gültigkeiten angelegt wurden. Für Trade Items mit Gültigkeit in der Zukunft, werden nur genau die Fehler selektiert, die für dieses Gültigkeitsdatum angelegt wurden.
Es besteht die Möglichkeit, mittels BAdI-Methode WGDS_CC_2012_CONFIRMATION group_and_stat_determ_of_prop
des Enhancement Spot WGDS_CC_2012_BADI
eine kundenspezifische Gruppierung und Statusermittlung zu implementieren.
Die gruppierten Nachrichtenvorschläge vom Nachrichtentyp CIC werden auf eine interne Struktur gemappt und dann an den Proxy übergeben. Anschließend erfolgt in der SAP NetWeaver Process Integration eine erneute Konvertierung in das externe GS1-Format.
Beim erfolgreichen Senden werden hierfür Nachrichten auf der Datenbank angelegt und auch das Gesendet-Kennzeichen des Fehlers wird gesetzt. Im Fehlerfall wird eine Fehlernachricht ausgegeben.
Es besteht die Möglichkeit, mittels BAdI-Methode WGDS_CC_2012_CONFIRMATION sending_of_conf_proposals
des Enhancement Spot WGDS_CC_2012_BADI
eine kundenspezifische Anpassung zu implementieren. um z.B. die Nachrichtenvorschläge als E-Mail zu versenden.
Beim Einstieg über die Funktion Fehler und Status übertragen
der erweiterten Preiskatalog-Eingangsverarbeitung (Transaktion W_PRICAT_MAINTAIN
) wird die Selektion des Reports nicht ausgeführt, sondern nur die Gruppierung, Statusermittlung und das Versenden. Die Selektionsparameter des Selektionsbereiches Trade-Item-Status
und Übertragungsstatus
werden dabei aus dem Customizing Voreinstellungen für Message Manager festlegen
gelesen.
Das Trade Item der höchsten Ebene kann nur für Trade Items, die per CIN empfangen wurden, ermittelt werden. Werden Trade Items ausgewählt, die nicht per CIN empfangen wurden, dann werden diese Trade Items nur in der Gruppierung berücksichtigt, nicht bei der Statusermittlung und nicht beim Versenden. Die Trade Items werden nach Lieferant, Katalog und Basis-Trade-Item gruppiert. Die Felder Nachrichtentyp
und Nachrichtenstatus
des Nachrichtenkopfs sind leer. Die Nachrichtendetails enthalten alle Fehler und für Trade Items ohne Fehler eine Item-Zeile. Die Statusermittlung und das Versenden dieser Nachrichtenvorschläge muss mittels BAdI implementiert werden.
Die Ausgabe der Transaktion umfasst die Nachrichtenvorschläge bestehend aus dem Nachrichtenkopf im oberen Teil und den Nachrichtendetails im unteren Teil der Anzeige. Dabei werden per Doppelklick auf den Nachrichtenkopf die zum Nachrichtenkopf gehörenden Nachrichtendetails im unteren Teil der Anzeige sichtbar.
Zeile/Spalte | Funktion/Inhalt |
Übertragungsstatus | Nachrichtenvorschlag, der einen Nachrichtenstatus und Nachrichtendetails enthält, die bereits versendet wurden. Kann auch als Hotspot benutzt werden, mit Klick auf das Symbol erhalten Sie im unteren Bereich eine Übersicht über alle vorhandenen Nachrichten zur GTIN der höchsten Ebene. |
Übertragungsstatus | Informationen (der Nachrichtenstatus und die Nachrichtendetails) wurden noch nicht gesendet. |
| Ist das Symbol eingeblendet, dann werden die Informationen zu dieser Zeile in den Nachrichtendetails (unten) angezeigt. |
| Status einer Rückmeldungsnachricht gemäß der im GDSN-Standard von GS1 festgelegten Definitionen. |
| Eindeutige Identifikation eines Rückmeldungsobjekts. |
| Hotspot, mit Klick auf die ID gelangen Sie auf den Inhalt der gesendeten Nachricht. |
Hinweis
Bei einem Nachrichtenvorschlag mit geschlossenem Briefumschlag handelt es sich nicht um eine bereits gesendete Nachricht! Der Nachrichtenvorschlag kann, muss aber nicht identisch zu einer bereits versendeten Nachricht sein.
Folgende Punkte können dazu führen, dass der Nachrichtenvorschlag mit geschlossenem Briefumschlag sich von der früher gesendeten Nachricht unterscheidet:
Es wurde ein bestehender Fehler gelöst (der Nachrichtenvorschlag enthält nur noch die noch nicht gelösten Fehler)
Auch die Nachrichtenvorschläge mit geschlossenem Briefumschlag können versendet werden.
Senden
Nach Ausführen der Selektion sind alle Vorschlagszeilen markiert. Um alle Nachrichtenvorschläge zu versenden, wählen Sie
(Senden
).
Wenn Sie nicht alle Nachrichtenvorschläge versenden möchten, ändern Sie die Auswahl durch das Markieren einzelner Zeilen und wählen dann
(Senden
).
Wird das Programm im Hintergrund ausgeführt, so werden alle erzeugten Nachrichtenvorschläge versendet.