Prüf- und Anreicherungsprozessor Der Prüf- und Anreicherungsprozessor (PA-Prozessor, PAP) ist ein generisches Werkzeug, das Daten überprüfen und anreichern kann. Mit dem PA-Prozessor kann der Anwender Regeln auf Massendaten anwenden.
Der Prozess wird durch ein Ereignis angestoßen: Das Ereignis ruft ein oder mehrere Regelsätze auf. Regelsätze werden nacheinander aufgerufen. Sie verarbeiten jeweils alle ihre Regeln, und zwar nacheinander.
Eine Regel fragt die Bedingung ab. Wenn die Bedingung erfüllt ist, wird eine Aktion ausgeführt. Die Regel wird aufgebaut durch Bedingungen, Aktionen und Ausdrücke.
Der PA-Prozessor besteht aus zwei Teilen: Laufzeit- und Konfigurationsumgebung. Der Anwender benutzt die Laufzeitumgebung, um Istdaten nach Regeln zu verarbeiten. Die Konfigurationsumgebung wird verwendet, um die Elemente des PA-Prozessors zu definieren und zu bearbeiten: Anwendung, Ereignis, Regelsatz, Regel, Bedingung, Aktion und Ausdruck.
Mit folgenden Elementen können Sie im PA-Prozessor arbeiten:
Anwendung- Hülle für eine Regeldefinition. Die Anwendung besteht aus Objekten, die als Struktur definiert werden: Ereignis, Regelsatz, Regel, Bedingung, Aktion und Ausdruck.
Element- ist der Oberbegriff für die Bausteine der Regelausdrücke: Ausdruck, Aktion, Bedingung, Regel, Regelsatz und Ereignis.
Ausdrücke- sind Bausteine von Aktionen oder Bedingungen. Sie können einfach (z.B. eine Konstante) oder komplex sein (z. B. Methodenaufruf). Sie können bearbeitet oder gelöscht werden, sofern sie nicht von einem anderen Element benutzt werden. Ausdrücke können Operanden und einen Operatoren beinhalten. Ihr Rückgabewert ist ein boolescher Wert. Operanden können eine Konstante sein, ein Feld oder eine Systemvariable.
Aktionen- benutzen Ausdrücke. Sie können Daten transformieren, Daten aus verschiedenen Strukturen in Verbindung bringen, Methoden aufrufen und Nachrichten erzeugen, die Benutzer über die Resultate von Ausführungen informieren.
Bedingung- die Komponenten einer Bedingung sind Ausdrücke oder andere Bedingungen. Bedingungen können Hierarchien solcher Komponenten enthalten. Sie werden auch mit Bezug auf diese Hierarchien ausgewertet. Das Ergebnis der Auswertung einer Bedingung kann das Ergebnis der Auswertung der nächsten Bedingung beeinflussen. Daher ist die Anordnung/Abfolge der Komponenten so wichtig. Bedingungen werten aus, ob Aktionen einer Regel ausgeführt werden können: Wenn die Bedingung wahr ist, wird die Aktion ausgeführt, andernfalls wird sie nicht ausgeführt.
Regel- Regeln bestehen aus einer Eingangsbedingung und einer Aktion. Wenn die Bedingung wahr ist, wird die Aktion ausgeführt, andernfalls wird sie nicht ausgeführt. Regelattribute können Feldern tieferer Strukturen zugeordnet werden. Die Regel kann dann auf alle ausgewählten tiefen Strukturen angewendet werden – so wird es möglich, Massendaten zu verarbeiten.
Regelsatz- Regelsätze sind Gruppen von Regeln. Sie können von einem oder mehreren Ereignissen aufgerufen werden. Ein Regelsatz besteht aus mehreren betriebswirtschaftlich zusammengehörenden Regeln. Die Regeln eines Regelsatzes haben dieselben Attribute wie die Regeln, die den Ereignissen direkt zugeordnet sind.
Ereignis- Ein Ereignis kann ein Regelsatz oder eine Hierarchie von Regelsätze beinhalten. Wenn das Ereignis einen Regelsatz ausführt, dann folgt die Ausführung der Regeln der Reihe nach. Über das Ereignis wird die Regelverarbeitung aus einem Programm heraus gestartet. Dabei werden auch die Arbeitsstrukturen mit Daten von außen gefüllt.
Weitere Informationen zur Arbeit mit dem PA-Prozessor finden Sie unter
Prüf- und Anreicherungsprozessor bearbeiten
und auf dem SAP Service Marketplace unter der Internetadresse
service.sap.com/retail
-> Expert Knowledge Corner -> Data Synchronization ->
http://service.sap.com/~sapidb/011000358700000970282007EOverview Data Synchronization Guides
(u. a Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Informationen zur Konfiguration).