Einbinden von Dokumentvorlagen

Verwendung

Mit dieser Funktion binden Sie in eine Dokumentvorlage eine andere Dokumentvorlage ein. Dadurch können Sie z.B. komplexe Vorlagen in einzelne Vorlagen unterteilen und so übersichtlicher gestalten. Auch können Sie Teile, die in mehreren Vorlagen identisch sind, in einer eigenen Vorlage anlegen und in alle betroffenen Vorlagen einbinden. Dies erleichtert Ihnen die Bearbeitung und Handhabung von Dokumentvorlagen.

Empfehlung Empfehlung

Verwenden Sie eingebundene Vorlagen nicht innerhalb von Wiederholungsgruppen, da dies die Performance verschlechtert.

Ende der Empfehlung.

Bei der Berichtsgenerierung löst das System die eingebundene Vorlage auf und füllt auch deren Symbole mit Daten.

Voraussetzungen

Damit Sie eine Dokumentvorlage einbinden können, muss diese folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie hat einen der folgenden Status:

    • In Arbeit (IA)

    • Freigegeben (FR)

  • Die Syntax ist fehlerfrei.

  • Sie kann auch für sich verwendet werden.

Funktionsumfang

Das Steuerungssymbol zum Einbinden einer Vorlage hat den Berichtssymboltyp 20. Die Zeichenkette <20INCLUDE leitet die Syntax ein. Danach folgen in einer runden Klammer Vorlage, Version und Dokumentart, jeweils getrennt durch Kommas. Die Vorlage wird dabei in Anführungszeichen angegeben. Das Zeichen für "größer als" ( > ) schließt die Syntax ab.

Beispiel Beispiel

<20INCLUDE("Test",01,SBV)> bedeutet, dass die Vorlage Test in der Version 01 eingebunden wird. Die Vorlage hat die Dokumentart Berichtsvorlage ( SBV ).

Ende des Beispiels.

Die Angaben der Version und der Dokumentart sind optional:

  • Wenn Sie keine Version angeben, verwendet das System die folgende Version der Vorlage:

    • Beim Testen des Layouts eines Berichts verwendet das System die neueste Version, die den Status In Arbeit (IA) oder Freigegeben (FR) hat.

    • Beim Anlegen eines Berichts aufgrund einer Berichtsanforderung verwendet das System die neueste freigegebene Version.

  • Wenn Sie keine Dokumentart angeben, verwendet das System die Art der Vorlage, in die die Vorlage eingebunden wird.

Sie können Vorlagen über mehrere Stufen einbinden, d.h., eine eingebundene Vorlage kann auch eingebundene Vorlagen enthalten. Dabei dürfen jedoch keine Schleifen entstehen.

Beispiel Beispiel

Folgendes ist nicht erlaubt: Vorlage A enthält Vorlage B, Vorlage B enthält Vorlage C und Vorlage C enthält Vorlage A.

Ende des Beispiels.

Auf der Trefferliste der Dokumentvorlagen steht Ihnen die Funktion mit Quick-Info Verwendungsnachweis zur Verfügung. Damit können Sie nach Dokumentvorlagen suchen, die eine oder mehrere Dokumentvorlagen enthalten, die Sie in der Trefferliste markiert haben.

Wenn Sie eine Vorlage ändern oder die Freigabe aufheben, kann dies auch die Vorlagen betreffen, in die die Vorlage eingebunden ist. Um Sie darüber zu informieren, ob die betroffenen Vorlagen erneut geprüft werden müssen, nimmt das System folgende Statusänderungen vor:

  • Wenn Sie eine Vorlage bearbeiten, erhalten alle Vorlagen im Status In Arbeit , in denen die bearbeitete Vorlage direkt oder indirekt eingebunden ist, den Status Zur Prüfung .

Wenn Sie die Freigabe einer Vorlage aufheben, erhalten alle Vorlagen im Status In Bearbeitung oder Freigegeben , in denen die nicht mehr freigegebene Vorlage direkt oder indirekt eingebunden ist, den Status In Arbeit. Da noch keine Änderung an der Vorlage vorgenommen wurde, ist es nicht notwendig die abhängigen Vorlagen zu prüfen. Gegebenenfalls müssen Sie die Vorlage erneut freigegeben.

Bei der Prüfung von Vorlagen löst das System eingebundene Vorlagen temporär auf und prüft letztere im Kontext der gesamten Vorlage. Dies ist nötig, da durch das Einbinden von Vorlagen Fehler möglich sind, z.B. durch Wiederholungsgruppen, in denen sich eine eingebundene Vorlage befindet. Wenn dabei ein Fehler auftritt, setzt das System für die Vorlage, in die die Vorlage eingebunden ist, den Status Fehlerhaft und Sie erhalten eine entsprechende Meldung.

Sie können eine Vorlage erst freigeben, wenn alle eingebundenen Vorlagen freigegeben sind. Sie können eine Vorlage erst historisch setzen oder löschen, wenn sie in keiner Vorlage eingebunden ist.

Wenn das System bei der Berichtsgenerierung eine eingebundene Vorlage auflöst, verwendet es die Funktion von Microsoft Word zum Einfügen von Dateien. Möglichkeiten und Einschränkungen dieser Funktion gelten daher auch für das Einbinden von Dokumentvorlagen. Dies bedeutet u.a.:

  • Wenn die Vorlage, in die die Vorlage eingebunden wird, eine Kopf- und Fußzeile hat, übernimmt das System die Kopf- und Fußzeile aus der eingebundenen Vorlage nicht. Wenn die Vorlage, in die die Vorlage eingebunden wird, keine Kopf- und Fußzeile hat, übernimmt das System die Kopf- und Fußzeile aus der eingebundenen Vorlage.

  • Das System übernimmt in die Vorlage die Formatvorlagen aus der eingebundenen Vorlage. Dabei übernimmt es Formatvorlagen nicht, die bereits vorhanden sind. Diese Formatvorlagen ersetzt es in der aufgelösten eingebundenen Vorlage mit denen aus der Vorlage, in die die Vorlage eingebunden ist.

  • In bestimmten Fällen können in Microsoft Word Dokumente nicht in andere Dokumente eingefügt werden. Beispielsweise kann ein Dokument, das ein Textfeld oder andere Zeichnungsobjekte enthält, nicht in Textfelder, Legenden, Kommentare, Fuß- und Endnoten eingefügt werden. In diesen Fällen ist dann auch das Einbinden von Dokumentvorlagen nicht möglich und Sie erhalten einen Fehler bei der Berichtsgenerierung.

Aktivitäten

Gehen Sie folgendermaßen vor, um in eine Dokumentvorlage eine andere Dokumentvorlage einzubinden:

  1. Positionieren Sie den Cursor in der Vorlage an der Stelle, an der die Vorlage eingebunden werden soll, und wählen Sie mit Quick-Info Vorlage einbinden .

  2. Wählen Sie die einzubindende Vorlage und bestätigen Sie.

  3. Prüfen und sichern Sie die Vorlage.