Verarbeitung von Merkmalen

 

Im Zusammenhang mit der EH&S-QM-Schnittstelle ist grundsätzlich zwischen Klassenmerkmalen in der Spezifikationsverwaltung und Prüfmerkmalen der SAP-Komponente Qualitätsmanagement (QM) zu unterscheiden:

  • Klassenmerkmal

    Merkmal aus dem Klassensystem, das zur Bewertungsart einer Spezifikation erfasst wird und die verschiedenen Eigenschaften einer Spezifikation bestimmt.

    Werte zu diesen Merkmalen können entweder numerischer Art sein (z.B. 1,3 ) oder einen Text darstellen (z.B. rot ). In der Spezifikationsverwaltung werden diese Texte, d.h. qualitativen Merkmale, an einer Bewertungsart (z.B. Farbe ) durch Phrasen identifiziert (siehe Phrasenverwaltung ).

  • Prüfmerkmal

    Merkmal, anhand dessen eine Qualitätsprüfung durchgeführt wird. Wie bei den Klassenmerkmalen gibt es zwei Typen von Merkmalen:

    • Quantitative Prüfmerkmale

      Numerische Merkmale (z.B. 1,3 ).

      Die Inhalte dieses Typs übernimmt das System bei der Prüfplanerzeugung direkt aus der Spezifikationsverwaltung , ohne dass eine Konvertierung notwendig ist.

    • Qualitative Prüfmerkmale

      Nicht numerische Merkmale (z.B. rot ).

      Diese Texte werden im Qualitätsmanagement im Gegensatz zu den Phrasen in der Spezifikationsverwaltung durch Codes identifiziert.

Aus den Inhalten der Klassenmerkmale, die an den Bewertungsarten erfasst wurden, legt die EH&S-QM-Schnittstelle bei der Prüfplanerzeugung Prüfmerkmale in den Prüfplänen an. Anhand dieser Prüfmerkmale können wie gewohnt Qualitätsprüfungen im Qualitätsmanagement durchgeführt werden.

Siehe auch: Welche Daten werden in den Prüfplan übernommen?

Umwandlung von Phrasen in Codes

Bei qualitativen Ausprägungen konvertiert die Schnittstelle die Phrasen und Phrasengruppen, die an den Bewertungsarten erfasst wurden, in Codes bzw. Codegruppen, die vom Qualitätsmanagement verwendet werden können. Diese Codes werden in Auswahlmengen abgelegt, die ebenfalls durch die Schnittstelle erzeugt werden. Dabei werden die Ausprägungen einer Bewertungsart in einer Auswahlmenge zusammengefasst.

Beim Erzeugen eines Prüfplans vergleicht das System, ob in der Vergangenheit bereits ein Code aus einer bestimmten Phrase erzeugt wurde:

  • Wenn ja, wird dieser Code zukünftig für die betreffende Phrase verwendet.

  • Wenn nein, wird eine neuer Code für die betreffende Phrase erzeugt und zukünftig verwendet.

Es werden also nicht die bereits im Qualitätsmanagement bestehenden Codes verwendet, sondern das System erzeugt eigene Codes, die beim Anlegen von Prüfplänen durch die Schnittstelle einmal erzeugt und zukünftig immer wieder für die gleichen Phrasen verwendet werden (Informationen zum Einrichten der entsprechenden Nummernkreise erhalten Sie unter Bearbeitung der Grundeinstellungen ).

Hinweis Hinweis

Qualitative Prüfmerkmale des Qualitätsmanagements können eine positive oder negative Ausprägung haben. Mit den Klassenmerkmalen sind nur positive Ausprägungen abgedeckt. Aus diesem Grund übergibt die Schnittstelle als negative Ausprägung allen Auswahlmengen, die sie erzeugt, standardmäßig einen Nicht-Ok-Code (siehe Umgebungsparameter unter Bearbeitung der Grundeinstellungen ).

Ende des Hinweises

Verwendung von Stammprüfmerkmalen

Sie können bei der Prüfplanerzeugung Daten aus Stammprüfmerkmalen übernehmen. Stammprüfmerkmale sind Prüfmerkmale, die zur häufigen Verwendung in Prüfplänen vorgesehen sind oder prüfplanübergreifend auswertbar sein sollen. Sie tragen zur Erleichterung und Standardisierung der Prüfplanung bei.

Sie haben folgende Vorteile, wenn Sie bei der Erzeugung spezifikationsrelevanter Prüfpläne Stammprüfmerkmale verwenden:

  • Verwendungsnachweis

  • Mehrsprachigkeit

  • Chargenbezug

Weitere Informationen zu Stammprüfmerkmalen finden Sie in der Dokumentation der Komponente Qualitätsmanagement .