Bedingte Ausgabe Mit dieser Funktion können Sie Bedingungen definieren, die erfüllt sein müssen, damit ein bestimmter Textabschnitt ausgegeben wird.
Bei der Leertextunterdrückung prüft das System nur gegen leere Werte, bei der bedingten Ausgabe gegen Werte, die Sie vorgeben.
Sie definieren die bedingte Ausgabe um den Abschnitt, der ausgegeben werden soll, wenn die Bedingung erfüllt ist. Der Abschnitt kann beliebige Objekte enthalten, z.B. Microsoft-Word-Texte, Grafiken, Symbole und Phrasen.
Sie können mehrere Bedingungen definieren, die erfüllt sein müssen, damit ein Abschnitt ausgegeben wird. Die Bedingungen können Sie mit UND oder mit ODER verknüpfen, d.h., Sie können festlegen, ob alle oder mindestens eine der Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der Abschnitt ausgegeben wird.
Für die Ausgabe können Sie eine Alternative definieren, d.h., einen alternativen Abschnitt, der ausgegeben wird, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist.
Die Bedingung besteht aus folgenden Teilen:
Symbol, dessen Inhalt die Bedingung erfüllen muss
Vergleichsoperator, z.B.
gleich
(EQ),
größer als
(GT) oder
Textvergleich
(LK)
Vergleichswert, d.h., Wert oder Zeichenkette, gegen den bzw. die das System prüft
Als Vergleichswert können Sie auch ein Symbol angeben. Das System vergleicht dann den Inhalt dieses Symbols mit dem Inhalt aus dem Symbol, das die Bedingung erfüllen muss.
Das Steuerungssymbol für die bedingte Ausgabe hat den Berichtssymboltyp 15. Ein Beispiel für die Syntax finden Sie unter Beispiel: Bedingte Ausgabe mit Alternative .
Beachten Sie bei der Definition der Bedingung Folgendes:
Der Vergleich von Bereichen ist nicht möglich, d.h., Symbol und Vergleichswert dürfen keinen Bereich enthalten.
Bei einem Vergleich von Zeichenketten unterscheidet das System nicht zwischen Groß- und Kleinbuchstaben, d.h., abcd und ABCD gelten als gleich.
Freitexte vergleicht das System wie normale Zeichenketten. Wenn in einem Freitext ein Dokument angegeben ist, wird nur der Dokumentschlüssel verglichen.
Bei einem Vergleich von Zahlenwerten rechnet das System den Wert aus einem Merkmal zuerst in die Basiseinheit des Merkmals um und führt danach den Vergleich durch.
Mehrfach bewertete Merkmale berücksichtigt das System nur in Vergleichen zweier Merkmale, d.h., wenn auch als Vergleichswert ein Symbol eines Merkmals angegeben ist. Dabei sind dann nur die Operatoren
gleich
(EQ) und
ungleich
(NE) möglich. Wenn Sie einen anderen Operator eingeben oder wenn ein Vergleich eines mehrfach bewerteten Merkmals mit einem vorgegebenen Wert oder einer vorgegebenen Zeichenkette durchgeführt wird, führt dies zu einem Fehler bei der Berichtsgenerierung.
Beim Vergleich zweier mehrfach bewerteter Merkmale berücksichtigt das System auch die Reihenfolge der Bewertungen, d.h., es vergleicht die erste Bewertung mit der ersten Bewertung, die zweite mit der zweiten usw. Nur wenn dabei alle Bewertungen übereinstimmen und wenn auch die Zahl der Bewertungen gleich ist, ist die Bedingung erfüllt.
Wenn Sie in der Bedingung mehrere Symbole angeben, müssen diese alle den gleichen Auflösungszeitpunkt haben. Wenn Sie eine bedingte Ausgabe benötigen, die von Symbolen verschiedener Auflösungszeitpunkte abhängt, müssen Sie mehrere bedingte Ausgaben schachteln.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um in einer Dokumentvorlage eine bedingte Ausgabe zu definieren:
Markieren Sie in der Vorlage die Daten, um die Sie die bedingte Ausgabe definieren wollen, d.h. die Texte, Grafiken, Symbole und Phrasen, die nur ausgegeben werden sollen, wenn die Bedingung erfüllt ist. Wenn die Vorlage diese Daten noch nicht enthält, fügen Sie sie ein und markieren Sie sie danach.
Wählen Sie die Registerkarte
Bedingte Ausgabe
.
Markieren Sie im Symbolbaum das Symbol, das die Bedingung erfüllen muss, und wählen Sie auf der Registerkarte
Bedingte Ausgabe
unterhalb der Tabelle
mit Quick-Info
Symbol aus Symbolbaum einfügen
.
Das System fügt eine Tabellenzeile für die Bedingung ein und übernimmt in diese Zeile das Symbol für die gewählte Bedingung.
Wenn Sie das Symbol noch bearbeiten wollen, z.B., wenn Sie in einer Bedingung für Identifikatoren die vorgegebene Identifikationsart oder den vorgegebenen Identifikationstyp ändern wollen, wählen Sie
mit Quick-Info
Symbol in Tabelle bearbeiten
, geben Sie die erforderlichen Daten zum Symbol ein und bestätigen Sie.
Definieren Sie in der Tabelle die gewünschten Bedingungen und legen Sie bei mehreren Bedingungen fest, ob diese mit UND oder mit ODER verknüpft werden sollen. Beachten Sie bei der Eingabe des Vergleichswerts Folgendes:
Wenn der Vergleichswert eine Zahl ist, geben Sie sie ohne weitere Zeichen ein.
Wenn der Vergleichswert ein Text für einen Textvergleich (Operator LK) ist, geben Sie den Text in Anführungszeichen ein.
Wenn der Vergleichswert ein Symbol ist, geben Sie vor dem Symbol die Zeichenfolge
S:
ein.
Wenn Sie eine Alternative definieren wollen, setzen Sie das Kennzeichen
Alternative
.
Wählen Sie oberhalb des Registers
mit Quick-Info
WWI-Objekt in Vorlage einfügen
.
Das System fügt um den markierten Abschnitt die Symbole für die bedingte Ausgabe ein. Wenn Sie das Kennzeichen
Alternative
gesetzt haben, erhalten Sie in der Vorlage eine zusätzliche Zeile für die Alternative, die von den verborgen formatierten Zeichen
<15CIF
eingeleitet wird.
Wenn Sie das Kennzeichen
Alternative
gesetzt haben, positionieren Sie den Cursor am Ende der Zeile für die Alternative und definieren Sie die Daten, die das System ausgeben soll, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist.
Prüfen und sichern Sie die Vorlage.