Abrechnung eines Leistungsgerätes

Fallstudie 1: Versand mit Versandbeleg

Voraussetzungen

Basis der Abrechnung eines Leistungsgerätes

ist der Leistungsbeleg mit den tatsächlichen Einsatzstunden auf einem Einsatzort und der jeweiligen Leistungs- und Verrechnungsart (LV-Art) wie z. B. Einsatz, Frei, Stillstand usw.

sind die im Empfängerstamm hinterlegten Anzahl Stunden je Monat.

der Katalog für die Preisfindung (z.B. BGL91).

Die dem Equipment hinterlegte Equipmentart muß bestandsprüfungsrelevant sein.

Die LV-Art muß auf eine Equipmentleistung deuten ( SAP Customizing Einführungsleitfaden  Logisitik Allgemein  Equipment und Tools Management ( ETM)Vorgänge und FunktionenLeistungs- und VerrechnungsartenLeistungs- und Verrechnungsarten festlegen →Kennzeichen Leistungserbringer ( Lst.Erbr. ) ist das Equipment).

Im Empfängerstamm darf das Kennzeichen Leistungsgerät wie Vorhaltegerät nicht gesetzt sein.

Standardfall:

Ein Leistungsgerät wird am 01.02. mit Versandbeleg auf den Einsatzort versandt (Historischer Bestandssatz). Anschließend werden für das Equipment Leistungen über LG-Belege erfaßt. (04.02./06.02. und 08.02. je 3 Stunden mit LV-Art Einsatz).

Ergebnis der Abrechnung zum 29.02.:

Am 04.02./06.02. und 08.02. je 2 Stunden in der LV-Art Einsatz. Es werden 6 Stunden abgerechnet.

Ist kein LG-Beleg im gesamten Abrechnungszeitraum vorhanden, wird anhand des Versandbeleges abgerechnet (vom 01.02.-29.02.)!

Ist die dem Equipment hinterlegte Equipmentart nicht bestandsprüfungsrelevant, handelt es sich im Sinne von ETM um ein Vorhaltegerät. Sind sowohl Versandbeleg wie auch Leistungsbeleg vorhanden, werden beide abgerechnet (Doppelabrechnung).

Fallstudie 2: Versand ohne Versandbeleg

Voraussetzungen

Basis der Abrechnung eines Leistungsgerätes ist

die dem Equipment hinterlegte Equipmentart darf nicht bestandsprüfungsrelevant sein, da ansonsten ein vorheriger Versand des Equipments auf den Einsatzort über Versandbeleg notwendig wäre.

im Equipmentstamm sollte nur der Leistungsbeleg als zulässige Belegart für dieses Equipment markiert sein.

Ein Leistungsgerät wird ohne vorherigen Versandbeleg (z. B. auf einem LKW) zum Einsatzort verschickt (kein historischer Bestandssatz wird erzeugt). Es werden anschließend für das Equipment Leistungen über Leistungsbelege erfasst.

Ergebnis der Abrechnung:Es kann nur der Leistungsbeleg zur Abrechnung herangezogen werden. Würden keine Leistungsbelege im Abrechnungszeitraum erfasst werden, könnte nichts abgerechnet werden!

Fallstudie 3: Unter Berücksichtigung des Abrechnungskalenders

Einstellungen:

Equipment 300000006 für Versand- und LG-Beleg zugelassen, Equipmentart 2000 ist bestandsprüfungsrelevant, Empfänger 100050.

Das Equipment geht am 01.02. mit Versandbeleg auf Empfänger 100050 (Zugang). Am 03.02. wird ein LG-Beleg erfasst mit 3 Stunden in der LV-Art Einsatz.

Über den Abrechnungskalender wird für den 02.+03.02. auf Empfängerebene 100050 LV-Art Stillstand eingetragen.

Am 05.02. wird das Equipment von Einsatzort 100050 auf 100051 versandt, dort bleibt es über den Abrechnungszeitraum hinaus! Für Empfänger 100051 wird für den gesamten Zeitraum kein LG-Beleg erfasst!

Ergebnis der Abrechnung zum 29.02.:

Empfänger 100050 wird anhand des LG-Belegs mit 3 Stunden am 03.02. in der LV-Art Einsatz abgerechnet.

Empfänger 100051 wird anhand des Versandbelegs vom 05.-29.02. mit LV-Art Einsatz abgerechnet.

Da es sich um ein Leistungsgerät handelt, wird bei Empfänger 100050 nur der LG-Beleg abgerechnet. Einträge aus Abrechnungskalender sind nicht relevant, d.h. werden nicht berücksichtigt.

Aktivitäten

Das Kennzeichen LG wie VG im Empfängerstamm in der Sicht ETM-Daten Verrechnung darf nicht markiert sein.

Markieren Sie im Customizing für ETM unter Equipment und Tools Management ( ETM) →Vorgänge und Funktionen →Bestandsprüfung für EquipmentsBestandsprüfung je Equipmentart für Leistungsgeräte die Equipmentarten, bei denen es sich um tatsächliche Leistungsgeräte handelt, die anhand des Leistungsbelegs abgerechnet werden sollen, als bestandprüfungsrelevant .