Abrechnung eines Vorhaltegerätes

Voraussetzung

Basis der Abrechnung eines Vorhaltegerätes ist

  • der Versandbeleg (Zugangs-, Versandbelege, Ummeldungen, Abgangsbelege)

  • die entsprechende Leistungs- und Verrechnungart (LV-Art) z.B. Einsatz, Frei, Stillstand etc.

  • die Abrechnungsart im Empfängerstamm .

  • die Vorhaltedauer in Tagen , der hinterlegte Fabrikkalender, sowie die Anzahl Tage im Monat beim Empfängerstamm

  • der Katalog für die Preisfindung (z.B. BGL91)

    Achtung Achtung

    Es wird geprüft,

    • ob die dem Equipment hinterlegte Equipmentart im Customizing bestandsprüfungsrelevant ist.

    • welcher Empfängerstammsatz für die Abrechnung herangezogen werden soll (3-stufige Hierarchie).

    Ende der Warnung.

Beispiel

Annahme 1:

Equipment 4711 ist im Equipmentstamm als Einzelgerät mit Equipmentart 2000 definiert.

Einstellung im Customizing für ETM:

  • Unter Anfang des Navigationspfads Equipment und Tools Management (ETM) Navigationsschritt Vorgänge und Funktionen Navigationsschritt Bestandsprüfung fürEquipments Navigationsschritt Bestandsführung je Equipmentart für Versandscheineist Chronologische Bestandsführunggesetzt. Ende des Navigationspfads

  • Unter Anfang des Navigationspfads Equipment und Tools Management (ETM) Navigationsschritt Vorgänge und Funktionen Navigationsschritt Bestandsprüfung fürEquipments Navigationsschritt Bestandsprüfung je Equipmentart für Leistungsgeräte Ende des Navigationspfads ist nicht bestandsprüfungsrelevant gesetzt.

Abrechnungsart: Volle Monate und restliche Kalendertage

Tage/Monat: 30 Tage

Fallstudie 1:

Das Equipment (z. B. ein Kran) wird mit einem Versandbeleg am 15.10. auf Einsatzort A versandt. Es bleibt über den Abrechnungszeitraum hinaus auf dem Einsatzort A. Die Abrechnung findet am 31.10. statt. Abgangstag VG ist bei Einsatzort A gesetzt.

Ergebnis der Abrechnung am 31.10.: Es werden die Kalendertage vom 15.10.-31.10. = 15 Tage ermittelt. Dabei ist der Abgangstag hier nicht von Bedeutung. Dieser zählt erst beim wirklichen Abgang.

Monatlicher Abschreibungs- und Verzinsungssatz unterer Wert lt. BGL91 ist € 3.375

Konditionswert: 15/30 * € 3.375 = € 1.687,50

Ergebnis der Abrechnung am 30.11.: Es werden die Kalendertage vom 01.11.-12.11. (inklusive Abgangstag) ermittelt = 12 Tage

Der Monatliche Abschreibungs- und Verzinsungssatz ist wieder der selbe wie oben

Konditionswert: 12/30 * € 3.375 = € 1.350

Fallstudie 2:

Obiges Equipment geht am 12.11. auf Einsatzort B, dort wird es mehrfach umgemeldet und geht dann am 20.12. auf Einsatzort C, wo es über den Abrechnungszeitraum hinaus verbleibt.

Baustelle B: Abgangstag VG zählt nicht

Baustelle C: Abgangstag VG zählt

Ergebnis der Abrechnung am 30.11.

bei Einsatzort B:

Eine Auftragsposition vom 12.11.-19.11. = 8 Tage Einsatz

Eine Auftragsposition vom 20.11.-25.11. = 6 Tage Frei

Eine Auftragsposition vom 26.11.-30.11. = 5 Tage Stillstand

Ergebnis der Abrechnung am 31.12.

bei Einsatzort B:

Eine Auftragsposition vom 01.12.-20.12. =19 Tage Einsatz (ohne Abgangstag siehe oben)

bei Einsatzort C:

Eine Auftragsposition vom 21.12.-31.12. = 11 Tage Einsatz (Zugangstag zählt immer bei VG )

Annahme 2:

Equipment 4711 im Equipmentstamm als Einzelgerät mit Equipmentart 2000 definiert.

Einstellung im Customizing für ETM :

  • Unter Anfang des Navigationspfads Equipment und Tools Management (ETM) Navigationsschritt Vorgänge und Funktionen Navigationsschritt Bestandsprüfung fürEquipments Navigationsschritt Bestandsführung je Equipmentart für Versandscheineist Chronologische Bestandsführunggesetzt. Ende des Navigationspfads

  • Unter Anfang des Navigationspfads Equipment und Tools Management (ETM) Navigationsschritt Vorgänge und Funktionen Navigationsschritt Bestandsprüfung fürEquipments Navigationsschritt Bestandsprüfung je Equipmentart für Leistungsgeräte Ende des Navigationspfads ist bestandsprüfungsrelevant gesetzt, d. h. wenn aus organisatorischen Gründen auch Leistungsbelege für ein Vorhaltegerät vorhanden sind, würden diese bei der Abrechnung auch berücksichtigt werden.

Ergebnis der Abrechnung : In diesem Falle würde doppelt abgerechnet werden, nämlich anhand des Versandbelegs wie in Fallstudie 1 und zusätzlich die Leistungen des Leistungsbelegs.

Empfehlung Empfehlung

Um Doppelabrechnungen zu verhindern, sollte für Vorhaltegeräte der Leistungsbeleg für die Erfassung gesperrt werden.

Ende der Empfehlung.