Gesamtprofil für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung

Definition

Profil, das Einstellungen für die Prüfung und die Kapazitätsterminierung in der Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung enthält.

Die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung ist eine Funktion des Kapazitätsabgleichs. Sie definieren Gesamtprofile für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfunggenauso wie die Gesamtprofile für den Kapazitätsabgleichim Customizing des Kapazitätsabgleichs und der Erweiterten Auswertung . In der Standardauslieferung verwendet das System folgende Profile für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung:

  • SAPSFCG013 für Fertigungs- und Prozeßaufträge

  • SAPPM_G013 für Instandhaltungs- und Serviceaufträge

Struktur

Das Gesamtprofil umfaßt mehrere Unterprofile, in denen die Einstellungen thematisch gruppiert sind. In der folgenden Tabelle finden Sie die wichtigsten Funktionen der verschiedenen Unterprofile für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung:

Unterprofile eines Gesamtprofils für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung

Unterprofil

Funktion

Steuerungsprofil

Steuert den Kapazitätsabgleich als Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung.

Für die Felder Präsentationsart und Aufbereitungsart müssen Sie angeben:

  • Präsentationsart: 4 (Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung)

  • Aufbereitungsart: 1 (Periodengerasterte Aufbereitung)

Selektionsprofil

Steuert, welche Kapazitätsbedarfe für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung relevant sind und welche Kapazitätsbedarfe das System als bereits bestehende Kapazitätsbelastung einer Kapazität (Grundlast) interpretiert.

Im Standard umfaßt die Grundlast die Kapazitätsbedarfe von eingeplanten und kapazitiv bestätigten Vorgängen. Dies sind Vorgänge

  • die Sie in der Plantafel eingeplant haben

  • die Sie im Rahmen einer Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung kapazitiv bestätigt haben

  • die Sie im Rahmen einer Grundlastbestimmung kapazitiv bestätigt haben

Die Logik der Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung basiert auf dieser Definition der Grundlast. Eine andere Definition führt zu falschen Ergebnissen für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung. Sie sollten daher das Standardselektionsprofil von SAP übernehmen.

Zeitprofil

Legt fest

  • zusammen mit den Auftragsterminen den Zeitraum, in dem das System bei der Kapazitätsterminierung in der Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung nach freier Kapazität sucht Weitere Informationen finden Sie unter Kapazitätsterminierung in der Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung im Abschnitt Suchzeitraum .

  • den Datenbanklesezeitraum

  • das Rückstandseinlastungsdatum, wenn das System in der Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung den Rückstand, d.h. die Kapazitätsbedarfe von Vorgängen aus der Vergangenheit berücksichtigen soll

Der Rückstand umfaßt alle Kapazitätsbedarfe zwischen dem Beginn des Datenbanklesezeitraums und dem Heute-Datum. Als Rückstandseinlastungsdatum müssen Sie 0 (Einlastung in die Periode des aktuellen Datums) angeben.

Periodenprofil

Steuert, auf welchem Periodenraster das System die Prüfung und die Kapazitätsterminierung in der Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung durchführt.

Die Prüfung vergleicht periodenweise freies Kapazitätsangebot und Kapazitätsbedarf. Je feiner das Raster ist, desto feiner ist der zeitliche Detaillierungsgrad der Prüfung.

Auswertungsprofil

Steuert die Verteilung von Kapazitätsbedarfen über die Perioden des Periodenrasters (Verteilungsschlüssel) und die Verdichtung von Kapazitätsbedarfen und Kapazitätsangeboten.

Strategieprofil

Steuert die Kapazitätsterminierung und die Rückstandseinlastung im Rahmen der Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung. Für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung müssen Sie

  • die Planungsrichtung angeben

  • das Kennzeichen Kapazitätsterminierung setzen

  • das Kennzeichen Gesamte Kapazitätsbelastung setzen, wenn Sie den Rückstand bei der Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung berücksichtigen wollen

Wenn Sie den Rückstand berücksichtigen wollen, müssen Sie auch im Zeitprofil das Rückstandseinlastungsdatum 0 angeben.

  • die Einplanungsreihenfolge angeben

  • die Einplanungsfunktion Bilden der Einplanungsreihenfolge aktivieren

  • die Einplanungsfunktion Vorgangsreihenfolge im Auftrag beachten aktivieren ( nur relevant für Aufträge ohne Anordnungsbeziehungen )

  • die Einplanungsfunktion Mittelpunktterminierung aktivieren

Folgende Unterprofile im Gesamtprofil sind für die Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung nicht relevant:

  • Listenprofil

  • grafisches Plantafelprofil

  • tabellarisches Plantafelprofil