Belastung Konkrete oder potenzielle Einwirkung physikalischer, chemischer, biologischer oder sonstiger Art, die Gesundheit und Wohlbefinden von Personen in einem Unternehmen negativ beeinflussen kann.
SAP versteht unter dem Begriff auch Gefährdungen.
Belastungen besitzen den Spezifikationstyp "Belastung". Abhängig vom Customizing der Belastungsart können Belastungen z.B. Spezifikationen, Materialienoder Aufgabensein. Beispiele für Belastungen sind:
UV-Strahlung
Heben von Lasten
mechanische Gefährdung durch fehlendes Schutzgitter
Butanol
Eine Belastung wird im System durch ihre Belastungsart (z.B. Realstoff, Lärm, Heben von Lasten) und den Schlüssel der Belastung identifiziert.
Durch das Customizing der Belastungsart ist festgelegt, um welchen übergeordneten Objekttyp es sich handelt. Eine Belastung kann beispielsweise eine Spezifikation, ein Material oder eine Aufgabe aus der Komponente
Organisationsmanagement (PA-OS)
sein.
Wenn Sie einem Arbeitsbereich eine Belastung zuordnen, ruft das System die Eingabehilfe des jeweiligen Objekttyps auf. Analoges gilt für das Auslesen der Bezeichnungen sowie für die Existenzprüfung. Weitere Informationen zu den Belastungsarten finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des
Arbeitsschutzes
unter
Belastungsarten festlegen
sowie unter
Belastungsarten Funktionen
zuordnen.
Die Daten zu Belastungen, die sich auf
Spezifikationenbeziehen, werden mit Hilfe der
Spezifikationsdatenban
k verwaltet
(siehe
Belastungsverwaltung
).
Wenn im Customizing die nötigen Einstellungen für die Spezifikation vorhanden sind, können Sie einer Belastung (z.B. einem Realstoff)
Materialienzuordnen. Diese Zuordnung kann das System beispielsweise bei der
Ermittlung von Quantitäten
und bei der Erstellung des
Gefahrstoffverzeichnisses
auswerten. Die Voraussetzung für die Materialzuordnung ist, dass
für die jeweilige Belastungsart
im Customizing das K
ennzeichen gesetzt ist, welches die Materialzuordnung erlaubt.
Belastungen, die keine Spezifikationen sind, werden
nicht
in der
Spezifikationsdatenbank
, sondern in den jeweiligen Anwendungskomponenten verwaltet (z.B. in der
Materialwirtschaft (MM)
). Durch die Integration mit dem
Arbeitsschutz
können Sie sie jedoch in Ihr betriebliches Belastungskataster aufnehmen, ihr Gefährdungspotenzial beurteilen und ergänzende Informationen hinterlegen – beispielsweise zur sicheren Handhabung.
Für Spezifikationen von Belastungen, die durch Messungen quantifizierbar sind, können Sie in der Komponente
Messverwaltung (EHS-IHS-MEM)
Messungen planen und durchführen. Wenn kein Messprojekt aufgesetzt wurde, können Sie die Messwerte gleichermaßen in der Komponente
Gefährdungsbeurteilung (EHS-IHS-RSK
)
erfassen.
Unabhängig vom initialen Erfassungsort werden im Standard alle Messwerte als
Quantitäten
des jeweiligen Arbeitsbereichs abgelegt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter
Werteerfassung mit Hilfe der Quantitäten
sowie im IMG des
Arbeitsschutzes
unter
BAdI: Übertragung von Messwerten in die Quantitäten
.