Quantitätenermittlung

Verwendung

Mit dieser Funktion können Sie Werte oder Messergebnisse zu Belastungen aus anderen SAP-Komponenten ermitteln und in die Quantitäten der Gefährdungsbeurteilung übertragen. Auf diese Weise können Sie zum Beispiel Bewegungsdaten zu Materialien aus der Komponente Bestandsführung (MM-IM) übernehmen. Die Quantitätenermittlung ergänzt somit die manuelle Erfassung der Quantitäten um eine Werteermittlung durch das System.

Die Quantitätenermittlung bezieht sich auf Belastungen in Arbeitsbereichen. Wenn Sie einen Wert übernehmen, wird dieser als neuer Datensatz in den Quantitäten eingetragen. Wenn zu der jeweiligen Messgröße bereits ein Datensatz vorhanden ist, wird eine neue Version angelegt.

Voraussetzungen

Customizing

Sie müssen im Customizing des Arbeitsschutzes die Aktivität Messgrößen festlegen bearbeitet haben. Darin müssen Sie den Belastungsarten die gewünschten Funktionsbausteine für die Werteermittlung zugeordnet haben.

Anwendung

Damit Sie für eine Belastung eine Quantitätenermittlung durchführen können, müssen Sie:

die Belastung einem Arbeitsbereich zugeordnet haben

dem Arbeitsbereich über die Funktion Datenintegration das Integrationsobjekt zugeordnet haben, aus dem Sie die Quantitäten beziehen wollen. Für Materialbestände und –bewegungen ist dies der Lagerort.

Erweiterung der Funktion

In der Standardauslieferung sind Ermittlungsroutinen für Materialbestände enthalten. Wenn das System Quantitäten aus einer anderen SAP-Komponente ermitteln soll, müssen Sie:

mit Hilfe der Kopiervorlage CBIH_LB11_QTY_GET_VALUES die entsprechende Ermittlungsroutine erstellen und diese im Customizing des Arbeitsschutzes unter Messgrößen festlegen den gewünschten Messgrößen zuordnen

das Objekt, dessen Quantitäten Sie ermitteln wollen, im Customizing als Integrationsobjekt für die Funktion Datenintegration definieren. Weitere Informationen zur Einrichtung eines Integrationsobjekts finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des Arbeitsschutzes unter Integrationsobjekte für Arbeitsbereichsverwaltung festlegen .

Funktionsumfang

Die Liste zeigt, welche Ermittlungsroutinen im Standard enthalten sind:

Funktionsbaustein

Quantität

Bemerkung

CBIH_LB11_QTY_GET_STOCK_IN

berechnet den Lagereingang für bestandsgeführte Materialien

Die Funktionsbausteine berechnen die Bestandsinformationen für folgende Belastungsarten:

Belastungen, die Materialien sind (Belastungsart HAZ_MAT)

Realstoffe, denen ein Material zugeordnet ist (Belastungsart REAL_SUB)

Weitere Informationen finden Sie in der Funktionsbausteindokumentation.

CBIH_LB11_QTY_GET_STOCK_OUT

berechnet den Lagerausgang für bestandsgeführte Materialien

CBIH_LB11_QTY_GET_STOCK_TOTAL

berechnet den Lagerbestand für bestandsgeführte Materialien

CBIH_LB11_QTY_GET_VALUES

Der Funktionsbaustein dient als Kopiervorlage zur Realisierung eigener Ermittlungsroutinen (siehe unter "Voraussetzungen ")

Aktivitäten

Das System ermittelt die Quantitäten auf der Grundlage einer von Ihnen spezifizierten Suchanfrage. Als Ergebnis erhalten Sie eine Vorschlagsliste, aus der Sie die relevanten Werte auswählen und übernehmen können. Im folgenden werden Ihre Aktivitäten näher erläutert:

Aufruf der Funktion

Sie rufen die Funktion auf, indem Sie im Menü des Arbeitsschutzes BelastungQuantitätenermittlung wählen.

Erstellen der Vorschlagsliste

Sie können Ihre Suche z. B. nach der Belastung, dem Arbeitsbereich oder nach Attributen der Quantität einschränken. Darüber hinaus können Sie einen Stichtag und einen Gültigkeitszeitraum angeben.

Das System ermittelt alle Quantitäten, die Ihren Suchparametern entsprechen und gibt diese in Form einer Vorschlagsliste (Trefferliste) aus.

Übernahmeentscheidung auf der Vorschlagsliste

Sie entscheiden auf der Vorschlagsliste, welche Quantitäten Sie übernehmen wollen. Für alle Werte, die Sie zur Übernahme ausgewählt haben, legt das System die entsprechenden Datensätze in den Quantitäten an.

Nachdem Sie eine Quantität übernommen haben, besteht keine Verbindung mehr zur Wertequelle. Eventuelle Änderungen an der Wertequelle werden nicht automatisch in die Quantitäten übernommen. Zur Aktualisierung müssen Sie eine neue Quantitätenermittlung durchführen. Wenn Sie dabei den Wert aus der Vorschlagsliste übernehmen, grenzt das System den bereits vorhandenen Datensatz zum Stichtag in seiner Gültigkeit ab (Versionierung). Das Gültigkeitsende der alten Version wird dabei auf den Stichtag minus eins gesetzt; der Gültigkeitsbeginn der neuen Version ist der Stichtag.

Beachten Sie, dass das System jeden Datensatz in den Quantitäten pro Tag nur ein Mal versioniert. Wenn Sie an einem Tag eine Quantität übernehmen, die am gleichen Tag bereits versioniert wurde, legt das System einen neuen Datensatz für diese Quantität an.

Freigabeverfahren

Für die neu angelegten Quantitäten können Sie im Anschluss ein Freigabeverfahren durchführen (siehe Statusbearbeitung für Quantitäten ). Nach einer Versionierung ist der Status wieder initial.