Produktreplikation Bevor Sie den Download der Materialien aus dem ERP-System in das CRM-System beginnen, müssen Sie die Einstellungen für die Produkthierarchien einstellen. Standardmäßig werden Materialien aus dem ERP-System in die Produkthierarchie R3PRODSTYP heruntergeladen.
Hierarchien Anwendungen zuordnen
Unter der Transaktion muss der Anwendung
Produkt
die gewünschte Produkthierarchie für Materialien zugeordnet werden. Bei einem Download der Materialarten aus dem ERP-System werden diese somit in die angegebene Produkthierarchie heruntergeladen.
Achtung
Wenn Sie den Download nicht in die Produkthierarchie R3PRODSTYP durchführen wollen, beachten Sie den SAP-Hinweis 432 339 (Punkt 4).
Download des Middleware-Objektes DNL_CUST_PROD1 für Materialarten durchführen (Transaktion R3AS)
Download des Middleware-Objektes
Material
für Materialien durchführen (Transaktion R3AS)
Achtung
Innerhalb der Materialstammsätze verwendete Attributsausprägungen (z.B. die Positionstypengruppe) müssen im CRM-Customizing namensgleich vorhanden sein.
Die Besonderheit von Tarifprodukten liegt darin, dass Tarifprodukten individuell auszuprägende Attribute zugewiesen werden. Zum Zeitpunkt der Vertragsanlage werden diese bewertet und können später manuell oder automatisch ergänzt, geändert und ausgewertet werden. Zu diesem Zweck wird dem Produkt im CRM-System eine sogenannte
Vorlage-Installation
zugewiesen. Beim Anlegen eines Vertrages wird in der Vorlage-Installation das individuelle Objekt zum bestellten Produkt (Telefonanschluss, GSM-Vertrag usw.) angelegt.
In diesem individuellen Objekt, das in der Objektliste der entsprechenden Vertragsposition aufgeführt ist, werden die Attributausprägungen gesichert. Der Zugriff auf die gespeicherten Daten ist also über die Vertragsposition möglich.
Beispiel
Bei der Produktdefinition „GSM Standard Tarif“ weisen Sie diesem eine Vorlage-Installation zu. Diese Vorlage-Installation enthält z.B. die Attribute „Telefonnummer“, „SIM-Kartennummer“, „Anrufweiterschaltung“ usw. Diese Attribute prägt der Benutzer schließlich bei der Vertragsanlage aus (individuelles Objekt).
Die Attribute werden bei der Verteilung in weitere Systeme genutzt, um z.B. das Netzwerk mit den entsprechenden Zusatzdiensten zu aktivieren (via Billing-System) oder auch, um nach der Replikation in das RM-CA-System bei Mahnläufen die entsprechenden Telefonnummern im Netzwerk sperren zu lassen.
Die Attribute einer Installation können auf folgende Weise strukturiert werden:
Ein Produkt stellt dem Kunden einen oder mehrere Dienste zur Auswahl zur Verfügung. Jeder Dienst besteht aus genau einem Basisdienst (z.B. Telefon-, Internetanschluss etc.) und, falls nötig, Zusatzdiensten (z.B. Anrufweiterschaltung). Jeder dieser Dienste kann nun Attribute beinhalten. Eine solche Aufteilung wird folgendermaßen visualisiert:
Attribute anlegen
Wählen Sie im SAP-Menü unter (Transaktion COMM_ATTRSET). Hier legen Sie alle Attribute an, die später für das Produkt benötigt werden.
Settypen anlegen
In der Transaktion COMM_ATTRSET legen sie für den Basisdienst einen Settyp an, der vom Produkttyp Produkt ist und zusätzlich das Attribut
SAP_PRIMARY
beinhalten muss. Dieses Attribut erlaubt es, bei Vorlage-Installationen mit mehreren Diensten einen als primär zu markieren. Darüber hinaus müssen Sie dem Settyp ebenfalls das Attribut SAP_BUS_AGREE zuordnen.
In den Settypen für Zusatzdienste müssen Sie das Attribut
SAP_ACTIVE
hinzufügen. Dieses Attribut erlaubt die Verwendung gleicher Settypen für Produkte, die den gleichen Dienst, aber unterschiedliche Kombinationen von Zusatzdiensten anbieten. Die zusätzlichen, von SAP definierten Attribute erscheinen nicht auf der Pflegeoberfläche und werden auch nicht von API-Bausteinen zur Bearbeitung angeboten.
Objektfamilie anlegen
Die Settypen zu einem Dienst (Basis- und evtl. Zusatzdienste) werden in einer Objektfamilie zusammengefasst. Dies geschieht in der Transaktion COMC_PR_OBJ_FAM. Anschließend müssen Sie eine Kategorie vom Produkttyp „Material“ innerhalb der Produkt-Basishierarchie anlegen. Wählen Sie hierzu im Easy-Access-Menü unter
Stammdaten
→
Produkt
→
Kategorien und Hierarchien bearbeiten
.
Anschließend wird eine Kategorie innerhalb der Produkt-Basishierarchie angelegt. Dieser Kategorie wird in der Transaktion COMMPROBJ die zuvor angelegte Objektfamilie zugeordnet.
Damit die Objektfamilie innerhalb der Vorlage-Installation verwendet werden kann, müssen Sie einen entsprechenden Installationstyp anlegen und diesem die Objektfamilie zuordnen. Wählen Sie hierzu im Customizing des .
Bei der Definition des Installationstyps sind die zulässigen Komponenten 0001 Produkt, 0004 Textkomponente und 0030 CRM individuelles Objekt zuzuordnen.
Um die Objektfamilie in dem gewünschten Installationstyp verwenden zu können, müssen Sie die Zuordnung im Customizing einstellen. Wählen Sie hierzu unter .
Einzelheiten zur Objektfamilienpflege finden Sie in der Dokumentation des Customizing-Abschnitts
Individuelle Objekte/Objektfamilie
unter
.
Default-Installation anlegen
Rufen Sie die Transaktion IB51 auf und wählen Sie den Installationstypen, für den Sie die Objektfamilie freigegeben haben (Standard-Installationstyp IT).
Auf der Registerkarte
Objekt
legen Sie ein individuelles Objekt an. Tragen Sie dafür die Objektfamilie und eine Objektidentifikation ein. Wählen Sie
Enter
. Das Objekt erscheint in der Hierarchiedarstellung. Markieren Sie das Objekt und wählen Sie die Drucktaste
Detail Komponente
. Die Attribute zum Objekt werden angezeigt. Mit dem Attribut
Basis-Service primär
wählen Sie den primären Dienst aus, falls mehrere Objekte angelegt werden. Ein einziges Objekt innerhalb einer Vorlage-Installation bekommt den Wert
X
zugewiesen, die anderen Objekte müssen aus technischen Gründen den Wert
N
in diesem Attribut zugewiesen bekommen.
Mit den Attributen
Zusatz-Service aktiv
lassen sich Zusatzdienste ein- und ausschalten. Für die übrigen Attribute gilt: In der Vorlage-Installation eingetragene Werte werden bei der Bearbeitung als Vorschlagswerte ausgegeben.
Beispiel
Die folgende Abbildung soll die Zusammenhänge der einzelnen Komponenten verdeutlichen. Sie ordnen dem Produkt eine Vorlage-Installation zu, die bei der Vertragsanlage individuell ausgeprägt wird. Sie haben die Vorlage-Installation unter Anwendung eines separaten Vorlage-Installationstyps angelegt. Sie ordnen diesem Installationstyp die gewünschte Objektfamilie zu, die wiederum die zuvor definierten Settypen und somit auch deren Attribute beinhaltet.
Standardmäßig werden die Attribute SAP_PRIMARY und SAP_BUS_AGREE ausgeliefert, die obligatorisch im primären Settyp vorhanden sein müssen. Das ebenfalls ausgelieferte Attribut SAP_ACTIVE müssen Sie jedem weiteren Zusatzdienst zuweisen.
Die von SAP ausgelieferten Standard-Settypen sind 0298 und 0299.

Angelegte Vorlage-Installation einem Produkt zuweisen
Wählen Sie hierzu im Customizing des
Customer Relationship Managements
unter
.
An dieser Stelle ist darüber hinaus ein Mapping der Produkte in ein externes Abrechnungs- oder Bereitstellungssystem möglich. Hierzu muss die externe Produkt-ID des jeweiligen Systems für das jeweilige Produkt eingetragen werden. Dieser Eintrag ist optional und nur dann notwendig, wenn über die XML-Schnittstelle ein externes System versorgt werden soll.
Erweiterte Einstellungen zu den Settypen und Attributen vornehmen:
Wählen Sie hierzu im Customizing des .
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation der Customizing-Aktivität.
Settypen pflegen
Legen Sie im Dialog
Settypen
je benutztem Settyp einen Eintrag an und geben sie für Zusatz-Settypen im Feld
übergeordneter Settyp
den Basis-Settyp an. Für den Settyp kann ein Service-Name vergeben werden, der für die Kommunikation mit externen Systemen relevant ist. Das Feld
optional
markiert Settypen, deren Attribute keine Musseingaben beinhalten.
Attribute pflegen
Legen Sie im Dialog
Attribute
je benutztem Attribut einen Eintrag an. Für das Attribut kann ein externer Name vergeben werden, der für die Kommunikation mit externen Systemen relevant ist. Mehrere Attribute können, vorausgesetzt sie wurden als Ankreuzfelder definiert, zu einer Auswahlknopfleiste gruppiert werden. Attribute können optional, nicht sichtbar oder nicht änderbar sein.
Je Basis-Settyp müssen Sie ein Attribut als ID-Merkmal und eines als Gruppenmerkmal auswählen. Das ID-Merkmal muss ein Attribut sein, das den Vertrag eindeutig identifiziert (z.B. die Haupt-Telefonnummer), das Gruppenmerkmal sollte für alle Objekte innerhalb der Installation gleich sein.
Des Weiteren lassen sich für drei Zeitpunkte der Attributpflege Funktionsbausteine angeben:
Funktionsbaustein
Werte
Dieser Baustein wird vor der Attributpflege aufgerufen und erlaubt, eine Liste erlaubter Werte für das betroffene Attribut zurückzugeben, die dem Anwender in der Attributpflege angeboten wird. Diese Möglichkeit sollte jedoch nur für dynamisch zu ermittelnde Werte genutzt werden. Für Festwerte lässt sich die Funktionalität der Attributwertetabelle nutzen (Beispiel ISTCRM_ATTR_VALUE_EXAMPLE).
Funktionsbaustein
Prüfung
Dieser Baustein wird aufgerufen, nachdem vom Anwender eine Prüfung der eingegebenen Werte angefordert wurde. Der ausgewählte Attributwert kann geprüft werden und im Falle der Ungültigkeit kann in einer Fehlertabelle eine Meldung mit Beschreibung des Fehlers zurückgegeben werden, die dann an der Oberfläche erscheint. Die Attributwerte werden erst von der Oberfläche akzeptiert, wenn kein Attribut mehr Fehler liefert. Dieser Baustein ist auch der geeignete Zeitpunkt, um aus verschiedenen Attributen andere Attribute, die ja für die Oberfläche unsichtbar sein können, zu berechnen oder anderweitig zu ermitteln. Dies kann an solchen Stellen sinnvoll sein, wo das Bereitstellungssystem kryptische, aus mehreren Einzelwerten zusammengesetzte Attribute erwartet (Beispiel ISTCRM_ATTR_CHECK_EXAMPLE).
Funktionsbaustein
Speicherung
Dieser Baustein wird vor der Speicherung des individuellen Objekts aufgerufen. Der Baustein kann keinen Einfluss mehr auf die Pflege des Attributes nehmen. Jedoch lassen sich an dieser Stelle z.B. vergebene Telefonnummern sperren (Beispiel ISTCRM_ATTR_SAVE_EXAMPLE).
Attributwerte pflegen
Im Dialog
Attributwerte
können Sie zu jedem Attribut eine Liste erlaubter Werte eintragen. Sie müssen jedem Wert eine eindeutige ID zuordnen und einen Wert und einen beschreibenden Text eingeben.
Zusätzliche Einstellungen zu Produkt, externer Referenz und Abrechnungszyklus
Im Service-Mapping existieren drei Services, die von SAP ausgeliefert werden.
_SAP_EXT_BIL__, Dummy Eintrag für Abrechnungsdaten
_SAP_EXT_PRD__, Dummy Eintrag für Produktidentifikation
_SAP_EXT_REF__, Eintrag für die externe Referenz
Für die beiden Dummy-Einträge existieren keine Settypen und Attribute. Sie werden nur dafür verwendet, um die externen Merkmalsbezeichnungen für einerseits die Produkt-ID und das logische System und andererseits das Abrechnungsdatum und die Periodizität der Abrechnung zu ermitteln. Diese Merkmalsbezeichnungen werden z. B. beim Aufruf des Funktionsbausteins ISTCRM_IBASE_SERVICES_GET verwendet.
Im Gegensatz zu diesen Einträgen müssen Sie für die externe Referenz einen Settyp anlegen, der zu einem Vertrag die entsprechenden Identifikationsattribute aufnimmt. Der Funktionsbaustein ISTCRM_IBASE_EXT_REF_ADD erlaubt unter Verwendung der hier hinterlegten Merkmalsbezeichnungen, die externe Referenz zu sichern.