Beispiel Funktion anlegenAusgangssituation
Sie wollen ein Template so einrichten, daß ein Geschäftsprozeß „Qualitätsüberprüfung" nur dann aktiviert wird, wenn die rückgemeldete Gutstücksmenge eines Auftrags von der Gesamtmenge des Auftrags abweicht. Dafür benötigen Sie eine Funktion, mit der Sie auf die rückgemeldete Menge des Auftrags zugreifen können. Die legen Sie im folgenden an. (Eine Funktion zur Gesamtmenge des Auftrags ist schon vorhanden).
Hinweis
Die hier beschreibene Funktion AuftragRückgemeldeteMenge ist im SAP-System vorhanden. So haben Sie die Möglichkeit, alle Ausführungen zum Beispiel mit den Daten im System zu vergleichen.
Auswahlfenster
Im Auswahlfenster entscheiden Sie zunächst, in welcher Template-Applikation und Umgebung oder Subumgebung Sie die neue Funktion plazieren wollen. In unserem Beispiel:
Template-Applikation: COB Kostenträger/Kalkulation
Umgebung: 001 Materialkalkulation/Fertigungsaufträge
Subumgebung: 102 Auftragsdaten
Im Auswahlfenster
Pflegen Umgebungen und Funktionsbäume
wählen Sie
.
Im Feld
Template-Applikation
geben Sie ein:
COB
. Im linken Bildbereich werden nun alle Umgebungen und Subumgebungen aufgelistet, die in der gewählten Template-Applikation zur Verfügung stehen.
Klappen Sie die Umgebung 001, den Funktionsbaum
Materialkalkulation/Fertigungsaufträge
und den Gliederungsknoten
Auftragsdaten
auf.
Markieren Sie den Gliederungsknoten.
Wählen Sie
Bearbeiten -> Funktion -> Anlegen
.
Im Dialogfenster
Anlegen Funktion
geben Sie eine Bezeichnung für die neue Funktion ein:
AuftragRückgemeldeteMenge
.
Wählen Sie
Untere Stufe
. Die Kartenreiter der Funktions-Transaktion stehen Ihnen nun auf dem rechten Bildbereich zur Verfügung.
Nehmen Sie Ihre Eingaben in den Kartenreitern vor.
Register Grunddaten
Hier beschreiben Sie die Funktion und können eine Dokumentation anlegen.
Beschreibung
:
Periodengerecht rückgemeldete Menge für Auftrag
Logischer Funktionsname
:
K_ABC_GET_ORDER_CONFIRMATION
Umgebung
:
102
Namensraum
: Über F4 auswählen.
Jetzt können Sie über das Doku-Icon (
) eine Dokumentation zur Funktion anlegen.
Weitere Informationen finden Sie unter Funktionen - Grunddaten und Sprache .
Register Realisierung
Sie wählen hier den Funktionsbaustein aus, dessen Ergebnis die Funktion liefern soll. Sie bestimmen also in einem ersten Schritt, welche Daten die Funktion liefern soll. Wir gehen davon aus, daß der betreffende Funktionsbaustein vorhanden ist.
ABAP Funktionsname
: Sie wählen über F4 den Funktionsbaustein aus: K_ABC_GET_ORDER_CONFIRMATION
Ergebnistyp
: Der Funktionsbaustein liefert einen Zahlenwert, deshalb
Zahlenwert/String
markieren.
F4-Hilfe bei VergleichenParametern
,
F4-Datenelement
: Eingabe
QUANTITY
Auswirkung: Durch die Eingabe wird folgendes erreicht: bei der Definition von Methoden (Aktivierung) werden nun als Vergleichsoperand 2 alle Funktionen angezeigt, die ebenfalls das Datenelement QUANTITY enthalten (s.u., „Ergebnis").
Weitere Informationen finden Sie unter Realisierung der Funktion .
Register Parameter
Hier bestimmen Sie nun genauer, welche Daten die Funktion liefern soll. Sie geben dazu u.a. an, zu welchem Geschäftsjahr und zu welchem Kostenrechnungskreis die Daten gehören sollen.
ABAP-Funktion
:
K_ABC_GET_ORDER_CONFIRMATION
ABAP-Parameter
: Unsichtbare Parameter (in Klammern Defaultwert
): Auftrag-Rückmeldenummer
(Auftrag-Rückmeldenummer),
Geschäftsjahr
(aktuelles Geschäftsjahr),
Kostenrechnungskreis
(Funktion AUFTRAG_KOSTENRECHNUNGSKREIS),
Auftragsnummer
(Funktion AUFTRAG_NUMMER).
Literal:
Rückmelde Mengenart
, F4-Datenelement
CONFIRMED_QUANTITY
. Die Eingabe in der Spalte
F4-Datenelement
bedeutet, daß bei der Auswahl von Vergleichsparametern (s.u. „Ergebnis") nur solche Funktionen ausgewählt werden können, denen im Register
Realisierung
unter
F4-Hilfe bei Vergleichen/Parametern
das F4-Datenelement CONFIRMED_QUANTITY zugewiesen worden ist.
Weitere Informationen finden Sie unter Parameter zu Funktionen .
Register Verwendung
In diesem Register legen Sie fest, in welchen Zellen des Templates die Funktion verwendet werden kann.
Im Register
Übersicht
markieren Sie
Menge
und
Aktivierung
in den Zeilen
Prozeß, Rechenzeile Prozeß
und
Flexible Funktion (Prozeß).
Wählen Sie
Alle Spalten.
Demarkieren Sie die Häkchen in den Spalten
Aktivierung Plan
und
Menge Plan
.
In den Zeilen
Prozeß, Rechenzeile Prozeß
und
Flexible Funktion (Prozeß)
der Spalte
Menge Ist
wählen Sie
und markieren
Formelbestandteil.
Die Funktion kann so als Element einer Formel zur Mengenbestimmung eingesetzt werden.
In der Spalte
Aktivierung Ist
markieren Sie über
Spaltenüberschrift
und
Spalteneintrag
. Dadurch kann die Funktion als Vergleichsoperand 1 und 2 eingesetzt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Funktionsverwendung .
Register Fkt.Hierarchie
Hier geben Sie an, in welchen Funktionsbäumen die Funktion enthalten sein soll.
Weitere Informationen finden Sie unter Zusätzliche Funktionsbäume .
Register Sprache
Sie geben externe, sprachabhängige Bezeichnungen für die Funktion in verschiedenen Sprachen ein, z.B. Periodengerecht rückgemeldete Menge für Auftrag und Confirmed period-based order quantity .
Weitere Informationen finden Sie unter Funktionen - Grunddaten und Sprache .
Ergebnis
In der Templatepflege können Sie nun die Funktion benutzen, um rückgemeldete Auftragsmenge und Gesamtauftragsmenge zu vergleichen.
Spalte Aktivierung Ist: :
Vergleichsoperand 1
= Funktion AuftragRückgemeldeteMenge mit
Parameter
„Rückgemeldete Gutstückmenge". Diese Funktion kann als Parameter ausgewählt werden, weil ihr auch das zugelassene F4-Datenelement CONFIRMED_QUANTITY zugeordnet worden ist (s.o., Abschnitt „Register Parameter").
ungleich
Vergleichsoperand 2 = Funktion AuftragGesamtmenge. Diese Funktion kann ausgewählt werden, weil bei ihr dasselbe F4-Datenelement (unter
F4-Hilfe bei Vergleichen/Parametern
im Register
Realisierung
) wie bei AuftragRückgemeldeteMenge eingetragen ist, nämlich QUANTITY (s.o. Abschnitt „Register Realisierung").
Das bedeutet: der Qualitätsprozeß wird nur aktiviert, wenn die rückgemeldete Gutstücksmenge von der Gesamtmenge des Auftrags abweicht.
Spalte Menge Ist:
In der Spalte
Menge Ist
können Sie eine 1 eintragen. So wird immer dann genau ein Qualitätsprozeß verrechnet, wenn die Aktivierungsbedingung erfüllt ist.