Customizing für kundeneigene Felder
Sie führen die Customizing-Einstellungen durch, um über die kundeneigenen Felder berichten zu können.
Bevor Sie ein kundeneigenes Feld anlegen, müssen Sie in jedem Fall eine Datensicherung durchführen.
Achtung
Zum Zeitpunkt, zu dem das Feld angelegt wird, und zum Zeitpunkt des Transports in das Produktivsystem dürfen keine Buchungen stattfinden.
Kontierungsblock pflegen
Hinweis
Beachten Sie, dass Sie ein kundeneigenes Feld nicht mehr so einfach (d.h. nicht mit Standardmitteln) aus dem Kontierungsblock löschen können.
Damit keine Namenskonflikte auftreten, müssen die kundeneigenen Felder im Kundennamensraum benannt werden. Weitere Informationen zu Kundennamensräumen finden Sie im SAP-Hinweis 16466 sowie in den verwandten Hinweisen.
Im ersten Schritt müssen Sie das kundeneigene Feld in den Kontierungsblock aufnehmen. Dazu führen Sie folgende IMG-Aktivität durch: .
Während Sie das kundeneigene Feld aufnehmen, dürfen parallel keine Buchungstransaktionen durchgeführt werden. Wir empfehlen, den Light-Modus zu benutzen. Hierbei müssen Sie lediglich folgende Angaben machen, damit alle notwendigen Dictionary-Änderungen sowie Tabellenänderungen automatisch im Hintergrund ausgeführt werden:
Entwicklungsklasse (Paket)
Feldname
Feldbezeichnung
Datentyp
Character-Feld (CHAR)
Character-Feld nur mit Ziffern (NUMC)
Abhängig von der Systemperformance kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Ergebnis bekommen Sie in einem Protokoll angezeigt.
Detaillierte Informationen finden Sie in der Dokumentation zur IMG-Aktivität Kontierungsblock bearbeiten
.
Feldstatus für kundeneigenes Feld ändern
Damit das kundeneigene Feld in Belegen erfassbar und sichtbar ist, müssen Sie dies in den Feldstatusgruppen öffnen.
Um die Feldstatusgruppen zum Sachkonto zu ändern, führen Sie die IMG-Aktivität durch. Das kundeneigene Feld befindet sich in der Untergruppe Zusatzkontierungen
. In Abhängigkeit von den gewünschten Sachkonten können Sie das Feld in allen Feldstatusgruppen öffnen oder nur in den relevanten.
Neben den Feldstatusgruppen für Sachkonten müssen Sie das Feld auch im Feldstatus zum Buchungsschlüssel öffnen. Führen Sie dazu die folgende IMG-Aktivität durch:
.
Da Zusatzkontierungen in Form des kundeneigenen Felds nur bei Sachkontenzeilen möglich sind, kommen nur die Buchungsschlüssel für Sachkonten in Frage. Wir empfehlen, das kundeneigene Feld in den Buchungsschlüsseln zu Sachkonten als Kannfeld aufzunehmen und die weitere Steuerung über die Feldstatusgruppen vorzunehmen. Möglicherweise ist das kundeneigene Feld für ausgewählte Sachkonten als Mussfeld zu definieren, für andere wiederum als Kannfeld. Dies kommt insbesondere dann in Betracht, wenn das kundeneigene Feld teilweise substituiert wird und teilweise eingegeben werden muss. Alternativ zur Mussfeldsteuerung im Feldstatus können Sie auch eine Validierung nutzen.
Verprobung für kundeneigene Felder einrichten (optional)
Wenn Sie das kundeneigene Feld in den Kontierungsblock aufgenommen haben, können Sie beliebige Informationen in diesem Feld eingeben, die jedoch nicht verprobt werden. Da ein kundeneigenes Feld in aller Regel für bestimmte strukturierte Daten in Betracht kommt oder eine begrenzte Anzahl an Merkmalsausprägungen eingegeben werden sollen, empfehlen wir, in jedem Fall eine Verprobung vorzunehmen. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:
Verprobung über eine Validierung
Sie können die Eingaben oder auch substituierte Feldinhalte über eine Validierung im Finanzwesen verproben. Dies bietet sich an, wenn die Validierungsregeln relativ einfach und überschaubar sind. Die Validierung richten Sie ein, in dem Sie folgende IMG-Aktivität durchführen:
.
Sie könnten dabei zwischen Zeitpunkt 2 (Belegposition) und Zeitpunkt 3 (kompletter Beleg) wählen.
Verprobung über eine Prüftabelle
Anstelle einer Verprobung mithilfe der Validierung können Sie eine kundeneigene transparente Tabelle als Prüftabelle verwenden, die alle möglichen Merkmalsausprägungen enthält. Die kundeneigene Tabelle können Sie mithilfe eines Tabellenpflegedialogs pflegen. Gehen Sie in diesem Fall folgendermaßen vor:
In Transaktion SE11
definieren Sie eine Prüftabelle im Repository.
Legen Sie eine Tabelle im Kundennamensraum an. Eine solche Tabelle kann beispielsweise im Fall einer Business Line
folgenden einfachen Aufbau haben:
Feldname | Schlüssel | Datenelement | Typ | Länge | Bez. |
|---|---|---|---|---|---|
MANDT | X | MANDT | CLNT | 3 | Mandant |
BUSLINE | X | ZZBUSLINE(*) | NUMC | 3 | Business Line |
TEXT50 |
| TEXT50 | CHAR | 50 | Bezeichnung |
*) Beachten Sie, dass Sie das Datenelement aus der Kontierungsblockpflege verwenden sollten.
Falls Sie eine mehrsprachige Verprobung haben möchten, müssen Sie die Texte in eine separate Tabelle auslagern.
Diese Tabelle können Sie in der BSEG zu Ihrem Feld als Prüftabelle und der Struktur CI_COBL
unter Fremdschlüssel
hinterlegen.
Suchhilfe für kundeneigene Felder
Damit das kundeneigene Feld nicht nur verprobt wird, sondern auch eine Wertehilfe erscheint, können Sie eine Suchhilfe anlegen.
In Transaktion SE11
markieren Sie die Option Suchhilfe
. Wählen Sie dazu die elementare Suchhilfe.
Als Selektionsmethode geben Sie die von Ihnen zuvor angelegte Prüftabelle ein.
Als Suchhilfe-Parameter geben Sie beispielsweise Folgendes an:
Parameter | IMP | EXP | Datenelement |
|---|---|---|---|
BUSLINE | X | X | ZZBUSLINE |
TEXT50 |
|
| TEXT50 |
Auf der Registerkarte Eingabehilfe/-prüfung
hinterlegen Sie die Suchhilfe in der Struktur CI_COBL
.
Stammdatenprüfung definieren
Für die Allokation in der neuen Hauptbuchhaltung müssen Sie für kundeneigene Felder eine Stammdatenprüfung definieren. Dabei können Sie, sofern Sie eine kundeneigene Prüftabelle haben, diese verwenden. Sie können sich an den bestehenden Einträgen von SAP orientieren und einen geeigneten Eintrag auf Ihr kundeneigenes Feld kopieren. Als Wertetabelle und Texttabelle geben Sie Ihre eigene Tabelle an. Die Stammdatenprüfung definieren Sie in der folgenden IMG-Aktivität:
Kundeneigene Felder in Enjoy-Transaktionen aufnehmen
In den Erfassungsvarianten der Enjoy-Transaktionen stehen bis zu fünf generische Felder unter dem technischen Namen ACGL_ITEM_GEN-GEN_CH
zur Verfügung, die Sie mit Ihren kundeneigenen Feldern belegen können.
Nehmen Sie die gewünschten Felder mit der folgenden IMG-Aktivität auf:
.
Sie können die Felder mit der Transaktion Transaktions- und Screenvarianten
(SHD0
) einblenden. Wählen Sie hierzu die Registerkarte Screenvariante
, und geben Sie die gewünschten Enjoy-Transaktionen (FB50
, FB60
usw.) sowie Screen-Varianten an.
In der folgenden Übersicht der Felder schalten Sie die gewünschten generischen Felder in der Spalte Unsichtbar
auf sichtbar, indem Sie das Kennzeichen Unsichtbar
deaktivieren.
Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zur Transaktion SHD0
; die Dokumentation rufen Sie auf, indem Sie in der Transaktion die Drucktaste
(Online Handbuch
) wählen.
Kundeneigenes Feld in der Belegaufteilung berücksichtigen
Die Belegaufteilung erlaubt es, Buchungsinformationen nach bestimmten definierten Belegaufteilungskriterien in der Hauptbuchhaltung aufzuteilen. Typischerweise wird die Belegaufteilung zur Erstellung von Profitcenter-Bilanzen oder für die Segmentberichterstattung genutzt. Die Belegaufteilung kann aber auch für kundeneigene Felder erfolgen. Dies kann bis zur Erstellung von Bilanzen nach kundeneigenen Feldern gehen.
Falls Sie sich entscheiden, die Belegaufteilung nach kundeneigenen Feldern vorzunehmen, empfehlen wir, Ihre Prozesse im Hinblick auf die Belegaufteilung zu beleuchten und entsprechend zu konzipieren. Falsche oder unvollständige Einstellungen zur Belegaufteilung können unter Umständen unerwünschte Effekte in der Hauptbuchhaltung haben. Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch den SAP-Hinweis 891144
.
Für die kundeneigenen Felder stehen Ihnen – wie bei den Standardfeldern - die Optionen Mussfeld
und Nullsaldo
zur Verfügung. Unter Berücksichtigung von Standardfeldern und kundeneigenen Feldern sollten Sie insgesamt höchstens zwei bis drei Felder für die Belegaufteilung nutzen. Falls sie planen, mehr Felder für die Aufteilung zu nutzen, sollten sie kritisch hinterfragen, ob Sie tatsächlich auf allen Dimensionen eine vollständige Bilanz erstellen möchten.
Die Einstellungen zur Belegaufteilung nehmen Sie vor unter .
Weitere Informationen zur Belegaufteilung finden Sie unter Belegaufteilung.