Template-Verrechnung auf Prozesse/Kostenstellen (Plan)

Verwendung

Neben Ergebnisobjekten und Kostenträgern können auch Geschäftsprozesse, Kostenstellen und Kostenstellen/Leistungsarten Empfängerobjekt bei Template-Verrechnungen sein. Eine Template-Verrechnung kann allerdings nur auf solche Geschäftsprozesse, Kostenstellen bzw. Kostenstellen/Leistungsarten durchgeführt werden, denen ein Verrechnungs-Template im Stammsatz fest zugeordnet ist. Zu jedem Geschäftsprozess kann nur ein Template für Verrechnungen hinterlegt werden, zu jeder Kostenstelle eines für die leistungsabhängige und eines für die leistungsunabhängige Verrechnung. (Weitere Templates können für die Formelplanung zugeordnet werden.) Jeder Prozess bzw. jede Kostenstelle kann jedoch mehrfach als Sender in verschiedene Templates eingebaut werden.

In den Templates zur Verrechnung auf Geschäftsprozesse bzw. Kostenstellen/Leistungsarten werden die fixen Planmengen und der Planmengenfaktor (nur bei leistungsabhängiger Planung) als Absolutwerte hinterlegt oder über Formeln und Funktionen ermittelt.

Die Planmengen werden von Leistungen von Kostenstellen und Senderprozessen auf die Empfänger verrechnet. Durch die Bewertung des Mengenflusses mit dem Plantarif können den Empfängern die Kosten schon bei der Verrechnung zugeordnet werden.

Die Verrechnung ist perioden- und geschäftsjahresabhängig.

Bei der Template-Verrechnung auf Geschäftsprozesse/Kostenstellen können Sie Geschäftsprozesse oder Kostenstellen/Leistungsarten als Sender wählen. Als Empfänger können folgende Objekte zugeordnet werden (SBP = Bezeichung der Umgebung).

  • SBP: Geschäftsprozesse

  • SCD: Kostenstellen/Leistungsarten (leistungsabhängige Verrechnung)

  • SCI: Kostenstellen (leistungsunabhängige Verrechnung).

Voraussetzungen

Stammdaten und Template

Sie haben

  • die notwendigen Senderobjekte angelegt, z.B. Geschäftsprozesse oder Kostenstellen / Leistungsarten

  • die Umgebungen bzw. Funktionen gepflegt, die für Ihre Empfängerobjekte erforderlich sind

  • die Prozesstreiber (z.B. statistische Kennzahlen) bereitgestellt, die von den Funktionen benutzt werden

  • ein passendes Template angelegt

  • das Template dem Empfängerobjekt (Geschäftsprozess, Kostenstelle oder Kostenstelle/Leistungsart) zugeordnet.

Hinweis Hinweis

Bei der Verrechnung können nur Leistungsarten vom Leistungsartentyp 1 (manuelle Erfassung, manuelle Verrechnung) oder vom Leistungsartentyp 2 (indirekte Ermittlung, indirekte Verrechnung) sowie Senderprozesse vom Verrechnungstyp 1 (entspricht dem Leistungsartentyp 1) oder vom Verrechnungstyp 2 (entspricht dem Leistungsartentyp 2) verwendet werden. Der Wert des Leistungsartentyps bzw. des Verrechnungstyps muss nicht zwingend aus dem Leistungsartenstamm bzw. Geschäftsprozessstamm übernommen werden. Diese Werte sind Vorschlagswerte, die Sie in der Mengen- und Preisplanung für Leistungsarten und Geschäftsprozesse pro Version und Geschäftsjahr überschreiben können.

Ende des Hinweises

Planung Mengen und Tarife

  • Zuerst müssen die Mengen gesamt und die Tarife geplant werden, und zwar für alle Empfängerobjekte der beabsichtigten Verrechnung und für alle Senderobjekte des Typs Kostenstelle/Leistungsart.

Weitere Informationen finden Sie unter Prozessoutput (Mengen und Tarife) planen (ABC) und Die Leistungsartenplanung (CCA).

  • SOP/LTP: Für Empfängerobjekte (Geschäftsprozesse) der obersten Hierarchiestufe (siehe Struktur Prozesse auflösen ) können die Planmengen auch folgendermaßen ermittelt und übernommen werden: Sie können die Bedarfe der Produktion aus der Absatz- und Produktionsgrobplanung (SOP) oder der Langfristplanung (LTP) auf die Empfängerobjekte übernehmen und mit diesen Daten die Verrechnung im Plan ausführen.

Weitere Informationen finden Sie unter Übernahme Leistungsdisposition (ABC) und Übernahme Leistungsdisposition (CCA).

Hinweis Hinweis

Bitte beachten Sie bei Empfänger-Geschäftsprozessen Folgendes: Ist auf einem Subprozess keine Prozessmenge geplant, setzt das SAP-System die Planmenge des Subprozesses gleich der verrechneten Prozessmenge. Mit dieser Prozessmenge rechnet das System weiter.

Die Übernahme der verrechneten Prozessmenge als Planmenge erfolgt jedoch nur, wenn der Subprozess gleichzeitig ein Empfängerprozess in der Strukturhierarchie ist. Daraus ergibt sich, dass die Leistungsmengen von Kostenstellen/Leistungsarten immer nur disponiert werden.

Ende des Hinweises

Aktivitäten

Sie wählen in der Prozesskostenrechnung bzw. der Kostenstellenrechnung Anfang des Navigationspfads Planung Navigationsschritt Verrechnungen Navigationsschritt Template-Verrechnung Ende des Navigationspfads .

Weitere Informationen zur Template-Zuordnung und -Verrechnung erhalten Sie unter

Template für Geschäftsprozesse/Kostenstellen

Template für Prozesse/Kostenstellen zuordnen

Template-Verrechnung durchführen

Beispiel Template-Verrechnung Prozesse (Plan)

Verrechnung im Plan stornieren

Sie können die Verrechnung im Plan pro Periode wieder stornieren. Im Fenster der Template-Verrechnung wählen Sie Anfang des Navigationspfads Zusätze Navigationsschritt Stornieren Ende des Navigationspfads (i.d.R. nicht notwendig, da durch Deltabuchungen korrigiert).

Zusätzliche Buchungsvorgänge bei der Verrechnung im Plan durchführen

Neben der Template-Verrechnung ist auch eine manuelle Buchung möglich. Somit können z.B. außergewöhnliche Zusatzbelastungen zusätzlich manuell auf Geschäftsprozesse, Kostenstellen oder Kostenstellen/leistungsarten verbucht werden.