Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) 
Verwendung
GWGs werden im allgemeinen im Jahr der Anschaffung bzw. in der Periode des Zugangs voll abgeschrieben. Dies ist zum einen durch den speziellen Abschreibungsschlüssel GWG und durch die Nutzungsdauer von 1 Monat (Periode) erreichbar. Damit die Abschreibung beim periodischen Buchungslauf auch im Zugangsmonat voll gebucht wird, ist es außerdem erforderlich, daß für den periodischen AfA-Buchungslauf das Nachholverfahren aktiviert wurde (vgl.
Systemeinstellungen AfA-buchen.Funktionsumfang
Im Unterschied zu den höherwertigen Sachanlagen werden Geringwertige Güter im allgemeinen im Jahr ihrer Anschaffung vollständig abgeschrieben. Deshalb ist bei diesen Gütern häufig keine Einzelbetrachtung der Wertentwicklung erforderlich. Aus diesem Grund lassen sich im R/3-System FI-AA die Geringwertigen Güter einer Kategorie (z.B. zu einer Kostenstelle) in mengenmäßiger Sammelverwaltung auf einem Anlagenstammsatz führen. Aktivieren Sie bei den betroffenen Anlagen die Mengenverwaltung, indem Sie eine entsprechende Mengeneinheit im Anlagenstammsatz angeben (vgl.
Mengenbehandlung).Höchstbetrag
Den Höchsbetrag für GWGs bestimmen Sie in den buchungskreisspezifischen Angaben der Bewertungsbereiche (Customizing: Bewertung allgemein
® Betragsangaben). Hierbei können Sie einen GWG-Betrag für die Erfassung von Bestellungen eingeben (unter Berücksichtigung von eventuellen in Anspruch zu nehmenden Skontis) und einen für die eigentliche Zugangsbuchung. Für die Höchstbetragsverprobung der GWGs können Sie in den Bewertungsbereichsangaben der Anlagenklasse eine Einzelprüfung oder Mengenprüfung vorsehen (Customizing: Bewertung allgemein ® Anlagenklassenbewertung bestimmen):Bei der Zugangsbuchung prüft das System die gesamten AHK der Anlage gegen den GWG-Höchstbetrag.
Bei der Zugangsbuchung prüft das System die gesamten AHK der Anlage, dividiert durch die gesamte auf der Anlage geführte Menge, gegen den GWG-Höchstbetrag. Bei der ersten Buchung muß die Menge mitkontiert werden.
Simulation im Anlagengitter
Beim Erzeugen des Anlagengitters kann für die zugegangenen Geringwertigen Güter eines vorzugebenden Zeitraumes eine Abgangssimulation durchgeführt werden. Die betroffenen Anlagen erscheinen dann im Gitter als Abgang, tatsächlich gebuchte GWG-Abgänge ignoriert das System beim Gitteraufruf. Beachten Sie, daß die Entscheidung, GWG-Abgänge für das Anlagengitter zu simulieren zur Folge hat, daß Sie das auch in den folgenden Jahren tun müssen. Ansonsten besteht die Gefahr, daß GWG-Abgänge in zwei Anlagengitter ausgewiesen werden (einmal als simulierter Abgang und einmal als tatsächlich gebuchter).
Vor Reportablauf müssen die Klassen geringwertiger Wirtschaftsgüter angegeben sowie ein Simulationszeitraum festgelegt werden. Der Simulationszeitraum muß jedes Jahr mit demselben Datum beginnen (vgl.
Anlagengitter).Für Anlagen die zu den angegebenen Klassen gehören und deren Aktivierungsdatum im Simulationszeitraum liegt, wird dann eine Abgangssimulation durchgeführt. Das System simuliert einen Vollabgang zum Geschäftsjahresende, falls der Buchwert zu diesem Zeitpunkt gleich Null ist.
Außerdem betrifft die Abgangssimulation nicht nur das angeforderte Geschäftsjahr (also das Geschäftsjahr, in dem das Berichtsdatum liegt), sondern auch das Vorgeschäftsjahr, d.h. es gilt folgendes Kontinuitätsprinzip: Erfüllte die Anlage bereits zum Ende des Vorjahres die Bedingungen für eine Abgangssimulation, legt das System auch für das Ende des Vorjahres einen simulierten Abgang zu Grunde. In diesem Falle sind zwei Konsequenzen möglich:

Da bei einer Abgangssimulation stets Abgänge zu einem Geschäftsjahresende simuliert werden, ist die Simulation bei einer unterjährigen Berichtsanforderung (Berichtsdatum ungleich Geschäftsjahresende) nicht sinnvoll.