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ProzessBearbeiten eines Speditionsauftrags Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Nachdem Sie einen Speditionsauftrag erstellt und gesichert haben, können Sie von diesem Geschäftsbeleg aus weitere Aktionen ausführen, wie:

  • Frachteinheiten erzeugen

  • Route ermitteln

  • Transportplanung starten

  • Frachtbelege anlegen

  • Transportkosten berechnen

  • Speditionsabrechnungsbeleg anlegen

Voraussetzungen

Siehe Erstellen eines Speditionsauftrags.

Prozess

Im Folgenden ist ein beispielhafter Prozess zur Bearbeitung des Speditionsauftrags und Starten der Transportplanung beschrieben:

  1. Erzeugung von Frachteinheiten

    Wenn die Frachteinheiten nach dem Sichern des Speditionsauftrags nicht bereits automatisch erzeugt wurden, stoßen Sie die Erzeugung von der Benutzungsoberfläche des Speditionsauftrags (Menü Folgeaktionen) aus manuell an. Das System berücksichtigt dabei die Frachteinheitsbildungsregel (FEB-Regel) oder die Bedingung zur Ermittlung einer FEB-Regel, die Sie im Customizing angegeben haben. Als Voraussetzung für die Erzeugung der Frachteinheiten (automatisch oder manuell) müssen alle erforderlichen Daten im Speditionsauftrag vorhanden sein.

    Sie können die Frachteinheiten z.B. pro Auftragsposition anlegen lassen oder festlegen, dass das System so viele Auftragspositionen in einer Frachteinheit zusammenfasst, wie möglich. Weitere Informationen finden Sie unter Erzeugung und Änderung von Frachteinheiten.

    Nachdem das System die Frachteinheiten erzeugt hat, ändert sich der Lebenszyklusstatus von Neu in In Planung.

  2. Planung des Transports

    Sie rufen das Transport-Cockpit auf. Sie geben Ihr Planungs- und Selektionsprofil ein und starten die Planung. Die vom System angelegten Frachteinheiten werden im Transport-Cockpit angezeigt.

    Sie können nun eine manuelle Transportplanung durchführen, indem Sie die Frachteinheiten mit Drag&Drop zu den Ressourcen ziehen. Das System legt dann einen Frachtbeleg an, d.h. einen Frachtauftrag oder eine Frachtbuchung. Dieser Beleg wird im Belegfluss des Speditionsauftrags angezeigt. Weitere Informationen über die Transportplanung finden Sie unter Planung.

    Als Alternative zur manuellen Transportplanung können Sie auch wie folgt vorgehen:

    • Ermittlung einer Route

      Sie können sich vom System eine Route ermitteln lassen. Dabei erzeugt das System pro Frachteinheit mehrere alternative Routen, von denen Sie eine übernehmen können. Im Customizing der Speditionsauftragsart können Sie festlegen, ob bei der Übernahme nur die Frachteinheiten (d.h. nur die Route) oder auch Frachtbelege (d.h. die Planung) gesichert werden sollen. Bereits vorhandene Frachteinheiten werden vom System angepasst.

      Wenn die Frachtbelege mit gesichert wurden, ändert sich nach der Übernahme eines Routenvorschlags der Lebenszyklusstatus in Geplant. Die Route wird Ihnen in Form von Abschnitten im Speditionsauftrag angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter Festlegung der Route und Erzeugung von Transportvorschlägen.

    • Automatische Planung

      Sie können vom Transport-Cockpit aus eine automatische Planung mit dem VSR-Optimierer durchführen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter VSR-Optimierung.

    • Direkte Erstellung von Frachtbelegen

      Sie können bereits direkt vom Speditionsauftrag aus für die im Beleg festgelegten Transportabschnitte Frachtbelege, d.h. Frachtaufträge oder Frachtbuchungen erstellen. Außerdem können Sie auch vorhandene Frachtbelege auswählen. Weitere Informationen finden Sie unter Direkte Erstellung von Frachtbelegen und Auswahl von Fahrplänen.

    Wenn alle Frachteinheiten des Speditionsauftrags geplant wurden, ändert sich der Lebenszyklusstatus in Geplant.

  3. Berechnung der Transportkosten

    Sie können die Transportkosten manuell eingeben oder vom System automatisch berechnen lassen. Folgende Optionen stehen Ihnen zur Verfügung:

    • Wenn Sie die Transportkostenberechnung im Customizing der Speditionsauftragsart aktiviert haben und die Transportkosten nach dem Sichern des Speditionsauftrags nicht bereits automatisch berechnet wurden, können Sie diese vom Speditionsauftrag aus berechnen lassen (interne und externe Transportkosten). Außerdem können Sie die Kosten auch manuell im Speditionsauftrag erfassen. Nach jedem erneuten Sichern des Speditionsauftrags werden auch die Transportkosten vom System neu berechnet. Manuell eingegebene Transportkosten werden jedoch vom System fixiert und bleiben bei einer Neuberechnung erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter Kostenberechnung.

    • Wenn Sie einen Speditionsauftrag mit Bezug zu einem Speditionsangebot anlegen und im Berechnungsprofil als Datenquelle die gewünschte Route festgelegt haben, werden alle Kosteninformationen vom Speditionsangebot in den Speditionsauftrag übertragen. Die aus dem Speditionsangebot übernommenen Kostenpositionen werden vom System fixiert und können im Speditionsauftrag nicht mehr geändert oder gelöscht werden. Sie können jedoch im Speditionsauftrag neue Kostenpositionen anlegen und die Kosten neu berechnen. Wenn Sie im Berechnungsprofil als Datenquelle die Ist-Route festgelegt haben, überträgt das System keine Kosteninformationen vom Speditionsangebot in den Speditionsauftrag.

    • Wenn Sie die Transportkosten auf der Basis eines Minimums an Daten schnell schätzen möchten, können Sie die Funktion Speditionskosten schätzen verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Kostenschätzung.

    • Sie können sich im Speditionsauftrag eine Rentabilitätsanalyse anzeigen lassen (eigene Registerkarte). Das System berücksichtigt in der Analyse alle Kosten und Erlöse, die mit der Ausführung eines Speditionsauftrags verbunden sind. Weitere Informationen finden Sie unter Rentabilitätsanalyse.

  4. Anlegen eines Speditionsabrechnungsbelegs

    Wenn Sie diese Funktion im Customizing der Speditionsauftragsart aktiviert haben, können Sie vom Speditionsauftrag aus einen Speditionsabrechnungsbeleg oder internen Abrechnungsbeleg auf der Basis der Transportkostenberechnung anlegen (Menü Folgeaktionen). Weitere Informationen finden Sie unter Speditionsabrechnung und Verwaltung interner Abrechnungen.

  5. Drucken der Belege

    Sie können sich den Speditionsauftrag direkt oder nach einer Vorschau ausdrucken lassen. Der Standardausdruck enthält Informationen wie Positionsbeschreibungen und Gewichte. Wenn Sie Ihre Auftragspositionen in einer Positionshierarchie erfasst haben, werden auch Informationen über die unteren Hierarchieebenen angezeigt.

    Die Historie der Ausdrucke wird im Speditionsauftrag unter Ausgabemanagement angezeigt. Diese Historie enthält auch Informationen über alle Belege, die Sie gefaxt oder per E-Mail oder EDI versendet haben.

    Weitere Informationen finden Sie unter Ausgabemanagement.

  6. Ändern oder Stornieren des Speditionsauftrags

    Sie können die Daten des Speditionsauftrags wie Termine und Mengen jederzeit ändern. Das System passt die Frachteinheiten den Änderungen entsprechend an. Anschließend kann sich der Lebenszyklusstatus wieder zurück in In Planung ändern. In diesem Fall müssen Sie eine erneute Planung durchführen.

    Außerdem können Sie einen Speditionsauftrag auch stornieren. Je nach Ihren Customizing-Einstellungen können Sie einen Stornierungsgrund angeben, der Ihnen dann im Bereich Allgemeine Daten des Speditionsauftrags angezeigt wird. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Transportation Management unter   Speditionsauftragsmanagement   Stornierungsgründe definieren  .

    Nach der Stornierung wird die Planung ungültig und die Frachteinheiten werden vom System gelöscht. Der Lebenszyklusstatus ändert sich in Storniert.

    Hinweis Hinweis

    Die Stornierung eines Speditionsauftrags kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Eine Stornierung ist nicht möglich, wenn dem Speditionsauftrag ein Frachtbeleg zugeordnet ist.

    Ende des Hinweises.

    Weitere Informationen finden Sie unter Verarbeitung von Änderungen und Löschung von Speditionsaufträgen.

  7. Ausführen eines Speditionsauftrags

    Sie können die weitere Ausführung des Speditionsauftrags mit SAP Event Management verfolgen. Dazu müssen Sie im Customizing der Belegart das entsprechende Kennzeichen gesetzt haben. Der Speditionsauftrag erhält beim Anlegen eine Verfolgungsnummer (Tracking-ID). Diese Nummer können Sie Ihrem Auftraggeber nennen, der dann die Ausführung des Auftrags mit einer speziellen Web-Benutzungsoberfläche verfolgen kann. Für die Folgebelege Frachteinheit und Frachtauftrag oder Frachtbuchung legt das System später Event-Handler an. Weitere Informationen finden Sie unter Integration mit SAP Event Management.

    Unabhängig von SAP Event Management wird Ihnen im Speditionsauftrag der Ausführungsstatus angezeigt. Er spiegelt den Ausführungsstatus des Frachtbelegs wider (bzw. den kumulierten Ausführungsstatus, wenn mehrere Frachtbelege für den Speditionsauftrag existieren).