Back-to-Back-Prozess 
In einem Back-to-Back-Prozess vereinbaren Sie mit Ihrem Auftraggeber, dass für den Hauptlauf der Route keine Konsolidierung stattfinden darf. Folgende Gründe können hierfür vorliegen:
Rechtliche Gründe (in einigen Ländern ist eine Konsolidierung nicht zulässig)
Besondere Wareneigenschaften (z.B. bei Gefahrgut)
Wunsch des Kunden
Zollanmeldung
In diesem Fall darf einem Sammelluftfrachtbrief (Master Air Waybill, MAWB) nur ein Back-to-Back-Hausluftfrachtbrief (House Air Waybill, HAWB) zugeordnet werden. In SAP Transportation Management (SAP TM) können Sie entsprechend festlegen, dass einer Luftfrachtbuchung nur ein als Back-to-Back gekennzeichneter Speditionsauftrag zugeordnet werden kann.
Sie haben in den Stammdaten von SAP TM Ihrer betroffenen Verkaufsorganisation und Ihrem Auftraggeber Nummerkreise für Hausluftfrachtbriefe zugeordnet. Weitere Informationen finden Sie unter Definition von Frachtbriefbeständen.
Um einen Back-to-Back-Prozess festzulegen und durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor. In dieser Prozessbeschreibung sind nur die Besonderheiten des Back-to-Back-Prozesses aufgeführt. Weitere Informationen über das Anlegen von Speditionsaufträgen und -angeboten finden Sie unter Erstellen eines Speditionsauftrags und Erstellen und Bearbeiten eines Speditionsangebots:
Sie legen einen (Luft-)Speditionsauftrag an und legen für diesen Auftrag die Luftfrachtbriefart (Air-Waybill-Art, AWB-Art) Back-to-Back fest. Wenn Sie im Customizing der Speditionsauftragsart die Luftfrachtbriefart vordefiniert haben, wird Ihnen diese bereits als Wert angezeigt.
Wenn Sie Ihrem Auftraggeber zunächst ein Angebot erstellen möchten, können Sie auch ein Speditionsangebot mit der AWB-Art Back-to-Back anlegen.
Sie ordnen dem Speditionsauftrag eine Hausluftfrachtbriefnummer zu oder ziehen eine Nummer aus dem entsprechenden Nummernkreis.
Sie legen die Abschnitte der Route fest und legen für den Hauptlauf Ihrer Route eine Luftfrachtbuchung an. Alternativ können Sie dem Hauptlauf auch eine bereits existierende Luftfrachtbuchung zuordnen.
Das System überträgt die Daten des Speditionsauftrags in die Buchung. Dazu gehört auch die AWB-Art Back-to-Back. Außerdem werden die Geschäftspartner der Buchung automatisch auf der Basis der Geschäftspartner des Speditionsauftrags ermittelt.
Anschließend können Sie die Daten der Buchung noch ergänzen und ändern. Die AWB-Art wird in der Buchung jedoch nur angezeigt und kann nicht mehr geändert werden. Wenn Sie die AWB-Art nachträglich noch ändern möchten, ändern Sie diese im Speditionsauftrag.
Sie können einer Buchung, der bereits ein Back-to-Back-Speditionsauftrag zugeordnet ist, keinen weiteren Speditionsauftrag mehr zuordnen.
Sie können den Hausluftfrachtbrief von der Registerkarte Ausgabemanagement aus drucken. Dabei werden die Transportkosten mit berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie unter Drucken.