Monitor Spool System
Verwenden Sie diesen Monitor, um die Auslastung des Spool-Systems zu überprüfen, Engpässe zu erkennen und um Fehlfunkionen zu ermitteln.
Im Teilbaum System Wide finden Sie die gegenwärtige Belegung des Nummernkreises für die Spool-Nummern sowie Wartezeiten und Statusattribute für die einzelnen Spool-Services des Systems.

Der Teilbaum enthält die folgenden Monitorbaumelemente (Monitoring Tree Elements = MTEs):
MTE-Name |
Bedeutung |
SpoolNumbers |
Spool-Nummer, die jedem Ausgabeauftrag zugeordnet ist |
UsedNumbers |
Belegung der Spool-Nummern in Prozent; Sie müssen alte Ausgabeaufträge löschen, bevor diese Zahl 100 Prozent erreicht |
Status |
wird nur ausgegeben, falls der Spool-Service zu einem SAP-Anwendungsserver gehört |
WaitTime |
Wartezeit im Spool-Service in Sekunden |
Im Teilbaum Spool Servers finden Sie Monitorobjekte zum Spool nach Anwendungsservern aufgeschlüsselt, wobei nur für die Server mit mindestens einem Spool-Workprozess Teilbäume erzeugt werden:

Im Protokollattribut R3Syslog sehen Sie Meldungen im Systemprotokoll zur Kategorie Spool; den Meldungstext, die Kategorie sowie die Gewichtung und Schwere des Alerts setzen Sie in Abhängigkeit der Meldungskennung in Transaktion SE92.
Das Monitorobjekt SpoolService enthält die wichtigsten Attribute zum Spool-System, dessen Auslastung und die Länge der Warteschlangen. Es umfasst die folgenden MTEs:
MTE-Name |
Bedeutung |
Bemerkungen |
Utilisation |
Auslastung der Spool-Workprozesse in Prozent |
|
NumberOfWpSPO |
Anzahl der Spool-Workprozesse |
Sie setzen die Anzahl dieser Workprozesse durch den Systemparameter rdisp/wp_no_spo (Empfehlungen siehe SAP-Hinweis 108799). |
ErrorsInWpSPO |
Anzahl der Fehler in Spool-Workprozessen |
Dieses MTE zählt die Fehler seit Anlegen des Monitorsegments (d. h. seit Start des Anwendungsservers). |
ErrorFreqInWpSPO |
Anzahl der Fehler in Spool-Workprozessen pro Minute |
|
EndedWpSPO |
Anzahl der nach Fehler beendeten Spool-Workprozesse |
In der Prozessübersicht (Transaktion SM50) legen Sie fest, ob ein Workprozess nach einem Fehler wieder gestartet werden soll. |
QueueLength |
genutzter Bereich der Dispatcher-Queue in Prozent |
Ausgabeaufträge werden auf dem Aufbereitungsserver in der Dispatcher-Queue gepuffert, bis ein freier Workprozess sie entgegennimmt. |
ServiceQueue |
genutzter Bereich der Spool-Auftragsqueue in Prozent |
Die Spool-Auftragsqueue übernimmt Ausgabeaufträge von der Dispatcher-Queue, wenn im Aufbereitungsserver ein freier Workprozess den Ausgabeauftrag entgegennimmt. |
ServiceQueuePriv |
genutzter Bereich der Spool-Auftragsqueue für chronologische Bearbeitung in Prozent |
Falls ein Aufbereitungsserver über mehrere Spool-Workprozesse verfügt, können sich Ausgabeaufträge überholen. Um die Reihenfolge der Aufträge zu erhalten, existieren spezielle workprozess-spezifische Auftragsqueues mit Aufträgen für je ein spezielles Ausgabegerät. |
ServiceQueuePages |
Anzahl Seiten in der Spool-Auftragsqueue |
|
DeviceCacheUsed |
genutzter Bereich des gesamten Geräte-Cache in Prozent |
Der Geräte-Cache enthält Gerätedefinitionen und Serverzuordnungen für alle Workprozesse. Einträge werden bei Bedarf in den Cache genommen und können bei gefülltem Cache wieder verdrängt werden. |
DeviceCacheFixed |
genutzer Bereich des fixierbaren Geräte-Cache in Prozent |
Dieser Bereich enthält Informationen, für welche Ausgabegeräte Aufträge im Host-Spool-System vorhanden sind und noch nicht als fertig gemeldet wurden. Der Cache muss damit mindestens so viele Einträge enthalten, wie Geräte maximal gleichzeitig benutzt werden. |
HostspoolListUsed |
genutzter Bereich der Host-Spool-Auftragsliste in Prozent |
Die Host-Spool-Auftragsliste begrenzt die Zahl der Aufträge im Host-Spool, die vom Spool-Service verwaltet werden können. Um die Datenbankzugriffe zu minimieren, muss die Liste im gemeinsamen Speicher gehalten werden. Sie dient der Statusnachfrage der laufenden Aufträge. |
Zur Klassifizierung der Ausgabeaufträge empfiehlt SAP, sowohl die Aufbereitungsserver als auch die Ausgabegeräte verschiedenen Klassen zuzuordnen. Durch verschiedene Aufbereitungsserver, die Aufträge unterschiedlicher Art (und Priorität) bearbeiten, können Sie eine gegenseitige Behinderung der Ausgabeaufträge verhindern oder zumindest kontrollieren. Der Knoten Processing Groups enthält die möglichen Bearbeitungsgruppen:
MTE-Name |
Bedeutung |
Bemerkungen |
ProcessingGroup
Adm |
Verwaltungsaufgaben im Spool |
Beispiele: · Aktivieren von verzögerten Aufträgen · Löschen veralteter Aufträge · Umleiten von Aufträgen bei Ausfall eines Servers |
ProcessingGroup
Reg |
normale Aufträge |
Normale Aufträge sind Aufträge an Geräte, die einem Aufbereitungsserver zugeordnet sind. |
ProcessingGroup
Fro |
Aufträge für Frontend-Ausgabegeräte |
Frontend-Ausgabegeräte müssen Sie auf Betriebssystemebene definieren. Im SAP-System muss ein Ausgabegerät mit Koppelart F (Frontend) existieren, das Ausgabeaufträge an den Standarddrucker des Benutzers schickt. |
ProcessingGroup
Vol |
Aufträge der Klassifikation Massendruck |
Massendruck bezeichnet sehr große Aufträge. Ordnen Sie diese Aufträge einem eigenen Aufbereitungsserver zu, um eine Behinderung anderer Ausgabeaufträge auszuschließen. |
ProcessingGroup
Pro |
Aufträge der Klassifikation Produktionsdruck |
Zum Produktionsdruck sollten die Ausgabeaufträge gehören, die für einen reibungslosen Produktivbetrieb notwendig sind (z. B. Belege). SAP empfiehlt, dass Sie Ausgabegeräte dieser Bearbeitungsgruppe lokal koppeln. |
ProcessingGroup
Dsk |
Aufträge der Klassifikation Desktop-Druck |
Zum Desktop-Druck sollten Drucker am Arbeitsplatz gehören. Da sie häufig nicht zur Verfügung stehen, können sie andere Ausgaben behindern. SAP empfiehlt, diese Bearbeitungsgruppe nicht für Ausgabeaufträge zu nutzen, die für den laufenden Betrieb Ihres Unternehmens wichtig sind. |
ProcessingGroup
Tst |
Aufträge der Klassifikation Testdruck |
Zum Testdruck sollten Ausgabegeräte gehören, über die neue Gerätetypen oder Konfigurationen getestet werden. |
Zu den verschiedenen Bearbeitungsgruppen gehören jeweils die folgenden MTEs:
MTE-Name |
Bedeutung |
GroupWPs |
Anzahl der Workprozesse |
GroupJobs (R3SpoolGroupJobs<Gruppe>) |
Anzahl der Aufträge |
GroupPages (R3SpoolGroupPages<Gruppe>) |
Anzahl der Seiten |
GroupMinWPs (R3SpoolGroupMinWPs) |
Reservierung von Workprozessen |
GroupMaxWPs (R3SpoolGroupMaxWPs) |
Beschränkung der Zahl der Workprozesse |

Beachten Sie bei der Reservierung von Workprozessen (GroupMinWPs), dass diese auch dann unbenutzt bleiben, wenn kein Auftrag dieser Gruppe vorliegt, die anderen Workprozesse belegt sind und noch weitere Aufträge anderer Gruppen zur Bearbeitung anstehen. Analog führt eine Beschränkung (GroupMaxWPs) dazu, dass auch dann, wenn mehr Aufträge in dieser Gruppe zur Bearbeitung anstehen und weitere Workprozesse unbelegt sind, die Anzahl der Workprozesse für diese Gruppe nicht erhöht werden.
Sie können auch bestimmte, für Ihren reibungslosen Produktivbetrieb besonders wichtige Ausgabegeräte durch die Monitoring-Architektur überwachen lassen. Dies geschieht in der Spool-Administration (Transaktion SPAD), indem Sie in der Registerkarte Ausgabe-Attribute eines Ausgabegeräts das Kennzeichen Überwachung durch Monitoring-Architektur wählen. Falls Sie für mindestens ein Ausgabegerät diese Überwachung aktiviert haben, existieren im Teilbaum Devices Monitorobjekte mit dem Kurznamen des Ausgabegeräts und den folgenden MTEs:
MTE-Name |
Bedeutung |
LPQ_Time |
Zeit, die sich der Ausgabeauftrag in der Warteschlange des Ausgabegeräts befindet |
Pages/Min (R3MASpoolDevicePages/Min) |
Druckgeschwindigkeit in Seiten pro Minute |
Message (R3MASpoolDeviceMessage) |
Statusattribut, das eventuelle Fehler bei der Übergabe des Aufgabeauftrags an das Host-Spool-System enthält |
Um den Monitor zu starten, gehen Sie wie folgt vor:
...
1. Starten Sie den Alert-Monitor über Transaktion RZ20, oder wählen Sie CCMS ® Steuerung/Monitoring ® Alert-Monitor.
2. Expandieren Sie im BildCCMS-Monitorsammlungen die Sammlung SAP CCMS Monitor Templates.
3. Starten Sie in der Monitorliste den Monitor Spool System mit Doppelklick.