
Ein Reverse-Proxy bildet interne Proxys auf externe Proxys ab.
Reverse-Proxys befinden sich zwischen einem Service-Consumer und einem Provider-Backend-System. Von hier aus leiten sie Consumer-Messages an ein Binding weiter.
Sie können ein Backend-System so konfigurieren, dass das Deployment eines Reverse-Proxys unterstützt wird. Sie können Ersetzungsregeln für den Hostnamen, den HTTP-Port und den HTTPS-Port sowie das Pfadpräfix für Folgendes festlegen:
WSDL-Dokumente, die vom Backend-System direkt exponiert werden
WSDL-Dokumente, die in der UDDI-konformen Registry publiziert werden
WSDL-Dokumente, die auf dem Backend-System bereitgestellt werden
Die Einstellungen für Reverse-Prosys sind client-spezifisch. Sie können unterschiedliche Proxy-Einstellungen für jeden Client festlegen.
Reverse-Proxy-Einstellungen können dem UDDI-Bereich der Services Registry zugewiesen werden, die im Backend-System konfiguriert werden kann.
Zum Anzeigen oder Ändern von Reverse-Proxy-Einstellungen gehen Sie folgendermaßen vor:
Wechseln Sie auf die Registerkarte Technische Administration.
Wählen Sie Einstellungen für SAP-Mandant.
Wechseln Sie auf die Registerkarte Reverse-Proxy-Einstellungen.
In einer Übersicht erhalten Sie die folgenden Einstellungen zu Reverse-Proxys angezeigt.
Reverse-Proxy-Name |
Ein eindeutiger Name im Client, auf den mithilfe einer Einstellung in der UDDI-konformen Registry verwiesen werden kann. |
Name Eingangs-Http-Header-Host |
Hier können Sie den Internet-Host sowie die Port-Nummer der angeforderten Ressource angeben. Für gesendete Messages kann der HTTP-Header gesetzt oder nicht gesetzt sein. Dieses Attribut verweist auf das HTTP-Header-Feld Host. |
Eingangs-ICM-Port |
Gibt den Port an, an dem die Message in einer SAP-Instanz ankommt. Wenn der Sender den Zielport im HTTP-Header angibt, wird dieser als Eingangs-ICM-Port interpretiert. |
Hostnamen ersetzen |
Gibt den Hostnamen an, mit dem die Hostnamen in den Binding-URLs in den WSDLs und WSILs ersetzt werden. Zusätzlich werden die Metadaten-URLs ersetzt. Hierzu gehören die WSDL-URLs für Service, Binding und Porttyp. |
HTTP-Port ersetzen |
Die Port-Nummer des HTTP-Service wird verwendet, um die HTTP-Ports in den Bindings und Metadaten-URLs zu ersetzen. |
HTTPS-Port ersetzen |
Die Port-Nummer des HTTP-Service wird verwendet, um die HTTPS-Ports in den Bindings und Metadaten-URLs zu ersetzen. |
Zusätzliches Pfadpräfix |
Das Pfadpräfix für die Pfade der Bindings und Metadaten-URLs. Der Standardpfad eines ABAP-Service ist: http(s)://<Host>:<Port>/sap/bc/srt/xip/sap/<Service-Definition (Name des ABAP-Objekts)>/<Client>/<Service-Name>/<Binding-Name> Es kann jeder beliebige Alias-Namen vergeben werden: http(s)://<Host>:<Port>/<beliebiger Name> Mit einem zusätzlichen Pfad <präfix> werden die Binding- und Metadaten-URLs folgendermaßen dargestellt: http(s)://<Host>:<pPrt>/<Präfix>/sap/bc/srt/xip/sap/<Service-Definition (Name des ABAP-Objekts)>/<Client>/<Service-Name>/<Binding-Name> Dies gilt auch für Aliasse: http(s)://<Host>:<Port>/<Präfix>/<beliebiger Name> Hinweis
Wenn eine Message zum tatsächlichen Binding weitergeleitet wird, muss der Reverse-Proxy das Präfix entfernen. |
Metadatenprotokoll-Ersatz |
Sie können das Protokoll der WSDL-URLs für die UDDI-Publikation konfigurieren. Mögliche Werte sind HTTP, HTTPS oder Eingehend.
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Endpunktprotokoll-Ersatz |
Mögliche Werte sind config, http, https oder Eingehend. Wenn ein Request für eine WSDL über ein bestimmtes Protokoll gesendet wird, legen die Einstellungen für den Binding-Protokoll-Ersatz die Protokoll-Ersetzungen für die Binding-URL fest.
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Der Reverse-Proxy-Name, der Name Eingangs-Http-Header-Host und der Eingangs-ICM-Port werden verwendet, um den Reverse-Proxy zu identifizieren. Die anderen Einstellungen legen fest, welche Aktion für einen eingehenden HTTP-WSDL-Request ausgeführt wird.