
Die Aufgabe des zentralen Repository für Personalisierungsdaten ist es, eine Ablage für benutzer- und rollenspezifische Daten bereitzustellen, ohne dass neue Datenbanktabellen angelegt werden müssen.
Die Funktion umfasst ein generisches Repository für benutzerspezifische und rollenspezifische Daten sowie für einen zentralen Zugriff auf diese Daten über die Benutzer- und Rollenpflege. Zudem können bestehende Tabellen mit benutzerspezifischen Daten über eine festgelegte Schnittstelle mit dem zentralen Zugriff verknüpft werden.
Um das Framework zu nutzen, legen Sie einen Schlüssel an, unter dem die Daten abgelegt werden. Dies ist über die Registrierungstransaktion PERSREG möglich. Dann können Sie die Daten innerhalb der Anwendung über den einfachen Aufruf einer Schnittstelle direkt in ein generisches Daten-Repository sichern. Sie können dabei angeben, ob die Daten zu diesem Schlüssel auch über die Benutzerverwaltung geändert werden sollen. Dafür muss die Anwendung ein Dialogfenster für den Personalisierungsschlüssel anbieten, das in der Benutzerverwaltung aufgerufen werden kann.
Neben der Nutzung der generischen Ablage von Personalisierungsdaten können Sie über das Framework auch eigene Tabellen mit benutzerabhängigen Daten an die Benutzerverwaltung anbinden.
Diese Daten sollten berücksichtigt werden, wenn Benutzer oder Rollen geändert werden.
Zur Ablage dieser Personalisierungsdaten dient das generische Repository. Sie können darauf mit den Klassenmethoden der Klasse CL_PERS_ADMIN zugreifen.
Die Daten können als einfache Werte, Strukturen oder interne Tabellen abgelegt werden. Strukturen können als Felder nur elementare Daten enthalten. Interne Tabellen können Strukturen oder elementare Daten als Zeilen enthalten.
Definieren Sie interne Tabellen als Tabellentypen. Tabellen mit Kopfzeile (z.B. tstc kommt 0 Mal mit Kopfzeile vor) können nicht verwendet werden.
Die verwendeten Datentypen müssen nicht im ABAP Dictionary abgelegt werden.
Wurde eine interne Tabelle als Datentyp für Personalisierungsdaten ausgewählt, können Sie beim Zugriff auf die Daten nur Teile der Tabelle lesen. Auswahlbedingungen können für alle Felder der internen Tabelle definiert werden. Die Bedingungen werden beim Lesen der Daten in Form von Feldname-Feldwert-Kombinationen übergeben.
Entsprechend können Sie nur Teile der abgelegten internen Tabelle aktualisieren. Legen Sie in diesem Fall fest, dass die Felder beim Schreiben der Daten als Schlüssel für die Änderung verwendet werden sollen.
Die Typprüfung beim Lesen oder Schreiben ist nicht streng. Stimmt der Typ, mit dem die Daten in das Repository geschrieben wurden, nicht mit dem Typ der gelesenen Daten überein, tritt ein Fehler nur dann auf, wenn die Felder nicht dieselbe Länge aufweisen. Werden andere Änderungen am Typ vorgenommen, z.B. eine Änderung des Feldnamens, sind die Felder möglicherweise nicht vollständig definiert.
Ein Puffer kann beim Schreiben von Daten verwendet werden. In diesem Fall werden die Daten nur beim Aufruf der entsprechenden Methode in die Datenbank geschrieben.
Daten können entweder für Benutzer, für Rollen oder für das System abgelegt werden. In diesem Fall können alle einem Benutzer zugewiesenen Daten (mit der Rolle oder den eigenen Einstellungen) gleichzeitig gelesen werden.
Sie können auf die Personalisierungsdaten über Benutzerpflege (Transaktion SU01) oder über Rollenpflege (Transaktion PFCG) zugreifen.
Zudem können Sie auf die Daten über eine Pflegetransaktion zur Personalisierung zugreifen.