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Tracing konfigurierenLocate this document in the navigation structure

Voraussetzungen

Um das Tracing zu konfigurieren, muss Ihrem Benutzer eine der folgenden Rollen zugewiesen sein:

  • SAP_BC_WEBSERIVCE_ADMIN_BIZ erlaubt die Konfiguration des funktionalen Trace.

  • SAP_BC_WEBSERIVCE_ADMIN_TEC erlaubt die Konfiguration des funktionalen und des Payload-Trace sowie das Sperren des funktionalen und Payload-Trace für bestimmte Benutzer.

Weitere Informationen finden Sie unter Authorizations.

Kontext

Das funktionale Trace ist ein Hifsprogramm, mit dem Sie eine Problemsituation im Web-Service-Umfeld umfassend analysieren können. Wenn dieses Trace aktiviert ist, werden verschiedene Aufrufe von, an und innerhalb der SOAP-Laufzeit aufgezeichnet. Die Aufzeichnung basiert auf dem konfigurierten Trace-Level. Das Payload-Trace-Hilfsmittel kann SOAP-Request und -Response komplett aufzeichnen, einschließlich der über den HTTP-Kanal geschickten Anwendungsdaten. Es wird durch den angegebenen Payload-Trace-Level aktiviert.

Mit Hilfe der Tracing-Funktionen können Sie bei Web-Service-Fehlern, die durch Protokollierung und Überwachung erkannt wurden, eine detaillierte Analyse durchführen. Das Aktivieren des Tracing und das Setzen des gewünschten Trace-Levels ist für einen Benutzer, ein Terminal oder einen Request-URI möglich.

  • Tracing nach Benutzer

    Sie können die Benutzer-ID angeben, unter welcher der Web-Service-Consumer oder -Provider läuft. Sie sollten ein Tracing nach Benutzer nur dann verwenden, wenn Sie sicher sind, dass nur eine Web-Service-Anwendung am ABAP-Backend für den ausgewählten Benutzer protokolliert wird.

  • Tracing nach Terminal

    Sie sollten ein Tracing nach Terminal anstelle des Tracing nach Benutzer verwenden, wenn für denselben Benutzer mehrere Anwendungen laufen. Wenn Sie ein Tracing nach Terminal verwenden möchten, muss der Benutzer das SAP GUI so eingestellt haben, dass die Terminal-ID bei jedem Request an den Backend geschickt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Request-basiertes Debugging - Konzept.

  • Tracing nach Request-URI

    Sie können den Request-URI angeben, der den Web-Service-Endpunkt auf Provider-Seite identifiziert. Tracing nach Request-URI können Sie verwenden, wenn Konversationssicherheit mit delay logon benutzt wird.

Tracing-Informationen stehen nur in Englisch zur Verfügung. Die Konfiguration des Tracing ist mandantenabhängig.

Vorgehensweise

  1. Rufen Sie die Transaktion SRT_UTIL auf.
  2. Wählen Sie Benutzer oder Terminal oder Request-URI hinzufügen, um festzulegen, auf welcher Ebene Sie das Tracing aktivieren möchten.

    Dies ist nur erforderlich, wenn kein entsprechender Eintrag in der Liste Benutzer & Terminals & Request-URI vorhanden ist.

  3. Um den Benutzer auszuwählen, für den Sie die Trace-Einstellungen festlegen möchten, gehen Sie wie folgt vor:
    1. Doppelklicken Sie auf den entsprechenden Eintrag in der Liste Benutzer & Terminals & Request-URI.

    2. Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration.

  4. Aktivieren oder deaktivieren Sie das Performance-Trace.
  5. Wählen Sie den Level für das funktionale Trace:
    • Bei Inaktiv findet kein Tracing statt.

    • Bei Niedrig werden nur Aufrufe von den bzw. an die Hauptkomponenten der SOAP-Laufzeit aufgezeichnet.

      Wenn Sie diesen Level setzen, werden die Trace-Daten beim Verarbeitungsende innerhalb der Web-Service-Laufzeit in die Datenbank geschrieben. Wird die Verarbeitung aus irgendeinem Grund abgebrochen, gehen die Trace-Daten verloren.

    • Bei Hoch werden Aufrufe von den bzw. an die und innerhalb der Hauptkomponenten der SOAP-Laufzeit aufgezeichnet.

      Wenn Sie diesen Level setzen, werden die Trace-Daten sofort bei jedem Tracing-Aufruf in die Datenbank geschrieben. Im Falle eines Abbruchs gehen keine Trace-Daten verloren. Beachten Sie, dass sich dieser Trace-Level auf die Performance eine Web-Service-Aufrufs auswirkt.

  6. Aktivieren oder deaktivieren Sie das Payload-Trace.

    Wenn das Payload-Tracing aktiv ist, können Sie den Payload-Trace-Level auswählen:

    • Legen Sie fest, ob das Payload-Trace für Consumer-Proxys, für Service-Definitionen oder für beides aktiv sein soll.

    • Legen Sie fest, ob die Sätze für alle Web-Service-Interfaces oder für bestimmte Consumer-Proxys und Service-Definitionen erstellt werden sollen.

  7. Wählen Sie Konfiguration sichern.

Ergebnisse

Wenn Sie das funktionale Trace oder das Payload-Trace aktivieren, werden die Tracing-Informationen für den angegebenen Benutzer, das Terminal oder den Request-URI für die Dauer von zwei Stunden aufgezeichnet. Standardmäßig werden die Tracing-Informationen zwei Tage lang aufbewahrt. Wenn Sie die Tracing-Informationen länger behalten möchten, können Sie das Ablaufdatum für jeden Trace-Eintrag separat festlegen.

Hinweis

Ist das Tracing über einen längeren Zeitraum eingeschaltet, kann dies zu Performance-Einbußen führen.

Weitere Informationen zur Auswertung der gesammelten Tracing-Informationen finden Sie unter Traces anzeigen.