
Bei Verwendung einer Zentralen Benutzerverwaltung legen Sie mit den Verteilungsparametern in Transaktion SCUM fest, wo die einzelnen Teile eines Benutzerstammsatzes gepflegt werden:
Jedes Eingabefeld der Benutzerpflege SU01 hat ein Feldattribut, das Sie im Zentralsystem mit Transaktion SCUM während des Customizing einmal setzen. Anschließend sollten Sie die Kennzeichen der Feldpflege möglichst gar nicht mehr ändern.
Bei einer nachträglichen Änderung der Verteilung von Lokal oder Vorschlag auf Global oder Rückverteilung können inkonsistente Daten entstehen.
Bei der Behebung der Inkonsistenzen müssen Sie besonders umsichtig vorgehen, da es zu Datenverlusten kommt, wenn Sie systemabhängige Parameter von lokaler auf globale Pflege umstellen und anschließend die Benutzer erneut verteilen. Die Verteilung stellt in allen Tochtersystemen den Stand des Zentralsystems her. Falls Sie systemabhängige Daten, z. B. die Benutzerzuordnung von Rollen, bisher lokal gepflegt haben, sind diese Daten dem Zentralsystem unbekannt. Das bedeutet, dass Sie durch die Verteilung der Einträge des Zentralsystems die Rollenzuordnungen des Tochtersystems überschreiben. Diese systemspezifischen Daten sind damit dauerhaft verloren.
Um nach dem Umsetzen der Feldverteilungsparameter die Datenkonsistenz wieder herzustellen, gehen Sie wie folgt vor:
Als einzige Ausnahme können Sie auf der Registerkarte Sperren jederzeit gefahrlos die Kennzeichen neu setzen.
Sie gelangen auf das Bild Feldselektion Benutzerverteilung mit Registerkarten der Felder, deren Verteilungsparameter Sie setzen können. Um weitere Felder anzuzeigen, wählen Sie Bild nach unten.
Auf den Registerkarten können Sie folgende Optionen auswählen:
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Global |
Sie können die Daten nur im Zentralsystem pflegen. Anschließend werden die Daten automatisch an die Tochtersysteme verteilt. Dort sind sie nicht eingabebereit, sondern können nur angezeigt werden.
Alle übrigen, nicht auf "global" gesetzten Felder sind sowohl im Zentral- als auch in den Tochtersystemen eingabebereit und unterscheiden sich nur durch eine unterschiedliche Verteilung nach dem Sichern. |
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Vorschlag |
Sie haben im Zentralsystem einen Vorschlagswert gepflegt, der beim Anlegen eines Benutzers automatisch an die Tochtersysteme verteilt wird. Nach der Verteilung werden die Daten nur noch lokal gepflegt und nicht mehr verteilt, wenn Sie diese im Zentral- oder Tochtersystem ändern. |
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Rückv. |
Sie können die Daten sowohl zentral als auch lokal pflegen. Bei jeder lokalen Änderung der Daten wird die Änderung an das Zentralsystem zurückverteilt und von dort an die übrigen Tochtersysteme verteilt. |
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Lokal |
Sie können die Daten nur im Tochtersystem pflegen. Änderungen werden nicht an andere Systeme verteilt. |
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Überall |
Sie können die Daten sowohl zentral als auch lokal pflegen. Allerdings werden nur im Zentralsystem vorgenommene Datenänderungen an andere Systeme verteilt, lokale Änderungen in Tochtersystemen dagegen nicht. |
Die Verteilungsparameter werden automatisch in die Tochtersysteme übertragen.
Registerkarte Logondaten
Auf dieser Registerkarte können Sie die Kennzeichen global, lokal, Vorschlag und Rückverteilung allen Einträgen zuordnen. Das Kennzeichen überall können Sie jedoch nur dem Initialkennwort zuweisen. Mit dieser Einstellung kann der Administrator des Zentralsystems das Initialkennwort eines Benutzers systemspezifisch setzen und der Administrator eines Tochtersystems kann das Initialkennwort lokal setzen.
Eine externe Anwendung wie die CRM-E-Commerce-Benutzerverwaltung in einem ZBV-Tochtersystem kann den externen Benutzeradministratoren die lokale Benutzerverwaltung per Web-Interface über eine interne BAPI-Schnittstelle anbieten.
Registerkarte Sperren
Auf dieser Registerkarte steuern Sie die Verteilung der Sperrdaten und regeln somit, in welchem System welche Sperren gesetzt und/oder gelöscht werden können. Beim Löschen der Sperren müssen Sie die beliebig kombinierbaren Sperrkennzeichen im Benutzerstammsatz sowie die in diesem System verfügbaren Funktionen genau beachten, damit Sie auf der Registerkarte Sperren die Kennzeichen entsprechend setzen können.
Ein Benutzer kann sich am Tochtersystem einer ZBV nicht anmelden. Die lokale Administration löscht die Sperre. Dieses Löschen bezieht sich allerdings nur auf eine eventuell vorhandene lokale Sperre im Benutzerstammsatz. Globale Sperren oder, falls das Kennzeichen für Sperren durch Falschanmeldung auf global steht, auch Sperren durch Falschanmeldung werden damit nicht aufgehoben. Falls also die lokale Administration Sperren durch Falschanmeldung aufheben können soll, darf in Transaktion SCUM bei Sperre durch Falschanmeldung das Kennzeichen nicht auf global gesetzt sein.
Um einen Benutzer nach einer Falschanmeldung oder bei lokalen Sperren in einem Tochtersystem auch vom Zentralsystem aus entsperren zu können, setzen Sie in den Zeilen entsperren Falschan. und lokal Entsperren das Kennzeichen auf überall.
Im jeweiligen System stehen folgende Funktionen zur Verfügung:
Auswahl auf der Registerkarte Sperren
| Feld | Bedeutung | Global | Lokal | Überall |
|---|---|---|---|---|
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Entsperren Falschanmeldung |
Steuert das Löschen des Kennzeichens gesperrt wegen Falschanmeldung |
Löschen des Kennzeichens gesperrt wegen Falschanmeldung durch die Funktion global entsperren erlaubt |
Löschen des Kennzeichens gesperrt wegen Falschanmeldung durch die Funktion lokal entsperren erlaubt |
Löschen des Kennzeichens gesperrt wegen Falschanmeldung durch die Funktion lokal entsperren erlaubt Zusätzlich ist das Löschen des Kennzeichens gesperrt wegen Falschanmeldung durch die Funktion global entsperren erlaubt |
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Lokal sperren |
Steuert das Setzen des Kennzeichens lokal gesperrt |
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Setzen des Kennzeichens lokal gesperrt durch die Funktion lokal sperren erlaubt |
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Lokal entsperren |
Steuert das Löschen des Kennzeichens lokal gesperrt |
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Löschen des Kennzeichens lokal gesperrt durch die Funktion lokal entsperren erlaubt |
Löschen des Kennzeichens lokal gesperrt durch die Funktion lokal entsperren erlaubt Zusätzlich ist das Löschen des Kennzeichens lokal gesperrt durch die Funktion global entsperren erlaubt |
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Global sperren |
Steuert das Setzen des Kennzeichens global gesperrt |
Setzen des Kennzeichens global entsperrt durch die Funktion global sperren erlaubt |
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Global entsperren |
Steuert das Löschen des Kennzeichens global gesperrt |
Löschen des Kennzeichens global gesperrt durch Funktion global entsperren erlaubt |
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Löschen des Kennzeichens global gesperrt durch die Funktion global entsperren erlaubt Zusätzlich ist das Löschen des Kennzeichens global gesperrt durch die Funktion global entsperren erlaubt |
Empfehlungen für weitere Felder
| Feld | Einstellung |
|---|---|
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Drucker |
Vorschlag |
|
Parameter |
Vorschlag |
|
Gruppe (allg.) |
Vorschlag |
|
Felder zu Daten, die die Benutzer selbst pflegen |
Rückverteilung |
Siehe auch:
SAP-Hinweis 313945: ZBV: Falschanmeldung-Sperren nicht global