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Patches und Korrekturen einspielenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Da der VM Container eine Laufzeitumgebung für Java-Applikationen zur Verfügung stellt, müssen zwei unterschiedliche Arten von Fehlerkorrekturen ("Patch") unterschieden werden: Zum einen das Einspielen von Fehlerkorrekturen für den VM Container selbst und zum anderen das Einspielen von Fehlerkorrekturen für Java-Applikationen im VM Container.

Vorgehensweise

Einspielen von Fehlerkorrekturen für den VM Container selbst

Der VM Container ist Teil des Kernels des SAP NetWeaver Applikationsserver ABAP. Korrekturen werden daher über Kernelpatches eingespielt. Weitere Informationen zum Einspielen von Kernelpatches erhalten Sie in SAP-Hinweis 19466.

Einspielen von Fehlerkorrekturen für Java-Applikationen im VM Container

Fehlerkorrekturen von Java-Applikationen im VM Container werden über die bekannten SAP NetWeaver Applikationsserver ABAP Support Packages der Anwendungen regelmäßig zur Verfügung gestellt. Sollte es notwendig sein, Fehler in Support-Packages zu korrigieren, gehen Sie wie folgt vor, um Notkorrekturen einzuspielen.

  1. Die Notkorrekturen stehen als Software Component Archive (SCA-Datei) auf dem SAP Service Marktplatz (http://service.sap.com/swdc) zur Verfügung. Entnehmen Sie den Dokumenten zur Betriebsführung Ihrer Anwendung, wo diese auf dem Service Marktplatz zu finden sind und laden Sie diese Datei auf Ihren lokalen Arbeitsplatzrechner herunter.

  2. Melden Sie sich in Ihrem Entwicklungs- oder Korrektursystem (je nach Systemlandschaft und Transportwegen) an und legen Sie dort einen Transportauftrag vom Typ Workbench-Auftrag mit Hilfe des Transport Organizers (Transaktion SE09) an. Mit diesem Transportauftrag wird im Anschluss die Notkorrektur in Ihr Produktivsystem transportiert.

  3. Führen Sie das Programm RSVMCRT_UPLOAD_SCA_FROM_PC aus. Tragen Sie im erscheinenden Selektionsbild den zuvor erzeugten Transportauftrag sowie den absoluten Pfad und Dateinamen der SCA-Datei in die entsprechenden Felder ein und drücken Sie im Anschluss die Drucktaste Ausführen (F8).

  4. Die angegebene SCA-Datei wird nun eingelesen und es wird dabei geprüft, ob die Notkorrektur in Ihr System eingespielt werden kann. Dabei wird geprüft, ob die Notkorrektur zum Kernel-Patchlevel wie auch zu den Support-Package-Ständen der zu korrigierenden Anwendungskomponenten passt. Ist dies nicht der Fall, wird die Installation der Notkorrektur verweigert und im Protokoll auf die Inkompatibilität hingewiesen. Bei erfolgreicher Kompatibilitätsprüfung wird im Anschluss an die Installation der Notkorrektur aufgezeigt, welche Teilkomponenten der Anwendung korrigiert wurden.

  5. Nach erfolgreichem Einspielen der Notkorrektur kann diese in Folgesysteme weitertransportiert werden. Dazu müssen im Transport Organizer (Transaktion SE09) die entsprechenden Aufgaben und Aufträge freigegeben und in die Folgesysteme importiert werden.

    Achtung

    Bitte beachten Sie dabei, dass in den Folgesystemen keine weitere Kompatibilitätsprüfung erfolgt. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Sie keine Systemlandschaft mit unterschiedlichen Kernel-Patchlevel und Support-Package-Ständen betreiben.